Köln Nachrichten Kölner Karneval

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Gut gelungen ist die Umsetzung zu den Problemen mit den Rheinbrücken: Der Lösungsvorschlag der Karnevalisten - Einsatz für das Müllemer Böötche

Rosenmontagszugentwürfe 2013: Plakativ und boulevardesk - Merkel und die Ferkel

Köln | Christoph Kuckelkorn, Leiter des Kölner Rosenmontagszuges, stellte im Rautenstrauch Joest Museum die Entwürfe für den Rosenmontagszug 2013 vor. Wichtigste Neuerung ist, dass man zu Beginn mit einer großen Sambagruppe von über 160 Musikern beginnen wird und deren Sambasound über den gesamten Zug immer wieder zu hören sein soll. Die Persiflagewagen sind einfach,  plakativ und boulevardesk gestaltet und leicht zu konsumieren. Auch die Themenwahl nicht ungewöhnlich, dafür eher überraschend das die bevorstehende Bundestagswahl keine Rolle spielt.
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Das Festkomitee Kölner Karneval gab heute fünf Entwürfe zur Veröffentlichung frei - Report-k.de zeigt sie in seiner Galerie >
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Aus Merkel wird Ferkel

Nackte Pappmachee-Haut findet man in diesem Jahr wenig. Bundeskanzlerin Merkel wird zu europäischen Muttersau, die die Ferkel Italien, Griechenland, Portugal und Spanien nährt. Im Futtertrog liegen die deutschen Goldreserven, ein Wunschbrunnen ist versiegt und Deutschland ein Stall. Daneben gibt es nur ein weiteres bundespolitisches Thema, das Betreuungsgeld und das im Jahr des Bundestagswahlkampf. Auch NRW-Themen sucht man vergebens, denn das Thema Schweiz und Steuer CD, wo man zwar NRW Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans ein vergängliches Denkmal setzt, ist eigentlich schon ein internationales Stück. Motto: Auf der Alm da gibt’s koa Sünd, das eine Kuh zeigt die vorne deutschen Euros frisst und hinten CD-Rom´s verdaut absondert.  Weitere internationale Themen sind ein Putin-Wagen mit der Forderung „Free Pussy Riot“ und ein Depardieu, den man aktuell noch Putin anbetend eingefügt hat, extremistische „Knallköpp“ jeder Richtung die am Pulverfass zündeln, China´s neuer Präsident „Ping“ mit dem beliebten kölschen Wort als Namen oder die Fortschreibung der Geschichte der Menschheit als Genesis II mit Weiterleben auf dem Mars, wenn die Erde endgültig vermüllt ist. Gut gelungen ist die Auseinandersetzung mit dem Friedensnobelpreis an die Europäische Union. Hier sitzt eine Friedenstaube auf gepackten Kisten von europäischen Waffenexporteuren. Auch das dritte Welt Motiv, wo ein dicker Hamburger essender Europäer, den Armen unter seinem dicken Bauch nicht mehr sieht, ist gelungen.

Großgruppe zu Beginn

Kuckelkorn modelt den Zug vor allem an der Spitze komplett um. Der Prinz kommt auch 2013 als Letzter und Höhepunkt. An der Spitze wird es eine riesige Gruppe aus mehreren Karnevalsgesellschaften geben, darunter die Fidelen Fordler, Alt Lindenthal, Rocholomäus und Unger Uns. Dazu gesellt sich rund um den Zugleiterwagen eine 160 köpfige Megasambagruppe vieler kölscher Sambagruppen und einiger aus Deutschland. Deren Musik wird elektronisch und per Funk auf vier Wagen im Zug übertragen, so dass der Sambabeat immer wieder druckvoll aus dem Zug dringen soll. Dies sei technisch sehr aufwendig und eine Herausforderung so Kuckelkorn. Diese große Sambagruppe werde traditionelle brasilianische Sambastücke und Kölsche Tön interpretieren. Die neue Themenabfolge der Persiflage-Wagen soll sein: Motto und Kölner Themen, dann Rio, Deutschland und internationale Themen.
Die Persiflagewagen, die die Mottogruppe begleiten haben etwa den Umbau in Rio und Köln zum Thema. Dieser Wagen ist etwas Besonderes, weil dort Menschen Veränderungen vornehmen werden und statt Pappmacheefiguren etwa Bilder austauschen. Etwas was man im Schull- und Veedelszug schon beobachten konnte. Die Akteure werden als Bauarbeiter verkleidet Kölner und Rio-Motive tauschen. Der Zugleiterwagen selbst steht für das Miteinander von Menschen. Die Karnevalisten fühlen sich in der Ausübung ihres ehrenamtlichen Engagements für das Kulturgut von der Gema, dem Finanzamt, der Künstlersozialkasse und der Stadt durch Sondernutzungsgebühren gegängelt. Adrian Spielbauer und Lilly Seibel, die Jugendlichen, die schon Wagen gestaltet haben, verbinden Köln und Rio mittels Seilbahn, die ja auch in beiden Städten genutzt werden kann. Kuckelkorn erinnerte an das Kölner Unternehmen Pohlig, dass am Bau der erste Seilbahn auf den Zuckerhut mitgemischt hatte.

Ritterbach, Schumacher und Spinner pflanzen Hennes goldenes Herz ein

Die Kölner Themen überraschen von der inhaltlichen Setzung nicht unbedingt. Die studentische Wohnungsnot wird aufgegriffen, brasilianische Flip Flops modellieren die Domfassade nach, der Dom wird als „Weltkulturerbe Baugerüst“ gezeigt und Haushaltsexperte Roters ist Croupier im neuen Kölner Casino, wenn es denn überhaupt kommt. Gut gelungen, weil es auch eine Verbindung in den Karneval gibt, ist die Auseinandersetzung mit den Brückenschäden. Der Lösungsvorschlag der Karnevalisten lautet: Das Müllemer Böötche einsetzen. Den FC-Wagen könnten böse Zungen als Eigenwerbung des Festkomiteepräsidenten Markus Ritterbach interpretieren. Denn der ist im Zweitamt ja auch beim FC engagiert. Ritterbach wird also gleich zweimal im Zug zu sehen sein, einmal als Pappmacheefigur und einmal real. Der FC Präsident Spinner und seine beiden Vizes Schumacher und Ritterbach pflanzen dem auf einem OP Tisch liegenden Bock Hennes ein goldenes Herz ein. Dahinter stehen alle Veränderungen die man mit dem FC erreichen will. Auch in der Brasiliengruppe wird es einen, dem Fußball huldigenden Wagen geben, der Riowagen lädt zum Weltjugendtag, Fußball WM und Olympia und die Roten Funken werden einen kölschen Jeck und eine Sambatänzerin, die am gleichen Fastelovendsblootstropf hängen mitführen.

Ein wenig frei schweben die Wagen zum Berliner Hauptstadtflughafen auf dem die Geissen´s nicht landen können, der Jugendwagen und der Wagen zur Energiewende, wo aus der „Rheinenergie“ plötzlich „Beinenergie“ wird und der Vater radelt, damit die Familie Strom hat.
Der Zug so Kuckelkorn ist inspiriert von seinem Besuch im Sambadrom in Rio im vergangenen Jahr. Dort hat er viele Parallelen, aber auch Unterschiede zwischen dem kölschen Fasteleer und Carneval in Rio gesehen. Beeindruckt habe ihn, dass auch in Rio Themen wie Inklusion eine Rolle spielen.

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