Kultur Bühne

tdk_ehu_23052019

Heinz Simon Keller, Chef des Theaters der Keller, in der noch leeren Halle: Sie soll die Interimspielstätte für die nächste Spielzeit werden.

Theater der Keller zieht an den Deutzer Hafen

Köln | 44 Jahre war Kleingedankstr. 6 die Adresse des Theater der Keller. Lange schwebte die Kündigung über den Bühnen. Im Juli ist dort nun endgültig Schluss. Der Plan, auf dem Ebertplatz ein Provisorium zu bauen, zerschlug sich. Jetzt fand man für die kommende Spielzeit 2019/20 zeitweiligen Unterschlupf bei der Tanzfaktur am Deutzer Hafen. Ist der Hinterhof von Siegburger Str. 233 zu weit ab vom Schuss?

tdk_ehu_23052019a

Die ehemalige Autowerkstatt in einem Hinterhof an der Siegburger Straße: Die Tanzfaktur will sie zu ihrer zweiten Bühne ausbauen.

Keller-Intendant Heinz Simon Keller ist optimistisch. „Ich bin voll fröhlicher Heiterkeit“, sagte er bei der Vorstellung des Spielplans für die kommende Spielzeit. Hauptsache, nach Jahren der Ungewissheit endlich eine Interimspielstätte gefunden zu haben. Und er erhofft sich Synergie-Effekte von der Zusammenarbeit mit „Gastgeber“ Tanzfaktur. Und umgekehrt. Hausherr Slava Gepner nennt unter anderem die Erfahrungen bei der Nutzung der „Werkhalle“, eine ehemaligen Autowerkstatt. Die könne man brauchen, wenn sie im Frühjahr 2020 noch einmal umgebaut wird.

Die Tanzfaktur eröffnet damit auch ihre zweite Bühne

Die Tanzfaktur eröffnet damit auch ihre zweite Bühne neben der schon bestehenden „Kammerbühne“ im Hauptgebäude. Darauf kann Gepner zu Recht stolz sein: Vor fünf Jahren hat er mit seiner Gruppe ohne einen Pfennig Geld angefangen, die ehemalige Möbelfabrik zu einem Tanzzentrum umzubauen. Heute genießt es Anerkennung weit über die Grenzen Kölns hinaus.

Doch noch schwebt ein Hauch Ungewissheit über der nächsten Spielzeit. „Wir schaffen das!“, zitiert Gepner einen mittlerweile berühmt-berüchtigten Satz. Der Antrag auf Dauernutzung der Halle für Tanz und Theater sei eingereicht, man hofft auf schnelle Genehmigung der Stadt. Dann heißt es, die 600 Quadratmeter große Halle mit Bühne und Zuschauerrampe auszustatten. Die Künstlergarderoben bleiben im Hauptgebäude, wo auch die Büros, Lager und Garderoben des Theaters unterkommen. 120 Zuschauer sollen in der Halle Platz finden, nach dem Umbau sogar 200.

Irmgard Keuns „Gigli“ eröffnet die neue Spielzeit

Schon im Sommer soll hier ein internationales Tanzfestival stattfinden. Und am 26. September will Keller die neue Spielstätte mit der Bühnenfassung von Irmgard Keuns Roman „Gilgi“ eröffnen – und dabei die alte Kölner Schriftstellerin mit der jungen konfrontieren. Auch die Theaterschule der Keller freut sich auf die die neue Auftrittsmöglichkeit. Unter der Regie von Fabian Rosonsky werden die Schülerinnen und Schüler „Nichts“ von Janne Teller aufführen – Stück über den Sinn des Lebens mit absurden Momenten.

Insgesamt stehen sechs Premieren an. Die weiteren sind „Die Mars-Chroniken“ nach Motiven von Ray Bradbury, Regisseurin Ulrike Janssen sucht hier nach Antwort auf die Frage: Kann ein Wir-Gefühl nur durch Abgrenzung von anderen enstehen? In „All das Schöne“ von Duncan Macmillan wird Regisseur Philipp Plessmann mit Matthias Köhler auch selber auf der Bühne stehen.

„Durch Tanz kann man Gewalt in einer ästhetischen Form darstellen“

„Fight Club“ von Chuck Palahniuk soll dann ein Beispiel für die Zusammenarbeit von Schauspiel und Tanz sein. Es ist die Geschichte eines apathischen jungen Mannes, der seinem anarchischen Gegenbild verfällt – eine Auseinandersetzung, die von Gewalt begleitet wird. „Durch Tanz kann man Gewalt in einer ästhetischen Form darstellen“, schwärmt Stefan Keller schon jetzt. Im März wird dann „Der Zauberer von Oz“ fortgeschrieben: Dorothy will das heile Märchenland nicht mehr verlassen – denn Kansas, das sie einst verlassen hat, ist zur Wüste geworden.

Aus der laufenden Spielzeit übernommen werden sechs Stücke: „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, „Bilquiss“ (Kölner Theaterpreis 2017), „Clockwork Orange“, und die Dauerbrenner „Terror“ und „Tschick“. Sie müssen allerdings alle für die größere Bühne „umgeschrieben“ werden.

Und wie geht es 2020 weiter? Vorsorglich hat man bei Tanzfaktur eine Option auf Verlängerung vereinbart. Doch die will man nicht ziehen, geht stattdessen davon aus, am Kartäuserwall in der Nachbarschaft des Alten Pfandhauses den ehemaligen Kühlkeller einer Brauerei bespielen zu können. Ulrich Wackerhagen, Vorsitzender des Förderkreises Theater der Keller und sachkundiger Bürger für die FDP im Kulturausschuss, zeigt sich optimistisch: „Der Vertrag mit der LEG steht kurz vor der Unterschrift.“ Zuvor müsse aber noch ein Gutachten über die Mauerfeuchtigkeit erstellt werden. Laufzeit des angestrebten Mietvertrags: 40 Jahre.

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

musical_chicago_15062019

Köln | „Liebe, Lüge Leidenschaft“ gibt es noch bis Sonntag im Kölner Musical Dome zu sehen und zu erleben. Vier Shows von „Chicago“, dem Orignal Broadway Musical, können Kölnerinnen und Kölner noch erleben, dann zieht die exzellente Cast weiter. Heute besuchten die Hauptdarstellerinnen und zwei Tänzer die Domplatte.

radio-doria-foto-01-credit-joachim-gern

Köln | Am 9. Juni kommt Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria in die Kölner Philharmonie und präsentiert dort sein neues Album „2 Seiten“. Das Interview führte Stephan Eppinger.

Sie haben 1975 Ihre erste Gitarre bekommen, welche Bands haben Sie damals  musikalisch geprägt?

Jan Josef Liefers: Mit 11 Jahren hörte ich einfach, was meine Eltern hörten oder was im Radio lief. Puhdys, Karat, City, Lift und Renft.

chicago_step_07062019

Das erfolgreiche Broadway-Musical „Chicago“ ist erstmals in der englischsprachigen Inszenierung in Köln und Düsseldorf auf der Bühne.

Köln | „Chicago“ zählt nach dem „Phantom der Oper“ zu den längsten am New Yorker Broadway laufenden Musicals aller Zeiten. Seit 22 Jahren begeistert es am Big Apple seine Fans. 31 Millionen Zuschauer haben das Stück in den 30.000 Vorstellungen bislang weltweit gesehen. Dabei tat es sich in der Originalinszenierung von John Kander, Fred Ebb und Bob Fosse 1975 zunächst schwer. Schon zwei Jahre nach der Premiere fiel der Vorhang scheinbar zum letzten Mal.

Mit einer Premierenkritik von Andi Goral: Chicago am Rhein feiert "Chicago – The Musical"

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >