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Kölner Dreigestirn 2019: Zwischen Papstbesuch und Vettweiß

Das Dreigestirn hat die Hälfte seiner Dienstzeit im Karneval hinter sich und zieht eine jecke Zwischenbilanz.

Köln | Einen so turbulenten wie eindrucksvollen Start gab es für das Dreigestirn in dieser Session. Nur wenige Tage nach der Prinzenproklamation ging es für Prinz Marc I., Bauer Markus und Jungfrau Catharina zum Papst nach Rom. „Nach der Ankunft am Dienstag hat uns zunächst eine Besichtigungstour erwartet. Der Schweizer Gardist, der mit uns bei der Führung unterwegs war, hatte einen tollen Humor. Der hat gut zu uns Kölschen gepasst. Das war ein toller Schlagabtausch“, erinnert sich Prinz Marc I.

Jeck im Vatikan

Am nächsten Tag ging es für die Kölner Reisegruppe zur Generalaudienz in den Vatikan. „Mit Ornat in den Vatikan zu gehen, hat für Aufregung in Rom gesorgt. Die Polizei hat extra eine Kreuzung für uns gesperrt. In der Halle waren Menschen aus aller Welt und wir durften als Dreigestirn ganz nach vorne. Zunächst war kein direkter Kontakt zum Papst geplant, aber unser Kardinal hat sich das nicht gefallen lassen. So durfte die gesamt Gruppe nach vorne gehen.“

Der Papst habe beim Vorbeigehen zunächst gestockt und zuerst nur dem Bauern und dem Festkomitee-Präsidenten die Hand gegeben. Mit der Jungfrau im Kleid und dem Prinzen in Strumpfhosen tat sich der Heilige Vater wohl zunächst noch etwas schwer. „Als wir ihm aber die kölsche Gummiente überreicht haben, hat er herzhaft gelacht und das Eis war gebrochen. Er hat sehr gut Deutsch verstanden und hat dann noch mit der Jungfrau Spanisch gesprochen“, berichtet der Prinz. Danach ging es mit vollem Ornat im Flieger zurück nach Köln, wo die ZDF-Mädchensitzung auf das Dreigestirn gewartet hatte.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Marc I. das Treffen Julia Holler, einer Tänzerin der Rheinmatrosen, die nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt. „Wir haben leider oft nicht die Zeit zu langen Gesprächen mit den Menschen, die wir treffen. Das war bei Julia anders. Das ist ein Termin, der bei mir besonders in Erinnerung bleiben wird“, sagt Marc I.

Ab in die Eifel

Zu den Wunschterminen des Bauern zählte das Heimspiel in der Eifel. Die unter der „Hölle von Vettweiß“ bekannte Mädchensitzung war für das Trio ein besonderes Erlebnis. „Der Begriff Hölle war aber nicht zutreffend. Alle waren sehr nett zu uns und alles war völlig angemessen. Wir wären allerdings ohne die zusätzlichen Mitglieder der Prinzenwache wohl nicht so leicht durchs Zelt zur Bühne gekommen“, berichtet der Prinz. Für Bauer Markus war der Besuch in der Heimat ein echtes Highlight: „Das Festkomitee war von meinem Wunsch zunächst nicht so begeistert, aber die Stimmung war grandios im Zelt. Viele kannten das Kölner Dreigestirn noch gar nicht – das war eine besondere Situation.“

Für den Bauern ist die Anziehungskraft des Ornats beeindruckend: „Das Ornat zieht die Menschen in einer Art und Weise an, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Dabei ziehen die Hosenträger die Schultern schon mächtig nach unten – so viel zur Wehrhaftigkeit des Bauers. Aber wir wollen uns nicht verstellen, wie gehen so rein und wieder raus, wie wir sind“, sagt Markus.

Orgeln im Dom

Bei der Jungfrau in besonderer Erinnerung bleibt ein exklusives Orgelkonzert im Kölner Dom: „Wir waren gegen 22 Uhr mit etwa 30 Personen im menschenleeren Dom. Die Stille war grandios – gerade weil wir vor und nach dem Konzert im Sartory und im Gürzenich unterwegs waren. Das Orgelkonzert war ein Termin nur für uns – das war Gänsehaut pur. Zunächst saßen wir im Gestühl hinter dem Altar, später ging es hoch zur Orgel.“ Zu den besonderen Terminen zählen für die Jungfrau auch kleinere Termine wie Besuche im Seniorenheim: „Wenn man da das Leuchten in den Augen der Menschen sieht und merkt, wie sich diese über den Besuch freuen, geht einem wirklich das Herz auf. Jeden Tag als Dreigestirn wird man dankbarer und demütiger.“

In der besonders langen Session haben die Drei etwas mehr Zeit für ihr Privatleben. „Ich fahre meist am Sonntagabend noch nach Hause. Mit der Arbeit am freien Montag klappt es aber nur eingeschränkt. Man muss zunächst einmal einfach nur durchatmen. Aber meist bin ich dann am Dienstagvormittag noch im Büro. Am Freitag starten wir oft spät, da gehe ich morgens zunächst baden und dann arbeiten“, berichtet der Prinz.

Empfang in Solingen

Beim Bauern wird der freie Montag gerne auch für Unternehmungen mit der Familie genutzt. „Am Mittag geht es dann ins Büro, um zu schauen, ob alles läuft. Wir sind aber als Unternehmer auch sonst immer gut mit dem Büro vernetzt.“ Jungfrau Catharina zieht es am Montagmorgen ins heimische Solingen. „Ich habe in der Firma aber 50 Mitarbeiter, die einen guten Job machen und auf die ich mich verlassen kann. Außerdem unterstützt mich mein Vater im Unternehmen“, sagt Markus, der in dieser Woche in der Hofburg den Solinger Oberbürgermeister und das Prinzenpaar der Klingenstadt empfängt.

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