Kultur Film

Ufa-Chef: Deutsche Sender haben Vorbehalte gegen Hitler-Serie

Berlin | Nico Hofmann, Chef der größten deutschen TV- und Filmproduktionsfirma Ufa, hat nach wie vor Schwierigkeiten, einen deutschen Sender für sein Serienprojekt über das Leben des jungen Adolf Hitler zu finden: "Ich bin da mit meinem Latein allmählich am Ende", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgabe). Zwar seien ausländische Partner an dem Thema sehr interessiert, das allein jedoch reiche nicht. Er benötige für dieses Projekt "zwingend einen deutschen Sender".

Ihre Absagen begründeten die deutschen TV-Anbieter nicht mit "qualitativen Bedenken". Vielmehr stoße er "auf politische Vorbehalte – sogar bei den Öffentlich-Rechtlichen". Aufgeben will der Produzent aber nicht: "Dafür haben wir schon zu viel investiert."

Rund die Hälfte der Finanzierung stehe, so Hofmann. Er unternehme "gerade einen weiteren Vorstoß". Hofmann hofft, dass sich angesichts der "aktuellen politischen Entwicklungen die Sender irgendwann diesem Thema stellen müssen".

Die Hitler-Serie war ursprünglich für RTL entwickelt worden, das sich aber Ende vergangenen Jahres aus dem Projekt zurückzog. Zuletzt hatte Hofmann in den USA nach Partnern für die Serie gesucht.

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