Kultur Bühne

22

Freie Theater Köln locken junges Publikum in die Säle

Köln | Die freien und privaten Theater in Köln locken auch junge Menschen zwischen 30 und 45 Jahren in die Säle und überzeugen durch ein gutes Programm und künstlerische Qualität. Zu diesen teils überraschenden Ergebnissen kommt eine aktuelle Befragung der Besucher der freien Theaterszene. Kölns Kulturdezernent Georg Quander kündigte nun an, die Rolle der Stadt als Förderer überdenken zu wollen.

Quander würdigt freie Szene

Das Programm der freien und privaten Theater in Köln spricht vor allem Besuchern zwischen 19 und 65 Jahren an. Dass dabei die Altergruppe der 30- bis 44-Jährigen die zweitstärkste Besuchergruppe bildete, überraschte heute Kölns Kulturdezernent Georg Quander. Schließlich nehme diese Gruppe sonst kaum am gesellschaftlichen Freizeit-Leben teil, da sie als Berufseinsteiger und oftmals Familiengründer zu eingespannt seien. Eine weitere Überraschung für Quander: Die meisten befragten Besucher der freien Theater-Szene gehen nur selten oder gar nicht in eine Vorstellung im Schauspielhaus oder der Oper. "Die freien Theater sprechen mit ihrem Angebot also ein ganz anderes Publikum an", sagte Quander. Damit unterstrichen sie ihre Bedeutung für die Kölner Kultur, die eben von den städtischen Bühnen nicht befriedigt werde.

Nach der Sommerpause will Quander sich nun mit der Kölner Theaterkonferenz zu einem Gespräch zusammen setzen, um die Rolle der Stadt neu zu überdenken. Zwar zeige die Studie auch, dass die freie Szene "gut aufgestellt ist und die Förderung der Stadt nicht so falsch ist", so Quander. Dennoch müsse sicherlich der ein oder andere Aspekt neu überdacht werden. Eine höhere Bezuschussung könne er der freien Szene jedoch nicht versprechen. Diese sei grundsätzlich zwar wünschenswert, allein der Stadt fehle derzeit das Geld dafür.

Kabarett und Sprechtheater besonders beliebt

Die Studie befragte im Dezember 2011 rund 860 Theaterbesucher von 12 verschiedene freien oder privaten Theatern in Köln. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Universität zu Köln. Heute präsentierten die Studenten nun ihre Ergebnisse. Die geben etwa Aufschluss über die Besucher der freien Szene. Von ihnen haben etwa 67 Prozent das Abitur oder einen Hochschulabschluss. Die meisten wohnen in Köln und gehen mehrmals im Jahr ins Theater. So gaben über 32 Prozent an, alle zwei bis drei Monate eine Vorstellung zu besuchen, weitere fast 25 Prozent gehen etwa ein- oder zweimal im Jahr ins Theater. Über 13 Prozent besuchen sogar monatlich eine Vorstellung. "Das zeigt die Bedeutung der freien und privaten Theater", freute sich Dietmar Kobboldt, Vorstand der Theaterkonferenz Köln.

Besonders beliebt sind bei den Besuchern dabei Kabarett-Vorstellungen sowie "klassisches" Sprechtheater. Entsprechend wurden das Theater im Bauturm und das Theater der Keller zu den beliebtesten Häusern der Befragten ernannt. Als Grund für einen Besuch gaben die Befragten vor allem Unterhaltung und kulturelles Interesse an. Zufrieden zeigten sich die Besucher dabei von dem Angebot der Spielstätten (85 Prozent) sowie der künstlerischen Qualität fast 95 Prozent). Verbesserungswürdig bewerteten die meisten Besucher allein die Parkplatzsituation der Theater sowie die Bestuhlung. Entgegen Kobboldts Erwarten waren dagegen fast 88 Prozent mit dem gastronomischen Angebot der Häuser zufrieden.

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

Köln | Am kommenden Freitag ist Peter Vollmer mit dem zweiten Teil seines Programms „Frauen verblühen, Männer verduften“ im Kölner Senftöpfchen zu Gast. Mit dem Kabarettisten, der seine Anfänge in der Freiburger Kabarettszene nahm, sprach Andi Goral über Männerkabarett und ob dies nicht voll neben der Quote sei? Nein sagt Kabarettist Vollmer, denn bei ihm sind regelmäßig mehr Frauen als Männer in der Vorstellung.

schauspiel_ehu_18032019

Köln | Zwei Brüder begehren gegen väterliche Autorität auf. Als Räuberhauptmann versucht’s der eine, durch familiäre Intrige der andere. Friedrich Schillers Klassiker „Die Räuber“ war und Folterinstrument im Deutschunterricht, auf der Bühne arbeiteten sich immer wieder Regisseure an einer zeitgemäßen Interpretation ab. Ersan Mondtags aktuelle Inszenierung im Schauspiel lässt derlei vermissen.

herero-nama_schauspiel_12032019

Köln | Überfällige Nachhilfe in Sachen deutscher Geschichte bietet das Schauspiel mit „Herero_Nama – A History of Violence“. Verhandelt wird der Mord deutscher Kolonialtruppen zu Beginn des 20. Jahrhunderts im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika, heute Namibia. Fast 100.000 Herero und Nama wurden Opfer des Genozids.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >