Kultur Kunst

Clouth-Quartier: Aus für das Künstlerhaus CAP-Cologne

Köln | Was wird aus der Künstlerhalle auf dem Clouth-Gelände? Die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne stadt sagt sie könne den Kreativen keinen weiteren Aufschub einräumen, die die Halle für sich renovieren wollten. Die Künstler zeigen sich schockiert, sprechen davon, dass sie kurz davor waren alles Geld zusammenbekommen haben.

Moderne Stadt spricht davon, dass es der Künstlervereinigung CAP Cologne nicht gelungen sei den Erwerb und Umbau der Halle 29 zu einem Atelier- und Ausstellungshaus zu stemmen. Die Gesamtinvestition sollte so Moderne Stadt, die sich auf die Künstler bezieht, bei fünf Millionen Euro liegen. Moderne Stadt betont, dass man keine Gewinnerzielungsabsicht bei der Halle 29 verfolgt habe. Die Künstlergruppe habe zwei Fristen verstreichen lassen. Jetzt habe die moderne Stadt einen Investor und könne den Kreativen keinen weiteren Aufschub gewähren. Jetzt will die Stadtentwicklungsgesellschaft selbst ein Atelier- und Ausstellungshaus aus der Halle 29 formen.

Die Künstler widersprechen der Darstellung von moderne Stadt. In einer Mitteilung der Künstlergruppe heißt es: „Die Pläne und die Finanzierung steht - nur bräuchten wir noch den November für eine weitere Absicherung von 1,5 Millionen Euro, die uns für diesen Zeitraum von einem Kölner Unternehmer in Aussicht gestellt sind.“ Die Künstler führen an, dass man zehn Jahre um die „Halle Zehn“ gekämpft habe, dann eine Zusicherung vom Rat der Stadt bekommen habe, aber diese von der Stadtentwicklungsgesellschaft schon anderweitig verplant gewesen sei. Dann habe man die Halle 29 akzeptiert und bräuchte jetzt noch drei Wochen, die nicht gewährt würden. Die Künstler sprechen von einer nicht nachzuvollziehenden Härte.

Die Moderne Stadt habe den Künstlern, so schreibt man, in dreieinhalb Jahren ständig neue Auflagen gemacht oder unterschiedliche Angebote. Zudem sei nie wirkliche Transparenz hergestellt worden. Zusammengefasst schreiben die Künstler: „Im Grunde wurden uns - statt Hilfe - ständig Stolpersteine und neue Forderungen in den Weg gestellt.“

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