Köln Nachrichten Kölner Karneval

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In der Frage nach den Rechten des Karnevalistischen Beirats unter Druck: Die neu ins Amt gewählte Vizepräsidentin Christine Flock, Festkomiteepräsident Christoph Kuckelkorn und Vizepräsident Dr. Joachim Wüst auf der Hauptversammlung des Festkomitee Kölner Karneval 2019.

Festkomitee: Mitgliedsgesellschaften fordern Initiativrecht für Karnevalistischen Beirat ein

Köln | 60 von 65 ordentlichen stimmberechtigten Mitgliedsgesellschaften waren heute Abend zur Jahreshauptversammlung des Festkomitee Kölner Karneval in die Eventhalle des Kölner Karnevalsmuseums gekommen. Viel Einstimmigkeit, aber um einen Punkt wurde intensiv gerungen: Wie viel Einfluss hat der karnevalistische Beirat. Christine Flock und Harald Kirsch wurden in den geschäftsführenden Vorstand aufgenommen. Die gemeinnützige GmbH des Festkomitees erzielte mit 580.000 Euro einen Rekordgewinn.

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Jahreshauptversammlung des Festkomitee Kölner Karneval 2019

Präsident betont Themenvielfalt mit dem Beirat

Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, stellte fest, dass die Kölner nicht nur das Motto der letzten, sondern auch dieser Session lieben. Das Veedel sei die Keimzelle und dort seien die wichtigen Multiplikatoren, die Karnevalsgesellschaften die dort den Karneval hochhalten, so Kuckelkorn. Es gäbe wichtige Zukunftsthemen, wie die Entscheidung über die Aufnahme neuer Mitgliedsgesellschaften, die Gestaltung des Rosenmontagszuges, die Weiterentwicklung der Akademie oder die Vorbereitung des 200-jährigen Jubiläums des Festkomitees im Jahr 2023. Kuckelkorn äußerte sich ausführlich zur Arbeit des Vorstandes mit dem karnevalistischen Beirats und führte viele Themen auf, die beraten worden seien unter anderem die Beschallung im Rosenmontagszug, die Plazierung während der Prinzenproklamation oder die Mitgliederzahl im Festkomitee. Die kleinen Vereine bräuchten mehr Unterstützung, so Kuckelkorn, der auch die steigenden Kosten für Veranstaltungssäle und womöglich wegfallende Sitzungssäle ansprach.

Kölschbach beschreibt Situation zwischen Vorstand und Beirat

Hans Kölschbach, Präsident der Altstädter und Vorsitzender des karnevalistischen Beirats, kritisierte, dass der Beirat selbst keine Themen einbringen sondern nur Inhalte bearbeiten könne, die der Festkomitee-Vorstand vorlege. Dies sei zwar entsprechend der Satzung, aber entspreche nicht der ursprünglichen Idee des Beirats, der als Bindeglied zwischen den Mitgliedsgesellschaften und dem Festkomitee und seinem Vorstand dienen sollte, monierte Kölschbach. Heinz-Günter Hunold sprang Kölschbach bei und erinnerte an den Entstehungsprozess des Beirats in den er maßgeblich involviert gewesen war. Hunold zeigte auf, dass die Forderung sehr klar und deutlich formuliert war, dass der Beirat nah am Vorstand orientiert ist und dort mitredet, Themen einbringen kann und gleichzeitig die Ergebnisse in die Versammlung, also die Mitte der Gesellschaften, mitteilt. Der Vizepräsident des Festkomitees Dr. Joachim Wüst, stellte die Diskussion über die Aufnahme eines Initiativrechts des karnevalistischen Beirats in die Satzung in Aussicht. Für Udo Marx wird Marcus Schneider von den Fidelen Burggrafen in den karnevalistischcn Beirat für die kleinen Gesellschaften, die unter 1.000 Karten verkaufen, nachrücken. Er setzte sich mit 38 zu 22 Stimmen gegen Michael Schneider von den Löstigen Innenstädtern durch.

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Christine Flock nach ihrer Wahl zur Vizepräsidentin

Festkomitee finanziell äußerst erfolgreich

Die gemeinnützige GmbH des Festkomitee ist sehr erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr. 580.000 Euro Gewinn verzeichnen die Karnevalisten. Noch nie hatten sie seit Gründung der gGmbH mehr Gewinn gemacht. Vor allem durch das Sponsoring und den Verkauf von Werbebannern stieg der Umsatz. 2018 konnte mit Werbebannern noch kein Gewinn erzielt werden, in 2019 waren es bereits 190.000 Euro. Auch die Sponsoringbeträge stiegen stark von 383.000 auf 505.000 Euro. Die Kosten für die Sicherheit stiegen von 95.000 auf 156.000 Euro. Der Umsatz stieg auf 5,3 Millionen Euro. Der Verein erzielte einen Jahresüberschuss von 31.521 Euro.

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Holger Kirsch nach seiner Wahl zum Leiter des Kölner Rosenmontagszuges

Rosenmontagszug der Wertschätzung

Holger Kirsch, Leiter des Kölner Rosenmontagszuges, erzählte von seinen ersten Überlegungen zum Rosenmontagszug 2020. Ein großes Thema fasste er unter dem Begriff Wertschätzung zusammen. 50 Jahre Liedgut, damit zeige der Kölner Karneval seine Wertschätzung gegenüber den Bläck Fööss, die direkt auf einem eigenen Wagen hinter dem Zugleiter mitfahren werden. Zudem lud Kirsch die 9 Kölner Bezirksbürgermeister ein, die in eine Fußgruppe von 86 Menschen eingebettet sein werden, die synonym für die 86 Kölner Veedel stehen. Damit will er die Bezirksbürgermeister für ihre ehrenamtliche Arbeit wertschätzen. Etwas besonderes werde es auch für die Blauen Funken geben, die 150-jähriges Jubiläum feiern. Kirsch geht von 11.850 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Rosenmontagszug 2020 aus. Dazu gesellen sich 63 Festwagen und 26 Persiflagewagen. 2.000 Musikerinnen und Musiker werden am Rosenmontagszug 2020 teilnehmen und 320 Pferde. Berittene Gardisten und Pferdekutschen gehören für Kirsch zur Tradition des Kölner Rosenmontagszuges, was er noch einmal extra betonte.

Die Aufnahme neuer Mitglieder wird 2020 geregelt

Auf der Jahreshauptversammlung 2018 war dies ein besonderes Streitthema: Die Aufnahme neuer Mitgliedsgesellschaften. Wie damit verfahren werden soll, wird am 18. Mai 2020 entschieden. Der karnevalistische Beirat soll in diese Entscheidung eingebunden werden. Entschieden wurden die Regularien zum Tragen karnevalistischer Uniformen. Diese dürfen vom 3.11. bis zum 1. Advent getragen werden. Sowie vom 1.1. bis Karnevalsdienstag. Außerhalb der 5. Jahreszeit dürfen Uniformen dann getragen werden, wenn dies etwa der Repräsentation der Stadt Köln dient. Sowie zu Feierlichkeiten innerhalb der Gesellschaften, etwa wenn Spalier gestanden werden soll oder Fotoaufnahmen.

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