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Kunstbilanz 2018: Das begeisterte den Direktor des Museum Ludwig Yilmaz Dziewior

Köln | Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, zieht im Gespräch mit Christoph Mohr seine ganz persönliche Kultur- und Kunstbilanz 2018 und blickt auf 2019. Kölner Stimmen hört in der Kultur und Kunst-Community nach.

Welche drei Künstler haben Sie in diesem Jahr begeistert?

Nicht nur ich sondern auch das Kunstkompass Ranking sieht in Haegue Yang die Künstlerin des Jahres. Die koreanische Künstlerin, der die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig den Wolfgang-Hahn-Preis verliehen hat und der das Museum Ludwig 2018 eine große Retrospektive widmete, belegt den Platz 1.

Der Regisseur Christian Petzold mit seinem jüngsten Film „Transit“ hat mich total begeistert. Ihm gelingt es den gleichnamigen Roman von Anna Seghers, den diese 1942 im Exil geschrieben hat, eine unheimliche und packende Aktualität zu verleihen.

Eine Künstlerin, die mich nicht nur dieses Jahr, sondern schon seit vielen Jahren begeistert, ist Mary Bauermeister. Die in der Nähe von Köln lebende Königin der Konzept- und Fluxus-Kunst, ist bei aller Berühmtheit in Fachkreisen, noch ein echter Geheimtipp.

Der belgische Modedesigner Raf Simons scheint sich immer wieder neu zu erfinden. Mit der ausgeflippten Kontinuität der Herrenmode, die unter seinem eigenen Namen firmiert, konterkariert er den in der Vergangenheit eher klassischen Stil, den er als langjähriger Kreativdirektor von Jil Sander und danach bei Christian Dior entworfen hat. Und selbst so einem biederen Label wie Calvin Klein verhilft er seit 2016 zu einem das aktuelle Lebensgefühl treffenden Look. Vor allen Dingen seine jüngste Kollektion mit Andy Warhol Motiven überraschten selbst die, die dachten, sie wüssten schon alles über Warhol und Mode.

 

Welche drei Ausstellungen haben Sie in diesem Jahr begeistert?

Im Mai dieses Jahres zeigte Eva Birkenstock im Düsseldorfer Kunstverein eine Ausstellung mit Ei Arakawa. Mich hat diese Ausstellung auch deshalb begeistert, weil sie unterschiedliche Werke, Installationen, Malerei und Performance in einen kongenialen Dialog setzte.

Im Juni eröffnete das Kunsthalle Mannheim mit einer Einzelausstellung mit Jeff Wall ihre neuen Räume. Die vom Künstler selbst initiierte Schau zeigte einmal mehr, wie bravourös Jeff Wall es versteht gleichzeitig unseren Intellekt und unsere Sinne anzusprechen. Dass diese Ausstellung nicht nur konzeptuell brillant war, ist eines ihrer positiven Merkmale und gleichzeitig sahen die Räume des MMK nie so gut aus.

Absolutes Highlight war die Ausstellung Cady Noland im MMK Frankfurt. Der neuen Direktorin gelang es, wovon viele Kolleg*innen träumen, mit Cady Noland eine Künstlerin zu überzeugen, die sich eigentlich schon seit vor mehr als zwei Jahrzehnten zurückgezogen hatte.

 

Hier dürfen Sie ein bisschen Werbung für sich machen. Was dürfen wir von Ihnen in 2019 erwarten?

Von den viele Highlights, die 2019 im Museum Ludwig zu sehen sind, möchte ich hier auf die Wiederentdeckung der 80 jährigen Künstlerin Nil Yalter Anfang März 2019 hinweisen. Ein weiterer Höhepunkt wird sicher die große Retrospektive von Wade Guyton, die den amerikanischen Shootingstar, dessen Werke sich mittlerweile für Millionen verkaufen, ins Rampenlicht rückt.

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Köln | Das Jahr 2018 geht zu Ende. Zum Jahresausklang fragte Christoph Mohr für report-K einige führende Vertreter der Kölner Kunst- und Kulturszene nach ihrer ganz persönlichen Jahresbilanz, nach ihren Entdeckungen und nach dem, was sie begeistert hat. Und was sie in 2019 planen.

Das gesamte Spezial mit allen Interviews finden Sie hier bei report-K >

Lesen Sie hier die persönliche Jahresbilanz von:

Dr. Yilmaz Dziewior
Direktor, Museum Ludwig
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Christian Nagel
Galerist
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Ditmar Schädel
Vorstandsvorsitzender, Deutsche Gesellschaft für Photographie e.V. (DGPh)
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Gabriele Conrath-Scholl
Leiterin, Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
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Markus Eisenbeis
Geschäftsführer, Auktionshaus Van Ham
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Mechtild Tellmann
Direktorin, Festival tanz.tausch
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Julian Pörksen
Dramaturg am Schauspiel Köln
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Nikola Dietrich
Direktorin Kölnischer Kunstverein
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Idee und Realisation: Christoph Mohr

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