Köln Nachrichten Köln Verkehr

kvb2122012

Nahverkehrsbetriebe wollen Milliardenhilfen

Berlin | Die Nahverkehrsbetriebe fordern aufgrund eines Fahrgastrückgangs infolge der Corona-Ausgangsbeschränkungen Milliardenhilfen vom Staat. "Die Verkehrsunternehmen haben im März und April einen Fahrgastrückgang von bis zu 90 Prozent verzeichnet", sagte Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der "Süddeutschen Zeitung". In diesem Zeitraum habe die Branche monatlich bis zu einer Milliarde Euro an Fahrgeldeinnahmen verloren.

Gleichzeitig aber müssten die Betriebe meist bis zu 75 Prozent der Fahrten anbieten. Sie sind angehalten, weiter zu fahren, um etwa medizinisches Personal zur Arbeit zu bringen. Das geschieht derzeit mit vielen Zügen, damit sich die Fahrgäste besser verteilen.

Die Folge davon ist, dass die Einnahmen fehlen, die Kosten aber hoch bleiben. Der VDV schlägt deswegen Alarm, Wolff spricht von einer "nie dagewesenen Situation". Ohne Finanzhilfen bestehe die Gefahr, dass die Betriebe die Daseinsvorsorge nicht aufrechterhalten könnten.

Der Verband hat in zwei Szenarien ausgerechnet, wie stark die Krise zu Buche schlägt: Selbst im günstigsten Fall - einem raschen Ende des Lockdowns Ende April und einer Normalisierung des öffentlichen Lebens nach den Sommerferien - würden Ende des Jahres fünf Milliarden Euro in den Kassen der Betriebe fehlen. Bei einem Lockdown bis Ende Mai und einer längeren Übergangsphase summiere sich der Verlust in diesem Jahr sogar auf bis zu sieben Milliarden Euro. "Über einen längeren Zeitraum ist das wirtschaftlich nicht durchzuhalten", sagte Wolff.

"Als Branche der öffentlichen Daseinsvorsorge machen wir keine Gewinne im klassischen Sinne und haben daher keine Rücklagen für solche Fälle." Damit drohten ernste Konsequenzen für die Bürger. "Es muss eine Kompensation für die wegbrechenden Fahrgeldeinnahmen geben", so der VDV-Geschäftsführer. "Denn sonst müsste angesichts der fehlenden Gelder das Bus- und Bahnangebot bald gekürzt werden, obwohl wir angesichts der kommenden Schul- und Geschäftsöffnungen wieder mehr fahren müssen." Der Verband schlägt deshalb eine Art Rettungsschirm vor. Die bereits existierenden staatlichen Fördermittel sollten aufgestockt werden, um die Lücke zu schließen. Der VDV empfiehlt, dass die Betriebe die Differenz zwischen den Einnahmen 2019 plus Tariferhöhung und den Einnahmen 2020 abzüglich der geringeren Kosten bekommen. So werde eine Überkompensation mit Fördergeldern verhindert, sagte Wolff.

Zurück zur Rubrik Köln Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Verkehr

Köln | Das hat sich für die Stadt gelohnt: 14 Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes kontrollierten die Maskenpflicht in den Bahnen der Kölner-Verkehrsbetriebe (KVB) und stellten 44 Verstöße und damit Ordnungswidrigkeiten fest. Nach der heute in Kraft getretenen Corona-Schutzverordnung NRW werden dafür bis zu 150 Euro fällig, macht in Summe 6.600 Euro. In zwei Fällen stellte die Stadt Strafanzeige wegen Beleidigung gegen Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

nummernschild_pixabay_28072020

Köln | Wer sein Fahrzeug zulassen wollte, der konnte dies entweder in Köln oder im Rhein-Erft-Kreis erledigen, da die Zulassungsstellen zusammenarbeiteten. Dies ist ab sofort nicht mehr möglich, da die Zulassungsstellen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kooperation ruhen lassen. Dies gilt nicht für Termine bis 14. August, die bereits vereinbart sind.

Köln | Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) erneuern bis zum 10. August die Schieneninfrastruktur der Stadtbahn-Linie 7 zwischen Westhoven und Ensen. Die Linie 7 ist seit dem 5. Juli zwischen den Haltestellen „Baumschulenweg“ in Poll und „Ensen Gilgaustraße“ getrennt.

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >