Kultur Bühne

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Flashdance im Dezember in Köln: Auf der Reise in die 80er Jahre

Am 3. Dezember feiert das Tanzmusical „Flashdance“ im Kölner Musical Dome Premiere und geht danach auf große Tour.

Köln | Konzentriert laufen die ersten Proben für das Tanzmusical „Flashdance“ auf der Color Fantasy ab. Das große Schiff ist gerade auf dem Weg von Kiel in die norwegische Hauptstadt Oslo. Das bedeutet immer auch ein leichtes Schwanken auch im Theater des Schiffs, wo auf der Bühne die vier Hauptdarsteller mit Regisseur Anders Albin und dem musikalischen Direktor Christoph Bönecker die neue Tourproduktion erarbeiten und entwickeln. Zuvor gab es bereits Tanzproben in Stockholm, die eigentlichen Proben mit dem gesamten 28-köpfigen Ensemble haben im Anschluss ihren Platz in Hamburg.

„Flashdance“ gehörte zu den Kultfilmen der 80er Jahre und hat das Genre Tanzfilm nachhaltig geprägt. Auch 35 Jahre nach seiner Kinopremiere hat die Kombination von eingängigen Diskoklassikern wie „Gloria“ „What a Feeling“ oder „Maniac“ mit anspruchsvollen Tanzszenen und der Geschichte eines Traums ihren Reiz für die Fans. Als Musical feierte „Flashdance“ 2018 seine Deutschlandpremiere in Hamburg. Nun geht das Stück mit einer neuen Besetzung und einer aktualisierten Fassung wieder auf Tour und feiert am 3. Dezember im Kölner Musical Dome seine Premiere. „Mit dem Musical haben wir die Geschichte auf eine zeitlose Ebene gehoben. Es gibt Zitate aus den 80ern, mehr aber auch nicht – das sieht man auch bei den Kostümen“, sagt Produzent Kasper Holmboe, der sich freut, mit dem Stück auch eine junge Zielgruppe ansprechen zu können.

Die Geschichte dreht sich um Schweißerin Alex Owens, die aus der Arbeiterklasse kommt und die den großen Traum einer Tanzkarriere hat, der aber nur wenig realistisch scheint. Während sie tagsüber ihren Beruf ausübt, verdient sie sich nachts als Tänzerin in zwielichtigen Bars, um über die Runden zu kommen. Ihr Ziel ist es, sich als Tänzerin an der Shipley Tanzakademie in Pittsburgh klassisch ausbilden zu lassen. Unterstützung bekommt Alex von ihrem Chef Nick, der seine Kontakte nutzt, damit Alex eine Chance zum Vortanzen bekommt. Ob sie das als Autodidaktin schaffen kann, bleibt offen.

Neue Besetzung

Für die jetzige Tourproduktion wurde die Besetzung neu ausgeschrieben und ein großes Casting organisiert, bei dem Regisseur Anders Albin intensiver involviert war, als in der Inszenierung aus dem Vorjahr. „Die Produktion hat sich für den deutschsprachigen Raum verändert, da hier die Texte anders funktionieren. In den skandinavischen Ländern sind die Zuschauer offener in vielen Sachen und sind auch flexibler. In Deutschland muss alles sehr präzise sein, da darf es nicht so viel Raum zur Interpretation für das Publikum geben“, sagt Holmboe. Gerade mal vier Wochen Zeit sind für die Proben in Hamburg eingeplant.

Auf dem Schiff gibt es intensive Gespräche zwischen den Hauptdarstellern und dem Kreativteam: „Wir bekommen so die Chance, zu sagen, was wir über unsere Rollen denken und wie wir sie entwickeln möchten“, sagt Nicky Wuchinger, der die Rolle von Nick übernimmt. Vom Film oder anderen Produktionen sollen sich die Darsteller möglichst wenig beeinflussen lassen: „Ich habe den Film mit 16 zum ersten Mal gesehen. Es ist aber wichtig, dass wir unseres eigenes Ding daraus machen“, sagt Maria Danaé Bansen, die als Alex auf der Bühne steht.

Für sie ist die Rolle gleichermaßen eine große Chance und Herausforderung: „Das ist ein Riesending. Die Tanznummern sind sehr anspruchsvoll. Man braucht viel Kondition, um das leicht aussehen zu lassen. Dazu kommen ebenfalls anspruchsvolle Gesangs- und Schauspielparts. Das macht für mich aber auch den Reiz der Rolle aus“, sagt die Alex-Darstellerin und Produzent Holmboe ergänzt: „Die Arbeit als Musicaldarsteller ist ein Hochleistungssport, auf den man sein ganzes Leben ausrichten muss, das ist vergleichbar mit einem Profifußballer-Dasein.“

Kein Kitsch

„Man muss auch darauf achten, dass so ein Jukebox-Musical mit seinen großen Hits nicht zu kitschig wird. Man muss deshalb sehr nahe bei sich selbst sein und seine Persönlichkeit mit einbringen. Damit so etwas ehrlich rüberkommt, muss man als Darsteller eine große Herausforderung meistern“, sagt Wuchinger. Während die fünf Kulthits des Films auf Englisch gesungen werden, sind die extra für das Musical komponierten Stücke genauso wie die Dialoge auf Deutsch. Sie haben die Aufgabe, die Geschichte des Musicals zu transportieren.

„Das, was wir hier machen, ist ein Update des Stücks, bei dem wir die Charaktere vertiefen, indem wir darüber sprechen. Es geht aber wie im Film um die Leidenschaft fürs Tanzen. Ich habe immer einen großen Respekt vor den Tänzern gehabt. Sie zeigen größtes Engagement, beim Casting werden oft 6 aus 500 ausgewählt und der Rest geht leer aus, mit 30 ist oft ihre Karriere zu Ende und trotzdem würde es jeder wieder tun“, betont Regisseur Albin.

 

Flashdance

Termine Musical „Flashdance“: 3. bis 22. Dezember im Kölner Musical Dome sowie vom 3. bis zum 8. März im Düsseldorfer Capitol Theater.

Karten Tickets gibt es unter Telefon 01806/2001 (20 Cent/Minute aus dem Festnetz) sowie online unter: www.bb-promotion.com

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