Kultur Kunst

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“Lupo”: Das junge kölsche Quintett tritt in der Museumsnacht im Stadtmuseum auf. © QOLABO

20. “Kölner Museumsnacht”: Am 2. November wird aus Scheiße geld

Köln | Die “Museumsnacht Köln” feiert ihren runden Geburtstag: Am 2. November findet sie zum 20. Mal statt. Und das mit einem Rekord: 49 Museen und andere Kulturstätten machen mit – 28 waren es bei der ersten. Über 200 Veranstaltungen locken – eine bunte Mischung für Jung und Alt aus Konzerten, Workshops, Lesungen, Performances und Lesungen.

Natürlich sind alle städtischen Museen dabei, aber auch private wie Käthe-Kollwitz-Museum, Karnevalsmuseum oder Weinmuseum. Dazu Bildungsinstitutionen wie ecosign oder KISD (Köln International School of Design) und “Künstlerhäuser” wie Kunsthaus Rhenania und die Kolbhalle. Dazu zählt auch Odonien, das erstmals mitmacht.

Wenn aus Scheiße Kostbares gepresst wird

Ebenso Banansprayer Thomas Baumgärtel, der sein Atelier in Dellbrück öffnet (am “Tag der offenen Ateliers” fehlte er). Newcomer in der Teilnehmerliste sind auch das Literaturhaus und Domid, das “Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland”. Da es noch keine eigenen Räume hat, zeigt es das Beste aus seiner 150.000 Objekte umfassenden Sammlung im Bezirksrathaus Ehrenfeld.

Nach einer Pause wieder mit dabei sind Markanto in der Galerie Null (mit unbekannten Design-Stücken aus der Bauhaus-Produktion), das Alte Pfandhaus, die Kölner Seilbahn und die Galerien in der Ebertplatzpassage. Hier gibt es einen Diamanten von 0,18 Karat zu bestaunen – gepresst aus der Asche von 4 Kilo menschlicher Scheiße. Ein Kommentar zum Kunstgeschäft?

Platten- und Fotobörse imn Museum für Angewandte Kunst

In allen Museen gibt es Spezial-Führungen. Daneben gibt’s noch viele andere Angebote – zur Unterhaltung oder zur Wissenserweiterung. ecosign etwa hat einen Escape-Room eingerichtet, in der Südstadt-Lutherkirche werden Performances aufgeführt, und im Schokoladenmuseum kann man ausprobieren, ob Whisky, Bier oder Wein besser zu Schokolade passen. Im Belgischen Haus entwickelt Armin Maiwald (“Sendung mit der Maus”) seine ganz eigene Sicht auf die Gründung Kölns. Im Museum für Angewandte Kunst hat eine Platten- und Fotobörse ihren Platz.

Im Museum für Angewandte Kunst lädt auch eine Up-Cycling-Werkstatt mit dem Titel “Aus Müll mehr machen” Kinder ab 6 Jahren ein. An Kinder schon ab 2 Jahren richtet sich im Stadtmuseum ein Kindertheater mit “Trudi, die Gans vom Gertrudenhof”.

Bunt gestrickt ist das Musikangebot – auch hier nur einige wenige Beispiele: “Lupo” im Stadtmuseum, “Left Hand Island” und der österreichische Newcomer Lou Asril mit Spaceexpres im Wallraf-Richartz-Museum, Karnevalistisches zum Mitsingen im – klar – Karnevalsmuseum oder Gitarrenvirtuose Michael Goldort in der Kulturkirche Ost. Wer nach 2 Uhr immer noch nicht müde ist, kann sich in der After-Show-Party im Stadtgarten in den Sonntag tanzen.

“Gastkünstler” der Museumsnacht sind Angie Hiesl und Roland Kaiser: Sie schicken für ihre Aktion “Forks in the City” sechs Mitarbeiter durch die Stadt, die Parkbänke, Brunnen oder Stromkästen oder Mauerritze mit hunderten Plastikgabeln markieren werden. So soll die Aufmerksamkeit auf sonst eher unbeachtete Objekte gelenkt werden. Bei der Frage, warum ausgerechnet das umstrittene Material POlastik eingesetzt wird – bitte direkt an das Künstlerduo wenden.

Wie in den Vorjahren gibt es auch wieder vier Shuttlebus-Touren, die die Veranstaltungsorte in Ost und West, Nord und Süd abdecken. Zentraler Startort ist der Neumarkt, dort gibt es auch wieder die kostenlosen Proviantpakete. Erstmals können die Tickets (20 Euro) auch für andere Angebote des VRS genutzt werden.

20. “Museumsnacht Köln” – 2. November, 19 bis 2 Uhr. Das Programmheft liegt unter anderem in allen beteiligten Kulturstätten und den Vorverkaufsstellen aus. Tickets: 20 Euro. Vorverkauf: Kölnticket und alle teilnehmenden Häuser.

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