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Die Cheerleader des 1. FC Köln beim Vorstellabend im Hotel Maritim

Stammtisch Kölner Karnevalisten: Altmeister glänzen mit Star Wars und Weihnachtsrede

Köln | Es war ein Abend der Superlative beim Vorstellabend des Stammtischs Kölner Karnevalisten. Nicht weniger als 22 Acts stellten sich dem Urteil der mehr als 1.200 Zuschauer im Maritim-Hotel. Und einer stellte dabei einen denkwürdigen Rekord auf: Hannes Blum, der Kopf von Blom un Blömcher, stand ununterbrochen zum 44. Mal auf der Vorstellabend-Bühne des Stammtischs.

Drei Tanzgruppen traten im Doppel auf – in der Kinder- wie in der Großen-Version: Die Kammerkätzchen und Kammerdiener, die Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen und die Höppemötzjer, die den stärksten Eindruck hinterließen. Daran konnten auch die wie immer energiegeladene Tänze der Rheinveilchen nichts ändern.  Auch die Cheerleader des 1. FC Köln ließen kaum Weiterentwicklung erkennen. Für eine Überraschung sorgten die Domstädter in neuen Kostümen – optisch wie musikalisch sehr gelungen. Knubbelefutz un Schmalbedaach ziehen wie immer die leiseren Register. Christian Pape bekam für seine Gags und einen Holzschuh-Tanz sehr viel Beifall. De Neppeser bedienen wie stets den Geschmack des Kneipen- und Veedelskarnevals. Engel Hettwich, der Jumbo unter den Engeln, brachte frische Witze über die Geissens.

De Huusmeister vum Bundesdaach nahmen wie gehabt die Bundespolitik auf die Schippe. Kölschraum überzeugte mit klarem Sound, markanter Stimme des Frontmans und drei guten Liedern. Dä Tuppes vum Land ist weiterhin der einzige Reimredner mit Format im Kölner Karneval – für ihn gab es Standing Ovations. Blom un Blöcher lassen sich seit 44 Jahren immer Neues zu ihrem Dauerthema „Scheissejal“ einfallen – dieses Jahr mal wieder äußerst gekonnt, mit Star Wars-Motiven zum neuen Karnevalsmotto „Zokunf – mer spinxe wat kütt“ – Standing Ovations. Danach hätten es die 2 Schlawiner schwer, dachte man. Sie überraschten aber alle mit einem Auszug aus ihrem lustigem Kölschen Weihnachtsprogramm und ernteten dafür stehenden Applaus. Die Ratsherren aus Unkel eröffneten mit vielen musikalischen Gags die zweite Abteilung.

Comedian Knacki Deuser kam in einem blau-gelben Outfit – „in der F.D.P.-Kleiderkammer zum Schnäppchenpreis gekauft“. Genial wie im letzten Jahr ist seine Tanzeinlage, mit der er abräumt. De Krageknöpp haben außer dem Namen der früheren Kölschband nicht viel Aufsehen erregendes zu bieten. Ne Hausmann ließ wie immer einen Gag nach dem anderen raus – sehr viel Beifall.

Zieht man eine Bilanz der vergangen sechs Vorstellabende, so sind nur drei überzeugende neue Acts hängen geblieben: Die Redner De Frau Kühne von der Kajuja und Wolfgang Trepper  vom KKK sowie die Band CABB – Club für Anonyme und Bekennende Bekloppte. Daneben gab es gute Standardqualität von Bands, bekannten Rednern und Tanzgruppen. Das Knallbonbon kam aber vom Stammtisch Kölner Karnevalisten von zwei Veteranen: Blom un Blömcher sowie Die 2 Schlawiner.

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