Kultur Kunst

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Artothek zeigt Chargesheimer Preisträger

Köln | Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ ist im Nahen Osten weitaus bekannter, als im deutschsprachigen Raum. Die Filmemacher Florian Dedek und Laura Engelhardt haben sich auf die Spuren des Werks nach Israel und Palästina begeben, wo das Originalmanuskript 1939 landete, und dort einen experimentellen Film gedreht. Die Artothek zeigt nun eine Videoinstallation aus Fragmenten des Films, der 2020 fertig gestellt wird. Für seine Medienkunst wurde Dedek im Sommer mit dem Chargesheimer-Stipendium ausgezeichnet.

Er schaffe „eine aus persönlicher Perspektive entstandene Filmarbeit mit politischen und literarischen Fundamenten, beziehungsreich und von scharfer Komplexität“, sagte die Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln Susanne Laugwitz-Aulbach bei der Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung ist Teil des mit 10.000 Euro dotierten Chargesheimer-Förderstipendiums, das nach dem Kölner Fotografen Karl-Heinz Hargesheimer benannt ist. Es ist eins von fünf Stipendien, das die Stadt Köln seit den 70er Jahren jährlich in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Medienkunst und Jazz vergibt. Die Jury besteht aus Vertretern aus Kulturpolitik und -verwaltung. 28 Bewerbungen gab es in diesem Jahr.

Florian Dedek (35), studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, anschließend folgte ein postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln, das er 2019 abschloss. In seinem erstem Film mit dem Titel „Dann muss es ja ein was weiss ich was Gutes geben“ von 2016 betrachtet Dedek die jüngere Deutsche Geschichte als Kind von RAF-Sympathisanten, die während seiner Kindheit acht Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen haben.

Laura Engelhardt, mit der er den Film gemeinsam drehte, absolviert ebenfalls ein postgraduales Studium an der KHM und arbeitet als Filmemacherin in Berlin und Köln.

Ihre Videoinstallation „Das Schloss“ basiert auf dem gleichnamigen Romanfragment von Franz Kafka. Es handelt von einem fiktiven Hauptcharakter K., der während eines fortwährenden Schneesturms vergeblich in ein Schloss zu gelangen versucht, daran jedoch von den Dorfbewohnern gehindert wird. Das Buch ist in Nahen Osten weitaus bekannter als hierzulande. Das Originalmanuskript des Romans, den Kafka 1922 zu schreiben begonnen hatte, wurde 1939 von Max Brod nach Palästina gebracht.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 21. Dezember.

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