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Rundgang durch die jecken Säle am 26.1.: Berliner Prinz zu Gast in Köln

Köln | In den Sälen der Stadt wurde am Freitagabend wieder mächtig gefeiert und auch so manch weitgereister Gast fand den Weg zum kölschen Karneval. Dazu zählt mit Prinz Frank I. und seiner Prinzessin Claudia auch Prinzenpaar aus der Bundeshauptstadt, das bei der Großen Allgemeinen in den großen Saal des Sartory einzog. „In Köln ist alles prachtvoller und größer als bei uns in Berlin. Wenn bei uns 500 Leute zu Veranstaltungen kommen ist das viel, hier sind es heute Abend 1300 Jecken“, sagt der Mann, der stolz den schwarzen Bären auf der Brust trägt und der privat schon öfters am Rhein Karneval gefeiert hat. Ebenfalls im Saal war das Prinzenpaar aus Eupen.

Mit dem Altstädter Franz Buchholz steht der Prinz aus dem Jahr 2001 im Elferrat des Handelvertreterverbands Köln Bonn Aachen, der im Ostermannsaal zu seiner Kostümsitzung lud. „Das ist unsere 49. Sitzung, nächstes Jahr können wir das Jubiläum feiern“, sagt Buchholz stolz, der sichtlich Spaß an seiner Aufgabe hat. Dass aktuelle Dreigestirn erhält von ihm nur Lob: „Wichtig ist, dass man in dieser Funktion sich nicht verstellt, sondern ehrlich und authentisch rüberkommt und das schaffen die Drei. Ich finde es auch gut, dass sie sich für einen guten Zweck einsetzen“, erklärt Buchholz.

Seit mehr als 20 Jahren ausverkauft ist die Kölsche Milljöhsitzung der KG Paragraphenreiter, zu der  sich Mitarbeiter der Finanzverwaltung und Steuerberater zusammengeschlossen haben. „Ihre Ursprünge hat die KG im Jahr 1923. Seit 1990 trägt sie den jetzigen Namen“, sagt Literat Dieter Mummert, der kurz vor der Pause im Congress-Saal kurzzeitig Sorgen um seinen nächsten Künstler hat. Denn Blom un Blömcher kommen auf die letzte Sekunde und Sitzungspräsident Hubert Koch muss das Miniloch überbrücken. Zeitgleich verwandelt sich dabei im Foyer der eine Künstler für die Bühne, während sein Vorgänger sich wieder winterfest für die Tour zum nächsten Saal macht.

Bei der Kölner Narren-Zunft hat die Erkältungswelle ordentlich zugeschlagen, so dass bei der Kostümsitzung im Kristallsaal sowohl Bannerhär Thomas Brauckmann als auch sein Vize ausgefallen sind. Ersatz hat man im Prinzen von 2002, Michael Pohl, der die mit 1500 Jecken ausverkaufte Sitzung leitet. „Dafür sind alle Künstler, die wir gebucht haben da“, sagt Saalmeister Georg Brauckmann auch mit Blick auf den erkrankten Hausmann Jürgen Beckers, der bei manch anderer Gesellschaft ersetzt werden musste.

Groß gefeiert wird traditionell auch beim Kosiba im Theater am Tanzbrunnen, dem Kostümsitzungsball der Kölnischen. „Die Stimmung im Saal ist in diesem Jahr großartig. Vor allem die Klüngelköpp und die Bengels sind bislang super beim Publikum angekommen“, freut sich Pressesprecher Wolfgang Baldes, der als stolzer römischer Centurio sogar mit einem robusten Brustpanzer aus Metall und wehendem roten Umhang unterwegs ist.

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