Kultur Bühne

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Der Musical Dome wird zum Vampirschloss

Köln | Die beiden großen schwarzen Särge an der Laderampe sind der Hingucker für die Passanten am Breslauer Platz. Ziemlich schwer und sperrig sind die Schlafstätten des Grafen von Krolock, die darauf warten, im Musical Dome an ihren Platz zu gelangen. Allzu lange sollten sie nicht unter freiem Himmel stehen, denn besonders wetterfest sind die Särge aus Holz, Polyester, Farbe und Gips nicht. Die Aufbauarbeiten für das neue Musical laufen auf Hochtouren. Die Köln-Premiere ist am 17. Februar.

Gerade wird aus einem der 21 großen Lastwagen Material ausgeladen, während ein anderer bereits wieder mit den leeren Transportkisten bestückt wird. „Hier im Musical Dome haben wir nur sehr wenig Platz zur Verfügung, da muss alles, was nicht mehr gebraucht wird, sofort wieder verschwinden. Wir sind ja auch mitten in der Kölner City“, sagt Clemens Weissenburger. Er ist der technische Produktionsleiter des neuen Musicals und plant seit etwa zwei Jahren schon die Arbeiten für den „Tanz der Vampire“, der am 17. Februar seine Köln-Premiere feiern wird.

„Jeder Spielort ist für uns eine neue Herausforderung. Der Musical Dome ist besonders anspruchsvoll. Das liegt beim Zeltbau auch daran, dass er als Provisorium gedacht war. So fehlen ihm beispielsweise die Seitenbühnen und die Unterbühne. Im vorherigen Spielort Hamburg hatten wir deutlich mehr Platz. Aber da muss man die gesamten Einbauten entsprechend an die Location anpassen“, erklärt der Diplomingenieur für Theatertechnik, der von Anfang an das Musical begleitet und betreut.

An einem extra für das Stück angefertigten Grundbau hängen die gesamten Teile des Bühnenbildes, die sich ständig bewegen. Zu sehen ist an diesem Gerüst hängend zum Beispiel die Grabwand, die Bibliothek des Grafen und das schneebedeckte Vordach des Wirtshauses. Das zweigeschossige Wirtshaus, das dreh- und fahrbar ist, selbst wird noch am gleichen Tag in Köln angeliefert und an seine vorgesehene Stelle an der Bühne gebracht. Das größte Bühnenteil ist eine sechs Meter hoch Wendeltreppe aus Stahl. Dazu kommen zwei große Brücken mit jeweils 2,5 Tonnen Gewicht. Insgesamt hängt eine Last von 15 Tonnen alleine an der Spezialkonstruktion.

„Wir arbeiten seit dem Montag mit 60 Mitarbeitern am Aufbau. Zum Ende der Woche starten bereits erste technische Probe. Das Ensemble probt dann ab Anfang der kommenden Woche und am Mittwoch haben wir schon die erste Vorstellung“, sagt der 40-Jährige, der den Fotografen auch einen Blick ins Innere des Sarges erlaubt, wo tatsächlich ein „Vampir“ seinen verdienten Schlaf hält. „Bei diesem Musical haben wir sehr viele Dekoteile und damit sehr viel Detailarbeit, die erledigt werden muss. Es ist schon eine Herausforderung an verschiedenen Orten das Schloss des Grafen wieder zusammen zu bauen.“

Bereits auf den verschiedenen Etagen des Musical Domes sind die 230 handbemalten Kostüme und die 70 Hüte verteilt. Die Darsteller tragen bis zu zwölf verschiedene Kostüme während der Show. An ihrem Platz ist auch schon die Maske, wo beispielsweise 150 Perücken aus Echthaar verwendet werden. Jeder Darsteller verfügt über zwei Vampirgebisse. Um den Grafen zu schminken, braucht es alleine anderthalb Stunden. Etwa ein halber Lastwagen ist nötig, um die Ersatzteile und die Werkstatt an den Veranstaltungsort zu bringen, falls dort mal etwas kaputt geht.

Service: Das Musical „Tanz der Vampire“ gastiert vom 14. Februar bis zum 29. September im Kölner Musical Dome an der Goldgasse. Ab Mittwoch gibt es erste Previews. Die offizielle Köln-Premiere ist am 17. Februar. Karten gibt es unter Telefon 0221/57790. Shows gibt es immer Di, Do und Sa um 19.30, Mi 18.30, Sa 14.30 und So 14 und 19 Uhr. Montags ist spielfrei.

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