Bühne

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Interview mit dem Intendanten des Theaters der Keller, Heinz Simon Keller

Wie erleben Sie die aktuelle Situation im zweiten Lockdown?

Heinz Simon Keller: Ich bedauere es sehr, dass wir auch unter strengen Auflagen, wie dem massiv reduzierten Publikum und unserem Hygienekonzept, nicht spielen dürfen. In der Schweiz ist das möglich. Da geht man föderal vor und entscheidet von Kanton zu Kanton. Es wäre gut, wenn man auch hier bei den Entscheidungen mehr differenzieren würde. Die nach wie vor hohen Zahlen jetzt einen Monat nach dem Start des zweiten Lockdowns zeigen, dass es nicht die Theater, Kinos, Konzerte und Museen sind, die das Infektionsgeschehen antreiben. Dafür gibt es andere Gründe. Aber wir nehmen die Entscheidung hin, auch wenn das mental sehr schwierig ist. Wir müssen planen und wissen gleichzeitig nicht, wie es weiter geht. Das drückt aufs Gemüt. Ich hoffe sehr, dass sich das Ganze jetzt mit dem Impfstoff beruhigt, denn es geht um unsere Existenz und um unsere Identität.

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„Für mich geht es bei der Kultur ums geistige Überleben in einer sehr bedrückenden Zeit“

Wie erleben Sie im Moment Köln im zweiten Lockdown?

Alexandra Franziska Kassen: Wenn ich abends das Theater verlasse, ist die Altstadt komplett tot. Wir haben extra Plakate entworfen, um von unserem Publikum mehr Unterstützung jetzt im Lockdown zu erhalten. Tagsüber kommt man darüber öfters mit den Menschen ins Gespräch, auch wenn wir aktuell kein neues Programmheft haben. Ich hatte die Idee, das Theater am Abend zu beleuchten, damit es nicht so trostlos aussieht. Aber wir mussten feststellen, dass das nicht viel Effekt hat, da abends kein Mensch mehr unterwegs ist. Insgesamt gesehen ist eine ruhigere Adventszeit auch von Vorteil, in den vergangenen Jahren war Köln mit den vielen Menschen immer mehr zum lauten Jahrmarkt geworden. Jetzt wird gerade alles ausgebremst und die Menschen haben vielleicht Chance, sich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren. Ansonsten habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob es wie in Spanien für die Gastronomie nicht sinnvoll wäre, zumindest bis 18 Uhr die Restaurants zu öffnen und dieser Branche zu helfen. Da wäre es gut, wenn unsere Politik über den Tellerrand hinausschauen und so differenzierter entscheiden würde.

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Köln | Sebastian Fiedler, Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) talken alle 14 Tage in ihrem neuen Podcast "Der Bulle und der Schreiberling" über belletristische Bestseller Literatur. Bei der ersten Folge sprechen sie über „Das Geschenk“ von Fitzek und „Funkenmord“ von Klüpfel/Kobr. Und was ist überhaupt ein "Witwenschüttler"?

Köln | Die Oper Köln geht online. Ab sofort bietet das wegen der Coronapandemie geschlossene Haus zwei Neuinszenierungen im Internet an. Im Streaming-Format zu erleben sind die Oper „Die tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold (Premiere: 04.12.2020, 19h30) und George Benjamins „Written on Skin".

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Interview mit Louwrens Langevoort, dem Intendanten des Kölner Konzerthauses

Wie erleben Sie gerade die Situation im zweiten Lockdown?

Louwrens Langevoort: Die Situation ist tieftraurig für uns als Philharmonie. Wir haben unglaublich tolle Konzerte mit einem begeisterten Publikum erlebt. Und jetzt dürfen wir solche Konzerte nicht mehr anbieten, das ist frustrierend. Man fragt sich auch nach der Verhältnismäßigkeit, denn in einem Konzertsaal ist die Infektionsrate wegen der großen Distanzen eher gering. Anderseits kann man auch die Regierung verstehen, die um die Gesundheit der Bürger und die Überlastung des Gesundheitssytems besorgt ist. Die Deutschen müssen sich daran gewöhnen, abends zu Hause zu bleiben. Wir nutzen die Zeit jetzt, um Orchestern unseren Saal für Proben oder Aufnahmen zu Verfügung zu stellen. Das sind viele Ensembles, die sonst nicht in die Philharmonie kommen könnten. So haben wir eine Sozialisierung unserer Räumlichkeiten.

Köln | Wer geglaubt hat, dass es im Jahr der Coronavirus-Krise keine Opernaufführungen gegeben hat, der hat sich geirrt. Das sagt das Magazin "Oper!" und hat soeben seine Preise für die besten Leistungen der Opernbühnen in der Saison 2019/20 vergeben. Einer der insgesamt zwanzig Preise geht nach Köln.

Astrid Meyerfeldt als beste Schauspielerin geehrt

Köln | Der Deutsche Bühnenverein hat seine diesjährigen Theaterpreise bekannt gegeben. In der Kategorie "Darsteller/Darstellerin Schauspiel" erhält den "Faust" die Schauspielerin Astrid Meyerfeldt für ihre Rolle der Mary Tyrone in "Eines langen Tages Reise in die Nacht" am Schauspiel Köln.

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Köln | aktualisiert | Opernintendantin Dr. Birgit Meyer soll gehen. Bevor sich die Stadt Köln am Mittwochmittag zu dieser Personalie öffentlich äußerte, berichtete ein Kölner Medium bereits intensiv über diese und kommentierte sogleich. Am Mittwoch verlautbarte die Stadt Köln in einer schriftlichen Pressemitteilung dann: „Oberbürgermeisterin Reker schlägt Wechsel an Opernspitze vor“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußern in einem offenen Brief, den diese Redaktion am Ende des Artikels dokumentiert, ihr Unverständnis über diese Entscheidung.

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Interview mit der Intendantin der Kölner Oper, Dr. Birgit Meyer

Wie erleben Sie gerade die Situation im zweiten Lockdown?

Dr. Birgit Meyer: Die Situation jetzt ist fast noch bedrückender, als das im Frühjahr der Fall war. Man dachte damals, dass man jetzt durch ein tiefes Tal hindurch ist und sich wieder der Normalität annähert. Dass es jetzt ein neues Aufflammen der Pandemie gibt und es wieder zum Lockdown kommt, haben wohl nur wenige erwartet. Jetzt stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Für Theater und Oper sind das keine guten Aussichten.

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„Für mich sind die jetzt getroffenen Maßnahmen nachvollziehbar“

Wie erleben Sie aktuell die Situation?

Frank Blase: Als Musicalunternehmer bin ich skeptisch, ob wir ab dem 1. Dezember wieder spielen können. Wir hatten schon vor dem Lockdown enorme Kapazitätsbeschränkungen und durften die Premiere Ende Oktober nur mit 80 Zuschauern machen. Ich stelle mich darauf ein, dass es für uns weiter schwierig wird.

Düsseldorf | Die NRW-Landesregierung hat neue Finanzmittel für die freie Tanzszene in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Wie NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bekannt gab, erhalten insgesamt acht Tanzgruppen in Nordrhein-Westfalen jeweils die Spitzenförderung von 80.000 Euro. Das Geld wird ab 2021 über drei Jahre lang ausgezahlt.

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„Humor wird von Tag zu Tag wichtiger“

Köln | Guido Cantz ist Comedian, Karnevalsredner und Fernsehmoderator. Am Samstag steht er um 20.15 Uhr bei der ADR-Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß?“ vor der Kamera. Im Karneval droht ihm durch die Pandemie als Redner ein Totalausfall. Als Vater weiß er wie schwierig Homeschooling sein kann und hofft, dass die Schulen geöffnet bleiben.

Köln | Aktuell gehen die Bühnen der Stadt Köln und ihr Projektsteuerer davon aus, dass die Gesamtkostenprognose mit Risikozuschlägen aktuell mit 596 Millionen Euro richtig bewertet ist. Ende 2020 soll ein Gesamtbild aller Kosten und Termine vorliegen.

Köln | Das Musical Rocky Horror Show muss aufgrund der Corona-Pandemie auf den November 2021 verschoben werden. Das Musical sollte im November im Musical Dome gastieren. Dies teilten heute die Veranstalter mit.

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Köln | In der kommenden Woche tagt der Ausschuss Kunst und Kultur des Kölner Rates. Ein Thema ist der Notfallfonds für freie Kulturinstituionen in der Corona-Zeit. Die Verwaltung der Stadt Köln erhielt 50 Anträge und bewilligte etwas mehr als eine Million Euro. Mehrere Fraktionen forderten die Einberufung der Sondersitzung des Kulturausschusses noch vor der Konstituierung des neuen Rates im November.

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KOMMUNALWAHL 2020

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Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

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Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

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Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

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