Kultur Bühne

westwind_comedia_04062021

Junge-Bühne-Bochum: Amor und Psyche | Pressefoto: Christopher Deutsch

Westwind-Festival im August in der Comedia in Köln zu Gast

Theater für Kinder und Jugendliche in der Südstadt

Köln | Das Westwind-Festival zählt zu Deutschlands ältesten Theatertreffen für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr ist das Comedia-Theater an der Vondelstraße in der Kölner Südstadt der Gastgeber. Zehn Stücke aus NRW gehen in den Wettbewerb. Dazu kommen zwei Comedia-Produktionen sowie vier internationale Produktionen, die außer Konkurrenz laufen werden. Ziel ist es das Festival, das beereits vom Mai in den August verschoben worden ist, vor Ort stattfinden zu lassen. „Theater für Kinder und Jugendliche funktioniert nur im direkten Austauschen zwischen der Bühne und dem Publikum. Wir werden jedes Stück im Wettbewerb zweimal spielen, da die Zuschauerzahlen begrenzt sein werden“, sagt Gastgeberin Jutta M. Staerk.

Zu den zehn Stücken, die vom 19. bis zum 25. August im Wettbewerb gezeigt werden, zählt „Besuch bei Katt und Fredda“ vom Echzeit Theater Münster. „Das ist ein Klassiker, der mit dem Blick von heute in einer rasanten Inszenierung präsentiert wird.“ Bei „(Amor und) Psyche“ von der Jungen Bühne Bochum geht es um das Selbstbild junger Frauen. „Jagger Jagger“ vom Toboso Essen bringt einen Kinder- und Jugendroman auf die Bühne. „Das ist ein Kollektiv, das neue Wege geht und das performative Brüche sucht.“

„Löwenherz“ kommt vom Consol Theater Gelsenkirchen. Im Mittelpunkt steht ein Stofflöwe, der durch die Welt wandert und der so Geschichten verschiedener Welten zusammenbringt. Es geht um Zusammenhalt, aber auch um Widersprüche. „The Big Picture“ wird vom Performance Kollektiv Fetter Fisch aus Münster mit nach Köln gebracht. „Es ist ein Stück über die eigene Realität und den Werdegang als Künstler. Eine spannende Produktion für unser junges Publikum.“ „Das Gesetz der Schwerkraft“ ist ein Autorenstück von der Burghofbühne Dinslaken. Im Mittelpunkt steht ein Duo. Die eine Figur ist mit dem eigenen Geschlecht nicht zufrieden und offenbart sich einem anderen Jungen, mit dem eine Freundschaft entsteht. „Das ist ein Stück, das Mut und Hoffnung macht.“

„Turning Points“ stammt vom FFT mit Regisseur Ingo Toben aus Düsseldorf und ist ein interaktives Stück, bei dem vier junge Menschen ihre Fluchtgeschichte jeweils zusammen mit einem vor Ort ausgewählten Zuschauer erzählen werden. „Das ist ein sehr berührende Installation, bei der das Publikum in unserer Probebühne von einer Insel zur anderen wandern wird.“ Bei „W.H.A.M“ steht die Abkürzung für „Weißer Hetrosexueller Alter Mann“. Die Produktion stammt vom Kölner c.t.201 in Koproduktion mit der Studiobühne. Es geht dabei um den Zustand der Gesellschaft und Kulturszene und um Dinge, die man nicht so gerne hört, die aber hoch vergnüglich präsentiert werden.

„Loveparade“ vom Kom'ma Theater Duisburg ist ein Theaterstück, das das Geschehen um das Unglück bei der Loveparade und die Prozesse danach mit vielen Zitaten dokumentiert. Nur als Video kann die Jury das Tanzstück „Boys don't dance“ vom Düsseldorfer E-Motion Takao Baba sehen, da dieses aus Termingründen nach Verschiebung des Festivals in den August nicht live vor Ort in Köln aufgeführt werden kann. Zurückgezogen wurde das Tanzstück „Rausch“ vom Jungen Schauspiel Düsseldorf, das aktuell nach Diskussionen zu den Inhalten und Aussagen neu inszeniert wird.

Wer als Sieger hervorgeht, entscheidet sowohl eine Fachjury mit dem Schauspieler und Autor Sergej Gößner, der Choreografin Elisabeth Clarke-Hasters und der Intendantin des Jungen Nationaltheaters Mannheim, Ulrike Stöck, als auch eine Kinder- und Jugendjury, die jeweils einen eigenen Publikumspreis vergeben.

Außerhalb des Wettbewerbs laufen die Comedia-Produktionen „Cyclo“ in Koproduktion mit der Compania Aranwa aus Chile und „Werther in Love“. Dazu kommen mit „Rita“ und „Frankenstein“ aus Belgien sowie „M.A.R“ aus Spanien und „Campo“ aus Brasilien vier internationale Produktionen. Zu den Angeboten des Festivals zählen neben der Eröffnungsveranstaltung und der Preisverleihung auch eine postkoloniale Rallye von Schülern des Humboldt-Gymanasiums und eine postkoloniale Stadtführung von Decolonize Cologne, die beide jeweils die Südstadt als Ziel haben. Geplant ist außerdem ein Programm für Fachbesucher des Festivals unter anderem mit dem Format „Young Experts“, bei dem Kinder und Jugendliche die Theatermacher beraten. Weitere Informationen zum Programm gibt es online unter:

www.westwind-festival.de

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

Hamburg/Köln | Sie ist die Stadtgründerin Kölns, Händel schrieb eine Oper über sie, mit der in Hamburg nun triumphal die Corona-Zeit endet: Agrippina begeistert.

TV-Sender 3sat zeigt „Graf Öderland"

Es ist eine der größten Auszeichnungen im deutschen Theaterleben: eine Einladung zum Berliner Theatertreffen, das seit Mitte der 1960er Jahre einmal jährlich die wichtigsten Theaterproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen bringt. Mit dabei ist in diesem Jahr auch Stefan Bachmann, seit 2013 Intendant des Schauspiel Köln – allerdings mit einer Regiearbeit, die der Schweizer Theaterregisseur nicht in Köln sondern in Basel realisiert hat: „Graf Öderland – Eine Moritat in zwölf Bildern" von Max Frisch, eine Koproduktion von Theater Basel und Bayerischem Staatsschauspiel/Residenztheater in München.

paul_PR_Foto_19052021

Köln | Gleich zwei Geburtstage in einer Woche bei Roncalli. Gestern feierte der Circus Roncalli 45-jähriges Bestehen und morgen Bernhard Paul 74. Geburtstag. Ausgerechnet im zweiten Corona-Jahr und damit wieder ohne Zirkuszelt auf dem Kölner Neumarkt.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >