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Synagoge an der Roonstraße © Patrick Koch

Jüdische Kulturtage in Köln und dem Rheinland

Köln | Von 28. März bis 14. April finden die Jüdischen Kulturtage im Rheinland und im Ruhrgebiet statt. Anlässlich dessen gibt es unter dem Motto „Zuhause-Jüdisch.Heute.Hier“ ein zweiwöchiges Programm in Köln und der Region. Präsentiert werden klassische Musik und Theater. Die Synagogen-Gemeinde Köln veranstaltet Begegnungsprojekte, die den Austausch zwischen den Menschen fördern sollen. Es wird unter anderem eine Führung durch die Kölner Synagoge angeboten.

Seit 2001 veranstaltet der „Landesverband der Jüdischen Gemeinden im Nordrhein“ (LVNR) die jüdischen Kulturtage. Letztes Mal fand das Festival unter dem Motto „Angekommen“ statt. Daran anknüpfend wird das Fest dieses Jahr mit dem Slogan „Zuhause-Jüdisch.Heute.Hier“ gefeiert. Die Gemeinde möchte damit zeigen, „dass jüdische Kultur heute in Nordrhein-Westfalen lebt, modern und vielfältig ist.“

Das Programm erstreckt sich über die Städte Aachen, Bonn, Duisburg, Düsseldorf, Eitorf, Essen, Kreis Kleve, Krefeld, Köln, Leverkusen, Mönchengladbach, Neuss, Rödingen, Solingen und Wuppertal.

Künstlerinnen und Künstler aus Nordrhein-Westfalen

Dabei habe man in Köln explizit jüdische Künstlerinnen und Künstler aus Nordrhein-Westfalen ins Programm genommen. Dazu zählen unter anderem die Konzerte mit dem Pianisten Alexander Zolotarev, Dozent an der Musikhochschule Köln, oder das Yachad Chamber Orchestra. Dieses gründete der in Bergisch Gladbach lebende Pianisten Dr. Roman Salyutov.

Des Weiteren umfasst das Programm Theaterstücke, Filme, Lesungen und Kunst aus dem Kölner Umland. Besonders wichtig sind den Veranstaltern die Programmpunkte mit anschließenden Gesprächen: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Projekte gut angenommen werden und erfolgreich sind.“

Programmpunkte um Jacques Offenbach

Die Musik und das Leben des gebürtigen Kölner Komponisten Jacques Offenbach, sowie sein Vater Isaac, widmet das Festival, wie auch die Stadt Köln, seine besondere Aufmerksamkeit. Es ist das Jahr in dem Offenbach seinen 200. Geburtstag hätte feiern können und dies will die jüdische Gemeinde besonders würdigen. Deshalb begleitet die „Kölner Offenbach-Gesellschaft“ das Festival mit einigen Programmpunkten. Sie bietet ebenfalls Konzerte, Lesungen und Diskussionen zu seinem Leben und Werk an.

Kaum ein Angebot für junge Menschen

„Dieses Jahr haben wir in Köln leider wenig für junge Menschen im Programm“, sagte Koordinatorin Ruth Schulhof-Walter. Man wollte sich auf Künstlerinnen und Künstler aus dem Rheinland beschränken, da sei aber „das Potenzial sehr gering.“ Rockkonzerte, Partys oder Kindertheater wird es in Köln nicht geben.

Wer nach einem Programm für Jugendliche oder Kinder sucht muss auf das Umland ausweichen. In Düsseldorf finden zum Beispiel eine Party zur Verabschiedung des "Schabbat", moderne Filmpräsentationen oder ein Jugend- beziehungsweise Kindertheater statt.

Erhöhtes Sicherheitsbewusstsein in der Synagoge

Die Veranstalter wünschen sich „vielfältige Kulturtage" rund um das Rheinland, "mit möglichst vielen Teilnehmern". "Oft haben die Menschen ein Problem mit den Sicherheitsbestimmungen innerhalb der Kölner Synagoge", befand Schulhof-Walter.

Karten können bei „Kölnticket“ Karten bestellt werden. Zusätzlich muss ein Formular bestätigt werden, um teilnehmen zu können. Der Zugang zum Gebäude erfolgt durch eine Sicherheitschläuse.

Nähere Informationen zum Programm gibt es auf der Internetseite „juedische-kulturtage.de

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