Köln Nachrichten Köln Verkehr

05102018_Ringe_Fahrrad

Noch fahren die meisten Radfahrer zwischen Zülpicher und Rudolfplatz – wie hier an Kreuzung zur Rubensstraße – auf den alten Radwegen. An die neue Spur (links) müssen sie sich noch gewöhnen.

Neue Radspur auf den Ringen noch ein Fremdkörper

Köln | Ab sofort ist die Benutzungspflicht für die Radwege auf dem Habsburger- und Hohenstaufenring zwischen Rudolfplatz und Zülpicher aufgehoben, Radfahrer dürfen auf der Straße fahren. Die dort seit Anfang August eingerichtete Radspur wurde jetzt offiziell freigegeben. Für die Autofahrer heißt das: Nur noch eine statt zwei Spuren.

650.000 Euro hat der Umbau gekostet, davon 570.000 Euro allein für die komplett neuen Ampelanlagen – die bisherigen war 30 Jahre alt und nicht mehr umrüstbar. Das war aufwändiger als geplant. Und so folgten in den letzten Wochen wiederholt Radfahrer den großen Piktogrammen, die schon auf der 2,50 Meter breiten Radspur aufgebracht waren. Wenn sie Pech hatten und erwischt wurden, gab’s ein Knöllchen. Jetzt aber dürfen sie.

Die Radfahrer sind geteilter Meinung über das neue Angebot

Ob sie es tun, bleibt abzuwarten. Denn die alten rot gekennzeichneten Radwege auf dem Gehweg bleiben offen. Und zumindest jetzt fahren hier noch mehr Radler als auf der Straße. „Hier fühle ich mich sicherer“, sagt etwa Sylvia Lülsdorf. Für sie sind diese knapp 500 Meter täglich Teil ihres Wegs zur Arbeit. Auch Sydney Koep ist das Angebot noch nicht geheuer: „Auf der Straße ist es breiter. Aber oft wird da geparkt, dann ist das Ausweichen gefährlich.“.

Ein Problem, auf das der städtische Ordnungsdienst verstärkt achten wird. Denn die bisher 48 Kurzzeit-Parkplätze wurden von 8 bis 19 Uhr in 26 Lade- und Lieferparkplätze umgewandelt. Nachts stehen sie Anwohnern zur Verfügung. Die Änderung hat sich wohl noch nicht herumgesprochen, Dauerparker blockieren die Plätze, verdrängen Lieferfahrzeuge zum Parken auf die Radspur. „Abschleppen statt Verwarnungen“, fordert Christoph Schmidt vom Kölner ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) als optimale Erziehungsmnethode. Ansonsten ist er mit dem „Pilotprojekt“ der Stadt zufrieden.

An der Hahnenstraße blockieren Rechtsabbieger den Radverkehr

Nicht ganz so Reinhold Goss von der Bürgerinitiative „Ring frei“. Sie hat vor drei Jahren mit einer Petition die Umwandlung von Kölns einstiger Pracht- und Flaniermeile in die Wege geleitet. Zufrieden ist er, dass die Stadt – recht ungewohnt – so schnell reagiert hat. Zwar begrüßt er, dass jetzt viele Einbahnstraßen-Regelungen für Radfahrer aufgehoben wurden, doch er bemängelt unter anderem, dass die „Anschlüsse“ an die Querstraßen noch nicht optimal sind. So blockieren Rechtsabieger in die Hahnenstraße bei Rotphase regelmäßig die geradeausführende Radspur. Hier will die Stadt bald nachbessern.

Sein Wunsch, die alten Radwege zu beseitigen, wird in nächster Zukunft allerdings nicht erfüllt. „Zu teuer“, sagt der zuständige Amtsleiter Klaus Harzendorf. Ein schwacher Trost dürfte für ihn die – hoffentlich selbstironisch gemeinte – Anmerkung von Verkehrsdezernentin Andrea Blome sein: „Welche Stadt bietet ihren Radfahrern schon zwei Möglichkeiten an?“

Immerhin: Die erhebliche Aufstockung der Rad-Abstellplätze von 162 auf 234 findet einhellige Zustimmung. Autofahrer wurden allerdings nicht gefragt.

Die Stadt jedenfalls will dieses Ringe-Teilstück jetzt erst einmal ein paar Wochen beobachten, will sehen, wie die Umstellung von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern angenommen, wie Letztere das Tempolimit beachten. Daraus will sie dann Schlüsse für die weitere Umgestaltung der Ringe ziehen.

Zurück zur Rubrik Köln Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Verkehr

ICE_1642010

Berlin | Die Zahl der Reisenden im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist 2019 zum fünften Mal in Folge gestiegen. Rund 151 Millionen Fahrgäste nutzten im vergangenen Jahr die Fernverkehrszüge der DB, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das sind 2,8 Millionen oder 1,9 Prozent mehr als 2018 und damit erneut ein neuer Spitzenwert.

bahn_18-02-2014-01

Köln | Das Land NRW fährt den Schienenverkehr der Regionalbahnen, der Regionalexpresse und der S-Bahnen massiv herunter. Bis Freitag kommender Woche 27. März wird der Fahrplan auf den meisten Strecken auf 50, auf einigen Strecken um 80 Prozent ausgedünnt. Für Strecken die komplett stillgelegt werden, wird es einen Schienenersatzverkehr geben. Dies betrifft DB Regio. Auch National Express stellt ab Sonntag auf einen Sonderfahrplan um.

AlteBahn-innen_42011

Braunschweig | Helmholtz-Chefepidemiologe Gérard Krause hat die Bevölkerung aufgerufen, Busse und Bahnen zu meiden.

karnevals

Über 80 Karnevalsgesellschaften, Bands, Rednerinnen und Redner folgten der Einladung von report-K und plauderten am Roten Fass über die Session, das Motto, ihre Lieblingsveedel und mehr:

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Fleumes filettiert

fleumes_filettiert

In der Gastkolumne „Fleumes filettiert“ blickt Gisbert Fleumes bei report-K auf liebevoll charmante Art und mit spitzer Feder auf Köln, das Stadtleben am Nabel des Rheins und mehr ...

Folge Eins: Wir sind Weiberfastnacht breit

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >