Kultur Bühne

oper_ehu_12052018

Birgit Meyer und Franz Xavier Roth stellten im Staatenhaus das Opern-Programm für die Spielzeit 2018/19 vor.

Oper setzt für Spielzeit 2018/19 auf Jacques Offenbach und moderne Musik

Köln | Kölner lieben moderne Opern – wenn die auf dem Spielplan standen, waren die Vorstellungen zu 98 Prozent ausverkauft. So stehen in der kommenden Spielzeit 2018/19 neben Jacques Offenbach als Schwerpunkt wieder Werke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm. Jetzt stellte Operintendantin Birgit Mayer das Programm vor.

Als Beweis für die Liebe zu zeitgenössischen Opern konnte Meyer dabei auf die aktuelle Inszenierung von Zimmermanns „Soldaten“ verweisen, die von Publikum und internationaler Kritik begeistert aufgenommen wurde. Zu Ehren des 10. Todesjahres von Mauricio Kagel inszeniert Valentin Schwarz (musikalische Leitung: Arnaud Arbet) „Mare Nostrum“. Darin wird’s die europäische Kolonialgeschichte einmal umdreht: Ein Indianerstamm aus Amazonien erobert friedlich das Mittelmeer und stößt auf Rohstoffverschwendung und Müllberge – ein beklemmender Blick in die Zukunft aus dem Jahr 1975.

„Im weißen Rössl“ fern der kitschigen Klischees

1947 hatte Kurt Weills „Street Scene“ – eine Mischung aus wuropäischen und US-amerikanischen Muiktraditionen wie Jazz und Blues – in New York Premiere, im April 2019 erlebt die Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid und der Opera de Monte Carlo ihre Kölner Erstaufführung. Fern der kitschigen Klischees soll „Im weißen Rössl“ inszeniert werden – Chefdramaturg Georg Kehren erinnerte daran, dass die Operette in der Nazi-Diktatur verboten war: Die Ko-Autoren war Juden. In diese Zeit passt auch eine Hommage an die „Comedian Harmonists“.

Neben sechs Wiederaufnahmen wie „Turandot“, „Tosca“ oder „Jeanne d’Arc“ bietet das Erwachsenen-Theater zehn Premieren an. Darunter auch die Klassiker „Rusalka“ von Antonin Dvorak und „Die Schule der Eifersucht“ von Antonio Salieri. Zum 200. Geburtstag von Jacques Offenbach im nächsten Jahr bereitet Christian von Götz mit „Je suis Jacques“ einen besonderen Geburtstagsgruß. Das Potpourri aus Offenbach-Werken soll im Umfeld der „alten“ Oper aufgeführt werden – wo, ist noch Betriebsgeheimnis.

Franz Xavier Roth dirigiert zweimal für die Oper

Außerdem wird der Kölner von Jacques Offenbach im nächsten Jahr wir mit „Die Großherzogin von Gerolstein“ gefeiert“ – eine von zwei Opern, die Franz Xavier Roth dirigieren wird. Die andere ist Richard Strauß’ „Salome“. Bei drei Gastspielen kommen die Tanzfreunde auf ihre Kosten: Unter anderem ist Sasha Waltz mit einer neuen Produktion dabei. Auch „Cäcilie Wolkenburg“ mit seinem Divertissementchen wird wieder dabei sein.

International nachgefragt wird der „Ring der Nibelungen“, dessen „Walküre“ in dieser Spielzeit Premiere hat. Der Zyklus wurde nach Madrid eingeladen, wie eine stolze Opernchefin vermeldete. Außerdem können sich die Kinder über eine neue „Zauberflöte“ und über „Pin Kaiser und Fip Husar“ freuen, eine Oper nach einem Kinderbuch von Dieter Weißmüller über die Freundschaft eines Pinguins und eines Affen.

Zufrieden ist Meyer mit der noch laufenden Spielzeit. Danach wurde eine durchschnittliche Auslastung von fast 90 Prozent erreicht. Nachdem zuvor die Abonnentenzahl gesunken ist, stieg sie um 10 Prozent. Das Ensemble bleibt bis auf zwei Neuzugänge unverändert. Über die Hälfte kommt aus der hauseigenen Nachwuchsschmiede Opernstudio.

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

werter_fwt_22032019

Köln | Als der junge Goethe 1774 „Die Leiden des jungen Werthers“ veröffentlichte, wurde dieser bald ein internationaler Bestseller. Und mancher soll dem unglücklich verliebten Titelheld in den Selbstmord gefolgt sein. Lassen sich die alten Herzensergüsse ins Heute übertragen? Dem geht „Werther“ im Freien Werkstatt-Theater nach.

bauturm_ehu_mayeroriginals_20032019

Köln | Am Ende hat Kapitän Ahab seinen Kampf gegen Moby Dick verloren: Der Weiße Wal zieht ihn unbarmherzig mit in die Tiefe. Lässt sich dieses Epos von Herman Melville – in der Rezeption eng verbunden mit der grandiosen Verfilmung mit Gregory Peck als Ahab – auf die Bühne bringen? Gar auf eine kleine wie im Theater im Bauturm? Für Maximilian Hildebrand und Felix Witzlau kein Problem.

Köln | Am kommenden Freitag ist Peter Vollmer mit dem zweiten Teil seines Programms „Frauen verblühen, Männer verduften“ im Kölner Senftöpfchen zu Gast. Mit dem Kabarettisten, der seine Anfänge in der Freiburger Kabarettszene nahm, sprach Andi Goral über Männerkabarett und ob dies nicht voll neben der Quote sei? Nein sagt Kabarettist Vollmer, denn bei ihm sind regelmäßig mehr Frauen als Männer in der Vorstellung.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >