Köln Nachrichten Kölner Karneval

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Köln hat ein Dreigestirn 2020: Den Kölner Prinz Karneval Christian II, Christian Krath, der Kölner Bauer Frank, Frank Breuer und die Kölner Jungfrau Griet, Ralf Schumacher.

Prinzenproklamation 2020 am Veedelsbüdchen mit Dudelsack spielendem Prinz

Köln | Livebericht | Köln proklamiert sein Dreigestirn 2020 und startet passend zum Sessionsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel“ mit Büdchen mitten auf der Gürzenichbühne. Durch das Programm führen Festkomiteepräsident Christoph Kuckelkorn und WDR-Moderatorin Bettina Böttinger. Das Dreigestirn ist schon im Gürzenich und fiebert jetzt kurz vor 8 dem großen Auftritt entgegen. Die Prinzenproklamation 2020 startet mit „En unserem Veedel“, performt von den Bläck Fööss mit Bömmel, dem KVB-Orchester und Sänger des Jugendchor St. Stephan. Im Livebericht von report-K verfolgen Sie den Abend in Bildern und was auf der Bühne aktuell passiert. Seit 22:15:37 Uhr hat Köln ein proklamiertes und damit im Amt befindliches Dreigestirn 2020: Den Kölner Prinz Karneval Christian II, Christian Krath, der Kölner Bauer Frank, Frank Breuer und die Kölner Jungfrau Griet, Ralf Schumacher vom Reiterkorps Jan von Werth.

Fotostrecke: Die Prinzenproklamation 2020 >

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Bläck Fööss, Jugendchor St. Stephan und die Moderatorin Bettina Böttinger und Festkomiteepräsident Christoph Kuckelkorn.

Bettina Böttinger spricht von einem erhebenden Gefühl die Prinzenproklamation zum ersten Mal moderieren zu dürfen. Nach der Vorstellung der vielen Ehrengäste, siehe Liste im Infokasten am Ende des Liveberichts, gab Achnes Kasulke die Eisbrecherin mit einer frechen Rede und freute sich ganz besonders über das Herz mit Achnesveedel. Achnes Kasulke vertritt die Type der Putzfrau aus dem Rathaus und witzelte: „Wenn Du kein Kölsch kannst musst Du putzen, wenn Du Kölsch kannst wirst Du Oberbürgermeisterin“. Kasulke würdigte die Powerfrauen, wie EZB-Chefin Lagarde, Ursula von der Leyen als neue Präsidentin der Europäischen Kommission, AKK als Verteidigungsministerin und Merkel mit der Raute. Mit dem Spruch „Lieber eine Kanzlerin die zittert, als ein Präsident der twittert“ hatte Kasulke die Lacher auf Ihrer Seite und das Eis endgültig gebrochen.

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Achnes Kasulke putzt die Bühne im Gürzenich

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Die Band "Stadtrand" mit dem Titel "Original"

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Volker Weininger als Sitzungspräsident

Das Intro läuft

Bettina Böttinger nahm Bezug auf die Diskussion um den WDR-Kinderchor und deren Aufführung des Liedes „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“. Sie lebe in der Kölner Südstadt und fahre einen SUV. „Umweltsau“ sei OK, aber nicht „Oma“. Aber die Gäste im großen Saal des Gürzenich waren auch unterwegs mit Reporter und Comedian Marc Metzger. Der sendete aus der Ubierschänke in der Südstadt und präsentierte Wilfried Schmickler mit Schweinenase in einer schwer verständlichen Performance. Die junge Band „Stadtrand“ spielte ihren Hit „Original“, bevor Volker Weininger ein wenig die Traditionskarnevalisten, Kölschen und die städtische Verwaltung als Sitzungspräsident foppte. Wie schon Achnes Kasulke machte auch Weininger Witze über die Promis im Saal, wie Alice Schwarzer oder Toni Schumacher, den er ehemaliger Vizepräsident des größten Karnevalsvereins der Stadt nannte. Für Volker Weininger gab es die ersten Standing Ovations.

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Bettina Böttinger und Christoph Kuckelkorn moderieren

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Live Schalte in eine Kneipe in der Kölner Altstadt Nord

Kuckelkorn forderte von der Kölner Stadtverwaltung mehr Veedel statt der bisher 86 Verwaltungs-Veedel. Als Beispiel nannte der die Altstadt-Nord, mit der die Kölschen nicht so viel Emotionen verbinden, wie etwa mit den Miniveedeln Eigelstein, Kunibertsviertel oder Martinsviertel. Dahin ging die zweite Live-Schalte zum rasenden Reporter Marc Metzger in einer Kneipe in der Kölner Altstadt-Nord. Dort gab es Spinat mit Ei nur zum Anschauen. Ehrengardisten sammelten sich um die Theke und Jörg P. Weber intonierte auf seiner Flitsch "Rut un Wieß". Und es ist kaum zu fassen: Die Ehrengardisten sind textfest.

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Pläsier mit "Ehrefeld"

Von der Altstadt Nord zurück in den Gürzenich, wo "Pläsier" nach Ehrenfeld entführte. Das Veedel mit dem größten Hipfaktor derzeit in Köln. Rund um die Körnerstraße ist Urban Living des neuen Jahrtausends in Köln.

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Flitsch-Virtuose Jörg P. Weber

Jörg P. Weber beamte sich aus der Kneipe in der Altstadt-Nord mitten auf die Gürzenichbühne und hielt eine flammende Rede für die Kölsche Sprache, die kein Dialekt, sondern eine Sprache sei. Und mit "Der letzte Wagen..." jazzte er sich ins Schunkeln der Karnevalisten im Gürzenich und mit "Kölsche Jung" stellten sich bei denen die Häärchen auf. Ein Mann, eine Flitsch und ein Saal von mehr als 1.000 Menschen auf einer emotionalen Wellenlänge. Der erste echte Höhepunkt der Proklamation 2020, ehrlich und große Kunst. Die Proklamation hat mittlerweile mehr als 30 Minuten Verzögerung.

Marc Metzger ist in der dritten Live-Schalte jetzt im Goldenen Kappes in Nippes, wo die Appelsinefunke an der Theke stehen und die Marie der Nippeser Bürgerwehr im Beichtstuhl. Das immer noch designierte Kölner Dreigestirn muss sich immer noch in Geduld üben, aber bei denen dürfte langsam die Nervosität steigen. Aktuell heizen die Paveier den Gästen ein mit "Sieben Nächte lang in Amsterdam". Drei weitere Songs performten die Straßenpflasterer "Nie mehr Alkohol", "Heimat es" und "Leev Marie". Vor dem Song "Heimat" appellierte der Sänger von den "Paveiern" Sven Welter für ein weltoffenes Köln und dass der Begriff "Heimat" nicht von Rechten okkupiert werden dürfe.

Jetzt sind es nur noch Minuten, dann hat Köln ein neues Dreigestirn. Das dauerte allerdings fast eine Stunde bis die drei kölschen Oberjecken in spe die Bühne erreichten. Zunächst begann der Einmarsch mit den Fidelen Kölschen, dann den Plaggeköpp, den Fahnen und Fahnenträgern aller dem Festkomitee Kölner Karneval angeschlossenen Karnevalsgesellschaften. Und dann dauerte es eine gefühlte Ewigkeit bis die Hauptpersonen des heutigen Abends die rund 100 Meter absolviert hatten. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte zur Proklamation des Kölner Dreigestirns 2020: „Et Hätz schleiht em Veedel“ – un hügg Ovend schleiht et besonders laut in de Ennestadt – he im Göözenich.  Mir sin all voll Vörfreud op de Session, die vür uns litt.De Veedel en Kölle sin jet ganz besonderes. Su wie dä Dom, uns Kölsch, dä Fastelovend, un de kölsche Sproch. Uns designeet Dreigesteen sull de Veedel vun Kölle durch de diesjöhrige Session rejiere. Mir es et janz wichtig, dat ihr Drei dobei de Veedelskultur unger dat jecke Volk brängt. Im Veedel jon mer hätzlich miteinander öm. Mir sin uns noh, mir tredde förenander in, un bei uns heeß et ald immer: mer halde zesamme, ejal wat och passeet!! Leev designeet Dreigesteen, üür Fastelovendsgesellschaft „Jan vun Wääth“ kütt us einem vun de urspünglichste Veedel vun Kölle: dem Vringsveedel."

Der Einmarsch

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Jungfrau Griet beim Bad in der Menge

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Mit seiner Größe und Federbusch überragte Bauer Frank alle im Gürzenich

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Prinz Smile beim Einmarsch im Hintergrund Schauspielerin Sabine Postel

Prinz Karneval Christian II. betonte in seiner Rede den Zusammenhalt und die Wirkung eines Lachens auf unser Gegenüber. In mehreren Sprachen, beginnend mit Englisch und endend mit Italienisch "a smile you will understand in every language" warb Christian II. für ein harmonisches Miteinander und dass ein Lachen in jeder Sprache verstanden würde. Dafür gab es viel Applaus. Zudem forderte er die Jecken in allen Veedeln auf – egal wo sie herkommen – miteinander zu feiern und zu schunkeln. Und dann rief der Gürzenich so laut "Alaaf", dass es in jedem Veedel zu hören war. Der staatseste kölsche Bauer Frank, den Köln seit langem auf die Bühne brachte, stellte fest, dass der Gang auf die Bühne ruhig noch länger sein hätte können. Jungfrau Griet verriet, dass dies ihre erste Proklamation sei. Also Premiere und gleich in die Poleposition 3. Und mit dem Rennfahrernachnamen sei es wohl klar von 0 auf 100 zu starten und versprach das Rennen ihres Lebens bei über 400 Runden auf Kölns Straßen und Sälen. Das Dreigestirn, so Griet, freue sich auf jede einzelne Runde. Und dann gab es den neuen Dreigestirn-Song nach zuvor schon einigen kleinen Gesangseinlagen Wie "Veedel". Jetzt sitzt das Kölner Trifolium 2020 auf ihren Thronsesseln und lauscht den Bläck Fööss, die unter anderem Bickendorfer Büdchen spielten. Bei "Du bes die Stadt" spielte Prinz Christian II Dudelsack und die Fööss sagten: "Meine Damen und Herren, der Prinz". Herrlich. Jan von Werther, die die Szene sahen, kommentierten: So kennen wir ihn.

Nach den Bläck Fööss das nächste Highlight, denn jetzt war Party im Gürzenich angesagt mit den Höhnern. Die starteten mit "Wir halten die Welt an", "Anna von Havanna", "Hey Kölle", "Schenk mir dein Herz" und "Viva Colonia". Bei "Anna von Havanna" erklärten die Höhner, dass sie sich auf ihre Kubareise mit den Roten Funken beziehen.

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Die Prinzenproklamation geht den Höhnern ans Herz

Das Reiterkorps Jan von Werth ist auf der Bühne mit ihrem Jan und Griet Paar 2020 Dirk und Jackie Kenntner. Die gratulierten dem frisch proklamierten Kölner Dreigestirn zum gelungenen Auftritt.

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Das Jan und Griet Paar 2020 Dirk und Jackie Kenntner

Mit Brings endete die Prinzenproklamation 2020.

Die Gäste der Kölner Prinzenproklamation 2020: Henriette Reker: Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Dr. Stephan Keller: Stadtdirektor, Yvonne Gebauer: Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Peter Biesenbach: Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser: Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Uwe Jacob: Polizeipräsident Köln, Jürgen Mathies: Staatssekretär Innenministerium, Werner Görg: Präsident IHK Köln, Catherrine Leclery, Lutz Marmor: Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Birgit Meyer: Kölner Opernintendantin, Ralph Morgenstern: Moderator und Schauspieler, Ute-Henriette Ohoven, Sabine Postelt: Schauspielerin, Ralf Richter: Schauspieler, Richard Rogler: Kabarettist, Alice Schwarzer, Harry Wijnvoord: Moderator, Dr. Jörg Zajonc: Geschäftsführer RTL WEST, Toni Schumacher, Dr. Werner Wolf: Präsident 1. FC Köln, Alexander Wehrle: Geschäftsführer 1. FC Köln, Franz Josef Wernze: Victoria Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki: Erzbischof von Köln, Markus Ritterbach: Ehrenpräsident des Festkomitees Kölner Karneval, Dr. Jürgen Roters: ehem. Oberbürgermeister der Stadt Köln und Ehrenmitglied des Festkomitees Kölner Karneval, Dr. Fritz Schramma: ehem. Oberbürgermeister der Stadt Köln und Ehrenmitglied des Festkomitees Kölner Karneval (601/5+7), Kölner Dreigestirn der Session 2019: Marc Michelske), Markus Mayer, Michael Everwand.

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