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Das Archivfoto zeigt die Höppemötzjer im Jahr 2012

Narrengilde trennt sich von Höppemötzjern und kooperiert mit „Kölsche Stäänefleejer“

Köln | Alles Neu macht bei den Kölschen Tanzgruppen nicht der Mai sondern passiert noch im April. Die Kölsche Narrengilde hat sich nach Jahrzehnten von der Tanzgruppe „De Höppemötzjer“ getrennt und kooperiert in Zukunft mit der neu gegründeten Gruppe „Kölsche Stäänefleejer“. Gegründet und trainiert von Cassia Kürten-Kuckelkorn. Die KG Alt-Köllen vun 1883 trennte sich von Cassia Kürten-Kuckelkorn, die lange Jahre die Kölschen Harlequins betreute und seit der Gründung im März 2010 leitete.

Der Literat Stephan Degueldre der KG Alt-Köllen vun 1883 erklärte auf Nachfrage dieser Internetzeitung, dass die Gesellschaft sich von Cassia Kürten-Kuckelkorn trennte, die das bestätigte und von Differenzen mit dem Vorstand spricht. Und auf der Homepage der Kölschen Harlequins wird das Thema Gruppenleitung „zurzeit überarbeitet“. Die Tanzgruppen werden aber weitermachen und auch eine neue Leitung ist für beide Gruppen gefunden. Dies werden Peter Pick und Stephie Hilger sein. Cassia Kürten-Kuckelkorn war an der Gründung der beiden Gruppen intensiv beteiligt und zeichnete 2010 auch für die Entwicklung der Kostüme mit verantwortlich.

De Höppemötzjer und Narrengilde gehen getrennte Wege

Stefan Rieck, der 1. Vorsitzende der Höppemötzjer, erklärte gegenüber report-K, dass die Tanzgruppe von der Entscheidung der Kölschen Narrengilde überrascht wurde. Man sei nicht über die neue Kooperation mit den „Kölsche Stäänefleejer“ durch die Gesellschaft informiert worden. Man wünsche der Kölschen Narrengilde aber viel Glück. Man sei eigenständig und auch finanziell unabhängig, so Rieck, Namen und Kostüme der Tanzgruppe urheberrechtlich geschützt. Die Kölsche Narrengilde und „De Höppemötzjer“ verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Die Tanzgruppe geht in der Session 2019 in ihr 50zigstes Jahr. Rieck ist sich sicher, dass die Jubiläumssession großartig werde und die nächsten 50 Jahre der Höppemötzjer einläuten werde. Er habe auch schon die ersten Anfragen anderer Gesellschaften erhalten, die mit den Höppemötzjern kooperieren wollten, aber man wolle zunächst alleine weitermachen. Treu bleiben die Höppemötzjer ihrer Agentur alaaaf.

Kölsche Narrengilde wollte zwei Tanzgruppen

Uwe Maedchen, der Sprecher der Kölschen Narrengilde sieht die Trennung von den Höppemötzjer aus einem anderen Blickwinkel und sagte dieser Internetzeitung, dass es schon länger zwischen den Vorständen der beiden Vereine kriselte und der Streit im September 2017 eskaliert sei. Es habe, so Mädchen, sogar eine Abstimmung unter den aktiven Höppemötzjern letztes Jahr gegeben, ob man bei der Kölschen Narrengilde bleiben wolle oder diese verlassen. Das Ergebnis sei mit 16 für das Bleiben gegen 14, die gehen wollten, denkbar knapp ausgefallen. Daher wollte die Kölsche Narrengilde, so deren Sprecher, eine zweite Gruppe neben den Höppemötzjern aufbauen. Es sei also nicht geplant gewesen sich von den Höppemötzjern zu trennen. Allerdings sei das Logo der „Kölsche Stäänefleejer“, die erst, so Maedchen, am Gründonnerstag ihre Gründung beim Notar vollzogen hätten, bereits am Dienstag bereits durch einen dummen Zufall veröffentlicht worden und dies habe sich atmosphärisch negativ ausgewirkt. Bei der Kölschen Narrengilde spricht Maedchen davon, dass dies für die Atmosphäre nicht zuträglich gewesen sei.

„Kölsche Stäänefleejer“ wollen selbstständig sein und bleiben

Die „Kölsche Stäänefleejer“ werden ein eigenständiger Verein, so Gründerin Cassia Kürten-Kuckelkorn. Es habe sich durch Zufall und spontan ergeben, dass man mit der Kölschen Narrengilde kooperieren konnte. Die „Kölsche Stäänefleejer“ sollen aus zwei Gruppen bestehen, einer Kinder- und Jugendtanzgruppe, die schon voll ist und einer Tanzgruppe für die jungen Erwachsenen. Alles ist noch sehr frisch, wenige Tage nach der Gründung. An den Kostümen werde gearbeitet und sie werden auf jeden Fall die Farbe Magenta aufnehmen, da sind sich Kürten-Kuckelkorn und Kölsche Narrengilde einig, um die Verbundenheit zwischen den beiden Vereinen zu dokumentieren. Zu ihrer Demission bei den Kölschen Harlequins sagt Kürten-Kuckelkorn, dass dies nach einer schweren Session, die aber von Erfolg gekrönt gewesen sei, erfolgte. „Wir hatten sportliche Erfolge, auf die ich meinen Fokus legte und nicht so sehr auf die Befindlichkeiten im Vorstand“, erklärte Kürten-Kuckelkorn dieser Internetzeitung. Viele hätten dies anerkannt und die Gruppe sei noch nie so gut angekommen. Den Namen für die neue Gruppe habe sie bereits seit langem im Kopf, so Kuckelkorn. Auch bei dieser Gruppe stehe das Tanzen wieder im Vordergrund und es werden noch Tänzerinnen und Tänzer gesucht. Es soll auch noch ein Probetraining geben. Auf die Bühne sollen in der kommenden Session zunächst vor allem die Kinder und Jugendlichen, vielleicht auch gemeinsam mit den ersten Großen, zeigt sich Kürten-Kuckelkorn realistisch. Zu den Kostümen sei die Gruppe mit einer Kostümdesignerin im Gespräch. „Die Höppemötzjer schätze und achte ich sehr“, stellt Kürten-Kuckelkorn fest und betont dies ganz besonders.

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