Kultur Bühne

20042018_BBPromotion_Beneke

Dr. Mark Beneke (rechts) begrüßt die beiden etwas merkwürdigen Gestalten in seinem Arbeitszimmer. Da darf ein echter Vampirschädel nicht fehlen.

Prof. Abronsius zu Besuch beim Vampirexperten

Dr. Mark Beneke, bekannt als Dr. Made, ist auch Vorsitzender der deutschen Sektion der transsilvanischen Dracula-Gesellschaft. In dieser Eigenschaft erhielt er heute Besuch aus Königsberg. Ein Professor und ein Student schauten sich in seinem Arbeitszimmer in der Kölner Südstadt um und holten sich Tipps.

Die Vorhänge sind zugezogen, es ist dunkel, warm, etwas stickig: Ein wuchtiger Schreibtisch in der Mitte des Raumes, hohe Regalwände aus Massivholz und voller Bücher, dazwischen eine antik anmutende Vitrine mit präparierten Tieren, genau gegenüber ein Terrarium mit Fauchschaben, ebenfalls eingebettet in allerlei Bücher und Fachzeitschriften, viele zum Thema Vampire. Auf dem Schreibtisch selbst ein Schädel, ein großer Koffer und zwei ebenfalls präparierte Shapeshifter.

Wir befinden uns im Arbeitszimmer des bekannten Kriminalbiologen Dr. Mark Beneke in der Südstadt. Prof. Abronsius betritt mit seinem Eleven Alfred das abgedunkelte und etwas morbide wirkende Zimmer. Beide sind ganz begeistert von der Ausstattung im Arbeitszimmer des Kölner Wissenschaftlers und Buchautors. Die vielen Werke über Vampire und ihre Wissenschaft, der geheimnisvolle Koffer und der Schädel auf dem Schreibtisch. Harter Schnitt: Dr. Beneke betritt die Szene und begrüßt die beiden, die sich fulminant und sehr glaubwürdig erschrecken.

Im anschließenden Gespräch fachsimpeln der Professor und der Doktor und Präsident der Transsilvanischen Gesellschaft über die Untoten. „Vampire töten nicht aus Rache, sondern aus Liebe“, so eine der vielen Weisheiten, die Beneke in seinen Studien erfahren hat. Dass der walachische Fürst Vlad III. Draculea Urvater aller Vampire sei, ist aber ebensolcher Unsinn wie die Behauptung, dass man Vampire nicht auch präparieren kann. Und so zeigte Beneke seinen verduzten Gästen einen Original-Vampirschädel, Pflöcke, Miniatur-Vampire und einige seiner Tierpräparate, die in seiner großen Vitrine stehen. Jetzt wird allen Beteiligten auch klar, warum sie im Dunkeln stehen. Die Präparate sind empfindlich gegen Tageslicht, zumal gegen so grelles eines sonnigen Frühlingstages.

Immerhin kann der neugierige Professor dem Kölner Vampirexperten einige Geheimnisse und Weisheiten entlocken. Dass er – Beneke – selbst schon einmal einem Vampir begegnet sei. Dass die ganze pseudo-wissenschaftliche Ergründung der Ursprünge im gebirgigen Hinterland Rumäniens alles nur für Touristen aufgebaut wurde und dass Vampire letztlich auch nur Menschen sind, oder besser gewesen sind.

Gelungene Promotion für ein Erfolgs-Musical

Das alles ist natürlich nicht wirklich zufällig passiert. Der Veranstalter BB-Promotion hatte zu dem Pressetermin in die Südstadt geladen, um das derzeit laufende Musical „Tanz der Vampire“ zu promoten. Das läuft bereits seit Mitte Februar dieses Jahres und wird noch bis zum 29. September in Köln gastieren. Der etwas verwirrt verkauzt wirkende Charakter ist Teil einer komplexen Handlung rund um Liebe, Vampire und das Schicksal, das Lebende und Untote miteinander verbindet.

Das Musical selbst gastiert zum ersten Mal in der Domstadt. Erfinder des Musicals „Tanz der Vampire“ ist der US-Regisseur Roman Polanski, der selbst bei seiner Premiere im Jahr 1997 Regie führte. 30 Jahre zuvor hatte er selbst den Spielfilm „The Fearless Vampire Killers“ realisiert und damit selbst den Grundstein für die Parodie des Genres in Form eines Märchens gelegt. Mehr als 20 Jahre nach seiner Premiere wird das Musical nun im Blauen Zelt aufgeführt, mit sieben Aufführungen an fünf Wochentagen (Doppelvorstellung Samstag und Sonntag, Montag und Mittwoch Pause).

Besetzung

Prof. Abronsius wird dargestellt von Victor Petersen, Tom Van der Ven spielt den Studenten Alfred, Maureen May Gillary spielt die weibliche Hauptrolle der Sarah, während der düstere Graf von Krolock von David Arnsperger gemimt wird. Das Musical dauert drei Stunden, inklusive Pausen, die Songs und Dialoge sind in deutscher Sprache, übersetzt von Michael Kunze, der schon viele internationale Produktionen ins Deutsche übersetzt hat.

Weitere Informationen zum aktuellen Musical „Tanz der Vampire“ finden sie auch im Internet unter: www.bb-promotion.de.

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