Kultur Bühne

uwe_eric_laufenberg2162012

Uwe Eric Laufenberg am gestrigen Nachmittag gegen 17:10 Uhr im weißen Saal des Historischen Rathauses kurz bevor auf einer Pressekonferenz seine fristlose Entlassung verkündet wurde. Laufenberg musste zuvor den Saal verlassen.

Ex-Intendant Laufenberg darf nicht mehr in der Kölner Oper auftreten

Köln | aktualisiert 17:54 Uhr | Der fristlos entlassene Kölner Opernintendant Uwe Eric Laufenberg darf nicht mehr im einst eigenen Haus auftreten. Laufenberg werde "auf gar keinen Fall" den Professor Higgins in "My Fair Lady" singen, sagte Gregor Timmer, Sprecher der Stadt Köln, am Freitag auf dapd-Anfrage. Für die Rolle werde eine andere Besetzung gesucht. Laufenberg hatte Medien gesagt, er werde weiterhin wie geplant für die Rolle des Professors in der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen.

So wurde Laufenberg gekündigt: Die Reportage eines Nachmittags im Kölner Rathaus, den Kritiker der Kündigung als "Schwarzen Tag" bezeichnet haben

Auf Facebook können Sie die Entlassung kommentieren

Dem Opernintendanten war am Donnerstag von der Stadt Köln fristlos gekündigt worden. Der Hauptausschuss des Rates hatte bei einer Sitzung über Personalangelegenheiten mehrheitlich für die Entlassung gestimmt. Die gesetzte Frist zur Annahme des Angebots für eine vorzeitige Auflösung des bis 2016 laufenden Vertrags von Laufenberg sei zuvor "ohne entsprechende rechtlich verbindliche Erklärungen des Opernintendanten verstrichen", teilte die Stadt mit.

Mit der Entlassung endet ein monatelanger Streit zwischen der Stadtspitze und dem Opernintendanten. Sogar ein Schlichter war eingesetzt. Laufenberg, der einen zu geringen Etat kritisierte, hatte mit der Absage der kompletten Spielsaison gedroht und seinen vorzeitigen Abschied nach der Spielzeit angeboten. Kritiker halten ihm vor, dass er seinen Etat überzogen habe.

FDP kritisiert "konfliktunfähige" Verwaltung

Prominente stärkten dem Opernintendanten dagegen den Rücken. Laufenberg habe die "Oper auf ein ganz hohes, international anerkanntes Niveau gebracht", schrieb die Literaturkritikerin Elke Heidenreich in einem Gastbeitrag für eine Zeitung. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Winrich Granitzka, distanzierte sich von der Entscheidung des Rates. "Dies ist ein schwarzer Tag für die Kölner Kultur", sagte er. "Wir haben Uwe Eric Laufenberg nicht nach Köln geholt, weil ihm großes diplomatisches Geschick nachgesagt wurde, sondern weil er unsere Oper in die erste Liga katapultieren sollte."

Der kulturpolitische Sprecher der Kölner FDP-Fraktion, Ulrich Wackerhagen, bezeichnete die Kündigung als verantwortungslos. "Der dadurch eintretende Schaden ist für die Kulturstadt Köln unabsehbar", sagte er. Erneut habe sich gezeigt, dass die handelnden Personen aus Politik und Verwaltung konfliktunfähig seien und ihre Macht und Reputation über die Interessen der Stadt und ihrer Bürger stellten.

Wie es mit der Kölner Oper weitergeht, dazu will sich das Haus eigenen Angaben zufolge frühestens am Montag äußern. Zwischen der Stadt und dem ehemaligen Opernintendanten droht derweil ein Rechtsstreit.

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

bodyguard_step_13092019

Aisata Blackman und Jo Weil übernehmen im Kölner Musical die Rollen von Rachel Marron und Frank Farmer.

Köln | Am 23. Oktober kehrt das Erfolgsmusical „Bodyguard“ in den Kölner Musical Dome zurück, wo das Stück bis zum 3. November zu sehen ist. Es ist die große Liebesgeschichte um den Musikstar Rachel Marron und ihren Bodyguard Frank Farmer, die schon als Kinofilm mit den Superhits von Whitney Houston Welterfolge feierte. Mit vier Millionen Besuchern in zwölf Ländern wurde auch das Musical ein Welthit.

Raub-nach-FSchiller_Copyright_GerhardRichter_Pressebild2

Köln | Friedrich Schillers erstes Drama „Die Räuber“ ist kanonische Schullektüre. In „Raub“ im Orangerie Theater nehmen zwei Brüder das Werk zum Anlass, sich über die Beziehung zum Vater Gedanken zu machen. Ein amüsantes und visuell überzeugendes multimediales Experiment.

fatal_banal_ehu_12092019

Köln | 26 Jahre lang begeistert „Fatal banal“ sein närrisches Publikum im Bürgerzentrum Ehrenfeld. In der kommenden Session 2019/20 zieht es die alternative Karnevalstruppe wieder auf die Sick, da wo 1992 alles angefangen hat. Gab’s Knatsch hinter den Kulissen?

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >