Köln Nachrichten Köln Verkehr

DeutzerBruecke_Radverkehr_27032018

Jetzt ist es offiziell: Ab sofort ist auf der Nordseite der Deutzer Brücke für Radfahrer die Nutzung in beide Richtungen erlaubt. Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke und Fahrradbeauftragter Jürgen Möllers (1. und 2. v.l.) helfen bei der Anbringung des Verkehrsschildes.

Nordseite der Deutzer Brücker für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben

Nicht wenige Radfahrer haben in der Vergangenheit die Nordseite der Deutzer Brücke Richtung Deutz befahren. Was bislang verboten war, ist ab diesem Dienstag erlaubt: Verkehrsschilder vom Typ Nr. 240 weisen auf die neue Verkehrs- und Rechtslage hin: Hier teilen sich Fußgänger und Radfahrer den Gehweg.

Das war bislang nur auf der Südseite der Brücke erlaubt. Die Neuerung ist Teil des Radverkehrskonzepts Innenstadt. Nach einem Beschluss der zuständigen Bezirksvertretung im Herbst 2017 ging die Umsetzung für Kölner Verhältnisse recht schnell. 45.000 Euro kostete es. Die neuen Verkehrsschilder machen davon nur einen Bruchteil aus, am kostspieligsten war eine Umpflasterung vor dem Lanxess-Haus an der Mindener Straße: Hier musste der Gehweg dem erwarteten wachsenden Zuspruch angepasst werden.

Nicht nur ist die Deutzer Brücke jetzt vom Rhein über die Markmanngasse leichter und ohne Ampelüberwege erreichbar. Bis zum Stadthaus oder der Lanxess-Arena sind auch nur noch zwei Ampeln zu passieren, auf der Südstrecke sind es vom Heumarkt bis dorthin immer noch zehn. Eine bessere Verbindung in die Deutzer Freiheit ist in Planung.

Radfahrbeauftragter rechnet mit einer Verdopplung des Radverkehrs

Zur Zeit überqueren im Schnitt 5.000 Radfahrer täglich auf der Deutzer Brücke den Rhein, in Spitzenzeiten sind es bis zu 7.000. Davon entfällt jedoch nur ein Drittel auf die Nordseite. Kölns Fahrradbeauftragter Jürgen Möllers rechnet mit einem Anstieg auf 10.000 auf diesem wichtigen Teilstück der Ost-West-Achse. Das würde auch die Hohenzollernbrücke entlasten, wo sich bislang Radfahrer und Fußgänger auf einem engen Weg oft genug in die Quere kommen.

Kurzfristig dürfte das Verkehrsnetz einem weiteren Anstieg des Fahrradverkehrs allerdings nicht gewachsen sein. Das zeigte zuletzt der vergangene Mittwoch, als infolge des Warnstreiks bei der KVB der Radverkehr um 70 Prozent anstieg (report-k berichtete). Dabei kam es nicht nur an der beengten Kreuzung Zülpicher Straße/Ringe zu teilweise chaotischen Zuständen. Auch die Ring-Radwege zwischen Bismarckstraße und Zülpicher Straße waren überlastet. Obwohl die Benutzung der Straße hier freigegeben ist, wurde dies kaum in Anspruch genommen. Und Radfahrer, die es trotzdem wagten – und immer noch wagen – werden regelmäßig von Autofahrern geschnitten und nicht selten beschimpft. Grund hierfür dürften fehlende Hinweise für beide Seiten sein.

Immerhin: Nach einer Extra-Ampel an der Kreuzung Maastrichter Straße/Hohenzollernring und einer Teilfreigabe der Ulrichsgasse für Radfahrer ist die Neu-Regelung auf der Deutzer Brücke die dritte Maßnahme, die im Rahmen des Radverkehrskonzepts umgesetzt wurde. Zwei bis vier weitere kündigt Möllers für dieses Jahr an.

Zurück zur Rubrik Köln Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Verkehr

feuerwehr_2010

Köln | In der Nacht brannte ein Auflieger eines LKW auf der Autobahn A 4 zwischen Kreuz Kerpen und Elsdorf lichterloh. Daher ist die Autobahn in Richtung Aachen ab dem Kreuz Kerpen gesperrt.

rennrad_25112014

Berlin | Fast 120 Millionen Euro an Fördergeldern für Radschnellwege werden trotz der Debatten über mehr Klimaschutz bisher nicht abgerufen.

oepnv_pixa_21092021

Wiesbaden | Das Fahrgastaufkommen im Linienverkehr hat sich laut der aktuellsten verfügbaren Daten zumindest bis Ende Juni noch immer nicht vom Corona-Einbruch erholt. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2021 rund 42 Prozent weniger Fahrgäste gezählt als in dem noch nicht von der Coronakrise betroffenen 1. Quartal 2019, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Für das 2. Quartal 2021 ergab sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 ein Rückgang um 38 Prozent.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >