Kultur Bühne

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Carl Philip von Maldeghem kommt im Sommer 2021 von Salzburg als neuer Schauspiel-Intendant nach Köln.

Kölns künftiger Schauspiel-Chef kommt aus Salzburg und heißt Carl Philip von Maldeghem

Köln | Seit vorigem November steht fest: Stefan Bachmann leitet auf eigenen Wunsch nur noch bis zur Spielzeit 2020/21 Intendant das Kölner Schauspiel. Jetzt stellte die Stadt völlig überraschend seinen Nachfolger vor: Carl Philip von Maldeghem, noch Intendant am Drei-Sparten-Landestheater Salzburg.

OB Henriette Reker lobt den 49-Jährigen: „Ein innovativer Regisseur mit großen internationalen Kontakten.“ Volles Lob auch von Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach: „Er hat uns mit seinen Vorstellungen eines modernen, lebendigen und nicht hierarchiebezogenen Theaters sofort überzeugt.“

„Der richtige Mann für diese Stadt“

Nun hofft sie, dass er „weitere kreative Allianzen im nationalen und internationalen Kontext schließen und existenzielle Grundkonflikte unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen wird“. In der Findungskommission auch Rolf Bolwin, langjähriger Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins: „Der richtige Mann für diese Stadt“, so sein Urteil.

Von Maldeghem freut sich auf die Kölner Aufgabe und verspricht lebendiges, modernes und sinnliches Theater. Die Arbeit von Bachmann ist ihm bekannt, dessen Projekte will er nach Möglichkeit fortführen, vor allem die, die in die Stadtgesellschaft wirken. Fortsetzen will er diese Arbeit nach Möglichkeit auch mit vielen der jetzigen Ensemblemitglieder: „Ich komme mit leichtem Gepäck und bringe nicht tausend neue Leute mit.“

Das Ziel: neue Zuschauerschichten gewinnen

Sein Ziel: dem Kölner Schauspiel neue Zuschauerschichten zu erschließen. Hier kann er an seinen Wirkungsstätten Salzburg und Stuttgart durchaus auf Erfolge verweisen, letztere führte er mehrfach unter die „Top Drei“ der Gesamtbesucherzahl an deutschen Sprechbühnen.

Von Maldeghems Vertrag läuft über fünf Jahre. Er geht davon aus, dass in seiner Amtszeit endlich die Sanierung von Oper und Schauspiel am Offenbachplatz abgeschlossen ist, er dann im neuen Haus arbeiten kann. Ein leises Lächeln kann er sich bei dieser Aussage allerdings nicht verkneifen. Die wiederholte Verschiebung der Wiedereröffnung hatte Bachmann dazu gebracht, seinen längerfristigen Vertrag nicht zu erneuern.

Der gebürtige Bayer ist seit 2009 Intendant in Salzburg, davor leitete der studierte Jurist unter anderem die Stuttgarter Schauspielbühne. Schauspiel und Regie lernte er in den USA am renommierten American Repertory Theatre. Zurück in Deutschland, arbeitete er unter anderem mit Peter Stein und Pavel Fieber zusammen.

Kulturpolitiker wurden von der Entscheidung überrascht

Überrascht von der Entscheidung wurden die kulturpolitischen Sprecher der Ratsfraktion. „Das ist nicht der große Namen, aber ich bin zufrieden“, so Klaus Schäfer (SPD). Für von Maldeghem spreche dessen Einsatz für Diversität und der angestrebte Dialog mit der freien Theaterszene. Ähnlich Britta von Bülow (Die Grünen):„Der Blick nach Salzburg zeigt ein vielfältiges Spektrum. Ich bin gespannt auf seine Ideen für Köln und wünsche ihm bei der Entwicklung viel Erfolg“. Auf neue Ideen setzt auch Katharina Welcker (CDU) und Gisela Stahlhofen (Die Linke) ist neugierig auf den neuen Intendanten.

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