Kultur Film

26. Deutscher Kamerapreis in Köln verliehen

Köln | Elf Preise wurden heute Abend in Köln verliehen beim Deutschen Kamerapreis 2016. Den Ehrenpreis erhielt Pio Corradi. Verliehen wird im Fach der klassischen Medien und des Films, die auch den Preis als Partner unterstützen.

Edgar Reitz leitete in diesem Jahr die Jury, die über Nominierungen und Gewinner entscheidet. Er leitete auch die Jury in der Kategorie Kinospielfilm, die in diesem Jahr Reinhold Vorschneider auszeichnete. Den Kameramann des Filmes „Wild“. Reitz lobt die Einmaligkeit und den konsequenten Mut des Films. Der Film „Wild“ war kein Kassenschlager. Reitz stellte fest, dass Einschaltquoten und Besucherzahlen nicht immer Auskunft über die Qualität von Filmen geben. Reitz: „Ich weiß selbst nach über 50 Jahren Filmarbeit noch immer nicht, ob wir uns mit diesem Widerspruch abfinden müssen oder nicht.“

Mit dem Ehrenpreis wurde Pio Corradi ausgezeichnet. Er drehte Filme wie „Höhenfeuer“, „Candy Mountain“, „Die Salzmänner von Tibet“ oder „Tennessee Nights“. Die Jury lobt die feinfühlige Sicht des Kameramanns aus der Schweiz. Corradi gilt als wortkarg und treu, weil er immer wieder mit den gleichen Filmemachern arbeitet. Die Jury lobte seine besondere Empathie die er zu seinen Protagonisten aufbaue und das in jedem Kulturkreis.

Für die beste Kamera im Fernsehfilm wurde Felix Novo de Oliveira für den Tatort „Schutzlos“ ausgezeichnet. Es sei die besondere Wirkung der Farben, die die Bilder wie handkoloriert wirken lassen. Dies sei faszinierend und befremdlich zugeleich, so die Jury. Ute Freund wurde für „Hello I am David – eine Reise mit David Helfgott“ für die beste Kamera im Dokumentarfilm bedacht. Sie überzeuge mit einer besonders souveränen, ausschnittsicheren und ruhigen Kamera.

Für die Art wie René Begas Krisenberichterstattung ins Bild rückt – etwa mit seiner Arbeit „Menschen hautnah: Lesbos – Helfer der Gestrandeten“, wurde er ausgezeichnet. Die Jury: „Die Kameraführung passt sich an die Geschehnisse an, verweilt in Schlüsselszenen und trägt dadurch zu einem wahrhaftigen Bildeindruck bei.“

Die weiteren Preisträger: In der Kategorie Kurzfilm, Markus Förderer für „I Remember“, Wolfgang Schick für die „Reportage im Ersten: Vietnam – Longh Thanh will lachen“, das journalistische Kurzformat und im Langformat Claus Wehlisch für den Schnitt im „Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld“. Michael Kuleba für den besten Schnitt im Kurzformat für „Memoire“. Die Nachwuchspreise im Format Kamera ging an „Eat my Dream“ von Jessica Dürwald und im Schnitt an Fiona Brands: „Die Ballade von Ella Plummhoff“.

Zurück zur Rubrik Film

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Film

Los Angeles | Der Film "Nomadland" von Regisseurin Chloé Zhao ist aus der 93. Verleihung der Academy Awards als großer Gewinner hervorgegangen. Mit "Bester Film", "Beste Regie" sowie "Beste Hauptdarstellerin" gewann er gleich in drei Hauptkategorien. Im Mittelpunkt des Roadmovies steht eine trauernde Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes ihre Heimatstadt verlässt.

„Je Suis Karl" läuft in der Berlinale Special Gala

Köln | Der von der Kölner Filmfirma Pandora Film produzierte Film „Je Suis Karl" wird seine Weltpremiere im Rahmen der 71. Berlinale haben. Der Film erhielt soeben eine Einladung für die Sektion Berlinale Special Gala.

Hartford | Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer ist tot. Der Oscar-Gewinner starb im Alter von 91 Jahren, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Plummers Freund und Manager Lou Pitt.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >