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Mehr Platz auf dem Theodor-Heuß-Ring für Radfahrer, hier der neue Radweg vor der Kreuzung Clever Straße Richtung Ebertplatz.

Fahrradfreundlicher Umbau des Theodor-Heuß-Rings abgeschlossen

Köln | So großzügig werden sich die Radfahrer sicher den Ausbau der ganzen Ringe wünschen: Seit Wochenbeginn stehen ihnen auf dem Theodor-Heuß-Ring mindestens 2,25 Meter Weg zur Verfügung. Zumindest auf der Nordseite müssen sich die Autofahrer künftig mit einer statt wie bisher zwei Spuren begnügen.

Gut 500 Meter lang ist der Theodor-Heuß-Ring zwischen Ebertplatz und Rhein. Auf der Nordseite können sie jetzt einem offiziellen, 2,50 Meter breiten Radweg nutzen, der mit einer weißen Doppellinie von der 3 Meter breiten Autospur getrennt ist. Auf der rechten Seite wurde das vor allem beim Ausfahren gefährliche Schrägparken durch Längsparken ersetzt, etwa 30 Parkplätze fielen dadurch weg. Weil die Straße auf der Südseite nicht so breit ist, gibt es hier nur einen 2,25 Meter Schutzstreifen, markiert durch eine weiße Linie, darf er auch von Autos befahren werden.

Zwei Wochen für Markierungsarbeiten, 50.000 Euro Kosten

Knapp zwei Wochen dauerte das Aufbringen der Farbmarkierungen. Beim Abfräsen der bestehenden Parkplatzmarkierungen wurde ein neues, Fahrbahndecke schonendes Verfahren eingesetzt. 50.000 Euro kostete die fahrradfreundliche Umgestaltung. Lediglich bei der Einmündung vom Konrad-Adenauer-Ufer Richtung Ebertplatz besteht noch Lösungsbedarf, in die Verbesserung einbezogen wurde auch die nördliche Kreuzung zur Riehler Straße. Die Höchstgeschwindigkeit für Autos wurde auf 30 Kilometer herabgesetzt, für viele offensichtlich noch gewöhnungsbedürftig. Eine stationäre Radarkontrolle soll es allerdings nicht geben.

Beide Radspuren sind durch große weiße Radsymbole gekennzeichnet. Im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung wird überlegt, sie auch auf dem Hohenzollernring zwischen Friesenplatz und Bismarckstraße aufzutragen. Hier dürfen Radfahrer auch die Autospur nutzen. Weil dies aber für Autofahrer nicht erkennbar ist, kommt es dort für „wagemutige“ Radfahrer öfter zu kritischen Situation.

Lob auch von Bürgerinitiative „Ring frei“ und vom ADFC

Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, der Fahrradbeauftragte Jürgen Möllers und Verkehrsdezernentin Andrea Blome sehen den Theodor-Heuß-Ring als Pilotprojekt für die restlichen Ringe. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Verkehrsbedingungen auf den einzelnen Abschnitten könne es aber nicht 1.1 übertragen werden, so Harzendorf. Sogar vom ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrrad-Club) und der Bürgerinitiative „Ring frei“ kommt Lob. Initiativen-Mitglied Reinhold Goss dankte für die gute Zusammenarbeit und urteilte“ „Hier wurde ein guter Kompromiss gefunden zwischen den verschiedenen Ansprüchen der Verkehrsteilnehmer.“.

Bis Ende 2019 sollen die Ringe auf ihrer kompletten Länge von 5,8 Kilometer fahrradfreundlich umgestaltet werden. Gegen Sommerende werden die Fahrbahnmarkierungen zwischen Lindenstraße und Zülpicher Platz aufgebracht, hier werden derzeit an den Kreuzungen neue Ampelanlagen installiert. Noch in diesem Jahr wird mit der Umgestaltung zwischen Ulrichsgasse über den Chlodwigplatz bis zum Rhein begonnen. Für den komplizierten und teilweise engen nördlichen Abschnitt zwischen Ebertplatz und Bismarckstraße sind die Planungen in Arbeit.

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