Kultur Bühne

halle_kalk_ehu_10062017

Erste vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände der „Hallen Kalk“ haben schon begonnen. Hinten rechts der Giebel von Halle 71. Foto: ehu

2. Werkstattgespräch für Nutzung der „Hallen Kalk“

Köln | Elf Hektar umfasst das ehemalige Fabrikgelände von KHD in Kalk. Seit Jahren laufen die Planung für eine neue Nutzung zwischen Kapellen- und Rolshover Straße. Am Freitag stellten drei Planungsteams ihre Konzepte für die „Hallen Kalk“ vor. Gut 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren für das 2. Werkstattgespräch in die Aula der Kaiserin-Theophanu-Schule gekommen.

In einer ersten Runde des Werkstattgesprächs hatten die Bürger am 17. Mai ihre Wünsche und Vorstellungen vorgebracht. Am Ende standen als Ziel eine vielfältige Nutzung durch Wohnen, Gewerbe und Kultur, Vorrang für Fußgänger und Radfahrer sowie große Grünflächen. Knapp drei Wochen hatten die Planungsteams dann Zeit, dies in ihre Konzepte einzuarbeiten, die jetzt zur Diskussion gestellt wurden.

Drei wesentliche Vorgaben galt es dabei zu beachten: Die erhaltenen Hallen stehen unter Denkmalschutz, Halle 76 – am Ottmar-Pohl-Platz gegenüber dem Sozialdezernat gelegen – ist vertraglich an kulturelle Zwecke gebunden (zum Beispiel über die Ludwig-Stiftung als Depot für das Museum Ludwig), schließlich soll auf dem Gelände eine weiterbildende Schule gebaut werden.

11_ehu_tint

So stellen sie Architekten von „De zwarte Hond“ die künftige Bebauung vor. Im Vordergrund schräg von links nach rechts die Dillenburger Straße. Repro: ehu

"De zwarte Hond": ein ergebnisoffenes Konzept

Am offensten war das Konzept des Köln-Rotterdamer Büros „De zwarte Hond“. Es geht von von einer Schritt-für-Schritt-Entwicklung aus, die sich an der zeitlichen Umsetzung möglicher Projekte orientiert. Solche, die sich schneller verwirklichen lassen, müssten dann späteren weichen, wenn sie sich als nicht erfolgreich erwiesen haben. Während die beiden anderen Teams die künftige Schule an die Südost-Ecke des Geländes platzierten, könnte sie hier auch in einer Halle Unterkunft finden.

tint_ehu_10062017

Mit dichter, kleinteiliger Bebauung wollen die Kölner "trint + kreuder" das Gelände für Wohnen und Gewerbe erschließen. Oben die Dillenburger Straße. Repro: ehu

"trint + kreuder": geöffnetes Hallendach lässt Licht, Luft und Regen durch

Das markante Erkennungszeichen im Konzept des Kölner Architektenbüros "trint + kreuder" war die Nutzung der Hallen 70 und 71. Deren Dach soll in der Mitte geöffnet werden, darunter eine grüne „Allee“ gepflanzt werden. An den Längsseiten können dann von außen zugängliche Gewerberäume entstehen – mit der Vision von Produkten „Made in Kalk“. Ein dichtes Geflecht kleiner Wohn- und Gewerbehäuser mit öffentlich zugänglichen Innenhöfen soll den Raum zwischen den Hallen füllen.

bel_ehu_10062017

Markante „Hochhäuser“ prägen den Entwurf von„BeL Sozietät für Architektur“. Oben die Dillenburger Straße. Repro: ehu

"BeL Sozietät für Architektur": ein Bistro auf dem Ottmar-Pohl-Platz

Die Kölner „BeL Sozietät für Architektur“ kann sich auf dem Gelände sogar „Hochhäuser“ vorstellen. Ein besonderes Augenmerk richteten sie auf den Ottmar-Pohl-Platz, den sie durch ein Kiosk-Bistro beleben wollen. Die Hallen 70 und 71 sollen zu einer großen Markthalle werden. Sie legte auch schon einen Entwicklungsplan vor, der bis ins Jahr 20145 reicht und Kosten von rund 220 Millionen Euro vorsieht.

Die 3. öffentliche Werkstattrunde ist auf den 3. Juli festgelegt

Strittig blieben in der anschließenden Diskussion vor allem die Verkehrserschließung und die Gefahr, dass ein neues Viertel den Geschäften der Kalker Hauptstraße Konkurrenz macht und so zu deren weiteren Niedergang beiträgt. Bei konkreten Vorschlägen zur kulturellen Nutzung der Halle 76 – etwa für die freie Tanzszene – hielten sich die drei Teams zurück, die Entscheidung hierüber liege anderswo. Ungeklärt ist auch noch die Zukunft des Urban-Gardening-Projekts „Pflanzstelle“. Ob sich auf dem Gelände noch giftige Altlasten befinden, kann – so ein Vertreter der Stadt – erst bei künftigen Bauarbeiten festgestellt werden.

Die abschließende öffentliche 3. Werkstattrunde ist für den 8. Juli angesetzt. Bis dahin müssen die drei Architekten- und Stadtplanungsbüros die jetzt geäußerten Vorstellungen in ihre Konzepte einarbeiten.

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

bodyguard_step_13092019

Aisata Blackman und Jo Weil übernehmen im Kölner Musical die Rollen von Rachel Marron und Frank Farmer.

Köln | Am 23. Oktober kehrt das Erfolgsmusical „Bodyguard“ in den Kölner Musical Dome zurück, wo das Stück bis zum 3. November zu sehen ist. Es ist die große Liebesgeschichte um den Musikstar Rachel Marron und ihren Bodyguard Frank Farmer, die schon als Kinofilm mit den Superhits von Whitney Houston Welterfolge feierte. Mit vier Millionen Besuchern in zwölf Ländern wurde auch das Musical ein Welthit.

Raub-nach-FSchiller_Copyright_GerhardRichter_Pressebild2

Köln | Friedrich Schillers erstes Drama „Die Räuber“ ist kanonische Schullektüre. In „Raub“ im Orangerie Theater nehmen zwei Brüder das Werk zum Anlass, sich über die Beziehung zum Vater Gedanken zu machen. Ein amüsantes und visuell überzeugendes multimediales Experiment.

fatal_banal_ehu_12092019

Köln | 26 Jahre lang begeistert „Fatal banal“ sein närrisches Publikum im Bürgerzentrum Ehrenfeld. In der kommenden Session 2019/20 zieht es die alternative Karnevalstruppe wieder auf die Sick, da wo 1992 alles angefangen hat. Gab’s Knatsch hinter den Kulissen?

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >