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Klagen einander ihr Leid: Das Polizeipferd (Christoph Stubbe, l.) und das Rosenmontagspferd (Julia Spielmann). Foto: Julia Vogel

„Fatal banal“ rechnet mit Whatsapp und Datenschutz ab

Köln | Seit 1992 ist „Fatal banal“ fester Bestandteil des Kölner Sitzungskarnevals. Regelmäßig sind die Termine im Bürgerzentrum Ehrenfeld schon lange vorher fast völlig ausverkauft. Das gilt auch für die aktuellen Auftritte. Jetzt war Premiere – und die wurde lange und begeistert gefeiert.

Was ist der Deckel in einem Kölner Brauhaus wert? Ist er ein persönliches Date, die dem Kellner vorenthalten werden darf – und durfte der Köbes vorher schon die Bestellung annehmen, ohne sich eine Einverständniserklärung geben zu lassen? Die moderne I-Kommunikation hat es den Fatal-Banalisten angetan. Mit viel Biss und Spaß sezieren sie deren Irrungen und Wirrungen.

Da ist etwa die legendäre Karnevalsgesellschaft Roggendorf-Thenhoven, die endlich auch bei Youtube zu sehen sein will – wenn da nicht ein Mitglied wäre, das absolut keine Ahnung davon hat. Oder die Trauergesellschaft, denen ein Selfie und zwei Millionen Follower und die Whatsapp-Gruppe wichtiger ist als die Erinnerung an den Toten.

Schrottwichteln: Demokratie will keiner – aber alle wollen Melania

Es sind die stärksten Nummer der diesjährigen Sitzung. Dazu gehört auch das Schrottwichteln der Politiker, zu denen unter anderem Trump, Erdogan und Bolsonaro gehören. Da will unter anderem Erdogan die Demokratie loswerden, Putin die Moral und Brasiliens Bolsonaro den Regenwald. Am Ende will keiner die Demokratie haben, nur um Melania reißen sich alle.

Das Themenspektrum ist weit gespannt: Insekten haben die Menschheit überlebt, es gibt eine Hymne auf den Fleischgenuss, der Bayerische Rundfunk überlegt, wie er die Fake News der AfD rechts überholen kann, und Erdogans Köln-Besuch zur Mosche-Erweiterung bringt den Kölner Türken Murat in arge Bedrängnis. Schließlich Karneval: Ein Rosenmontagszug-Pferd klagt sein Leid – „arbigge, arbigge!“ – und das „Fatal banal“-Team betreibt selbstkritische Nabelschau um #metoo.

Die „Hessin“ Sabine Putzler ärgert sich in diesem Jahr über vertane Lebenszeit in der Warteschlange vor dem Damen-WC oder an der Supermarktkasse. Susanne Hermann darf als ersehnte „Chantalls Mutter“ Aushilfslehrerin an der Grundschule werden. Schlapp ist eine Parodie auf Poetry-Slams.

„Kölschman“ lahmt, Bandchefin Julia Spielmann mit unbekannter Stärke

Zusammengehalten werden die insgesamt rund 40 Programmnummern durch den „Kölschmän“ und „Präsi“ Christoph Stubbe. Ersterer ist in diesem Jahr der Runnning Gag: Deutschlands erster Superheld. Er greift nach dem Motto „Laufen lassen“ eher nicht ins Geschehen ein – und ist sich darin mit Kölns OB Reker in Sachen Ost-West-Achse einig. Auch dem Stadtrat fühlt er sich verbunden, denn auch für den gilt: „Ich mache nichts, aber ich könnte“. Deshalb haben manche Pointen wohl auch eine zu lange Lunte. Stubbe liefert in bewährter Manier die aktuellen Spitzen – nicht nur wenn er die AfD als „Angst vor Demokratie“ ausbuchstabiert.

Als überfällige „Entdeckung“ darf Julia Spielmann gelten. Die Chefin der – wieder einmal – glänzend aufgestellten Hausband „Spielmann’s Zoch“ tritt öfter als in den Vorjahren mit dem Bühnenensemble oder als singende Solistin auf – etwa als Meerjungfrau, die im Plastikmüll erstickt.

Bis Karnevalssonntag stehen noch 21 Sitzungen auf dem Programm. Für einige gibt es noch Karten.

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