Kultur Bühne

himmelundkoelle_step_19052020

Im Oktober soll „Himmel und Kölle“ in der Volksbühne starten

Köln bekommt sein eigenes Musical mit viel Humor und Gefühl

Köln | Da treffen zwei Welten aufeinander: Jungpfarrer Elmar stammt aus dem Schwarzwald und hat gerade das Priesterseminar verlassen. Von der frommen Provinz wird er für seine erste Stelle in die sündige Großstadt Köln geschickt, wo die Bilbel mehr ein Servicevorschlag als eine strikte Anweisung ist. Schon die ersten Begegnungen auf der Domplatte sind für Elmar ein echter Kulturschock. Und bevor er am Rhein seine erste Sonntagspredigt halten kann, gerät er mitten ins wilde Treiben eines kölschen Samstagsabends im Schatten des Doms. Schnell muss er feststellen, gegen Junggesellinnenabschiede und dem nächtlichen Treiben auf dem Brüsseler Platz waren Sodom und Gomorra eine Oase des Friedens und der Ruhe. An seiner Seite ist das echte kölsche Mädchen Kathy, dass kurz vor der Hochzeit feststellt, dass sie schwanger ist, nur leider nicht vom Bräutigam. Da ist geistiger Beistand gefragt und der führt den jungen Priester in die Welt der Shisha-Bars und Brauhäuser.

Das neue Köln-Musical „Himmel und Kölle“ stammt aus den Federn der beiden Erfolgsautoren und Grimme-Preisträgern Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. Beide war schon im Einsatz für Serien wie „Stromberg“ oder „Pastewka“ und arbeiten auch für „Die Wochenshow“. Mit ihrem ersten Musical betreten beide Neuland: „Das ist seit etwa zehn Jahren unser gemeinsamer Traum. Das ist ein spannendes Genre, bei dem man im Publikum wieder zu Kind wird“, sagt der gebürtige Kölner Netenjakob. Köln war für beide das optimale Thema: „Man schreibt gerne über Dinge, die man sehr gut kennt und über die man sich auch oft privat unterhält. Wir hatten sehr viel Spaß beim Schreiben der Szenen. Das Musical ist für Köln zugleich Huldigung und Kritik. Es zeigt, wie wir die Stadt sehen – mit Liebe, Zorn, Witz und Biss“, sagt Jacobs, der seit 35 Jahren in Köln lebt.

Geplant ist das neue Musical vom 29. Oktober bis zum 7. Februar an der Volksbühne am Rudolfplatz. „Wo das Stück auf die Bühne kommen sollte, da gab es keine Diskussionen. Ich war schon als Kind hier im Theater und habe Willy Millowitsch live auf der Bühne gesehen. Die Liebe, die von der Bühne ins Publikum und von dort wieder zurückging, war unglaublich. Für mich als Kind aus einem Elternhaus, wo Heiner Müller alles geprägt hatte, war das eine Geschichte, die ich sehr bewundert habe“, sagt Nentenjakob. „Für mich ist die Volksbühne das West End Kölns. Hier gibt es das pralle Leben sowohl auf der Straße als auch auf der Bühne“, ergänzt Jacobs. Unterstützung bekamen die beiden erfolgreichen Satire-Autoren von Alistair Beaton, der als einer der führenden britischen Dramatiker und Satiriker gilt.

Die Musik zum Stück hat Andreas Schnermann komponiert. Der Komponist, Pianist und Musikproduzent studierte Jazzpiano und Komposition an der Swiss Jazz School in Bern. Als musikalischer Leiter war er unter anderem am Schauspielhaus Bochum, am Theater Basel und im Kom(m)ödchen Düsseldorf. „Die Theaterszenen spielen an den unterschiedlichsten und skurrilsten Orten in Köln. Die vielfältige Musik soll uns vergessen machen, dass wir gerade im Theater sitzen und sie soll die Dynamik der Geschichte mit jedem Ton vorantreiben.“

Inszeniert wurde das Musical von Regisseur Gil Mehmert („Das Wunder von Bern“, „West Side Story“, „Evita“ und „Hair“). „Ein neues Stück mit einer Uraufführung auf die Bühne zu bringen, ist toll und in Deutschland alles andere als selbst verständlich. Die Begegnungen mit Moritz und Dietmar war toll und ich habe mit dem Musical eine ganz neue Art und Weise, Köln zu verstehen, kennengelernt.“

Das erste Treffen des Musicalteams hat es bereits an der Folkwang-Universität in Essen gegeben. „Anfangs habe ich mich gefragt wie diese so lustige wie auch berührende Geschichte auf der Bühne funktionieren soll. Aber ich konnte das Skript zu Hause nicht mehr aus der Hand legen und unsere Rollen auf Anhieb perfekt gepasst“, berichtet Karen Müller, die die Rolle der Kathy übernimmt. „Mich hat bei Elmar seine Begeisterungsfähigkeit überzeugt und er wäre wie ich gerne etwas schlagfertiger in der Welt unterwegs. Das, was mit dem Musical auf die Bühne kommt, sind Dinge aus dem normalen Leben, was die Geschichte so authentisch macht“, sagt Markus Schneider. Insgesamt umfasst das Ensemble acht Darsteller. Dazu kommt eine Liveband.

--- --- ---

Termin 29. Oktober bis 7. Februar an der Volksbühne am Rudolfplatz, Aachener Straße 5.

Tickets Karten kosten 39 Euro und sind unter www.koelnticket.de erhältlich

Corona: Sollte das Stück coronabedingt ausfallen werden alle Tickets zurückerstattet.

www.himmelundkoelle.de

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

tdk_step_27052020

Das Theater der Keller meldet sich am Samstag mit einer Premiere in der TanzFaktur zurück.

Köln | „Wir wollen unbedingt wieder Theater spielen, auch wenn die Gegenwart zurzeit ein schwieriges Feld ist. Wir haben als letztes Kölner Theater am 14. März gespielt und werden jetzt mit unserer Premiere am Samstag die Ersten sein, die zurückkehren“, sagt Intendant Heinz Simon Keller. Zweieinhalb Monate war sein Haus jetzt wegen der Corona-Krise geschlossen. Nun kehrt man am 30. Mai mit der Premiere des Tanztheater-Stücks „Das Experiment“ von Bibiana Jiménez wieder zurück ins Rampenlicht. Zwei Tänzerinnen werden dabei auf der Bühne stehen, die Stimme der Schauspielerin kommt aus dem Off. Bei der Probebühne schaffte man mit großflächig angebrachter Plastikfolie kurzerhand ein corona-sicheres Bühnenbild.

Köln | Der Kunstsalon vergibt in diesem Jahr seinen Theaterpreis an vier Produktionen: „Raub – nach F. Schiller", Künstlerkollektiv Spiegelberg,
„In Decent Times", Constantin Hochkeppel, „Pressspan", Artmann&Duvoisin, „FLAKON", Mara Tsironi, Behrang Karimi, Paul Wiersbinski. Damit will der Kunstsalon die freie Theaterszene in dieser schwierigen Zeit mit je 2.500 Euro unterstützen.

Köln | Das für Mitte September, 14. bis 20. September, geplante Krimifestival „Crime Cologne“ muss aufgrund der Coronapandemie verschoben werden.

karnevals

Über 80 Karnevalsgesellschaften, Bands, Rednerinnen und Redner folgten der Einladung von report-K und plauderten am Roten Fass über die Session, das Motto, ihre Lieblingsveedel und mehr:

Der Kölner Karneval plaudert am Roten Fass von report-K.de, Kölns Internetzeitung über die Session 2020.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Fleumes filettiert

fleumes_filettiert

In der Gastkolumne „Fleumes filettiert“ blickt Gisbert Fleumes bei report-K auf liebevoll charmante Art und mit spitzer Feder auf Köln, das Stadtleben am Nabel des Rheins und mehr ...

Folge Eins: Wir sind Weiberfastnacht breit

KARNEVAL NACHRICHTEN

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >