Kultur Kunst

Ein Kölner in Frankfurt: Alireza Varzandeh zeigt neueste Arbeiten in der Mainmetropole

Frankfurt am Main | Eine Ausstellung in Frankfurt widmet die dortige Galerie Barbara von Stechow dem Kölner Künstler Alireza Varzandeh. Bis Mitte Januar 2013 sind in der Bankenmetropole neueste Arbeiten des gebürtigen Iraners zu sehen, der seit Ende der 80er Jahre in Köln lebt und arbeitet.

Varzandehs Arbeiten, so die Galerie, vereinten künstlerische Ansätze aus Impressionismus (in der Verwendung von Licht), Futurismus (in der Verbildlichung von Bewegung und Dynamik) und traditioneller persischer Kunst (Ornament). Varzandeh wurde 1963 in der südiranischen Großstadt Schiras (Shiraz) geboren, die wegen ihrer prachtvollen Gartenanlagen auch „Garten des Iran“ genannt wird. In Teheran studierte er von 1981-85 an der dortigen Universität Design mit dem Schwerpunkt Illustration.
Auch nach der iranischen Revolution 1979, dem Sturz des Schahs und der Machtübernahme durch Ayatollah Khomeini stellte der junge Künstler – nach Angaben der Galerie – noch öfter in seinem Heimatland aus, darunter auch im 1977 eröffneten Museum für moderne Kunst in Teheran. In der westlichen Öffentlichkeit heute nahezu unbekannt, war das Tehran Museum of Contemporary Art, das maßgeblich von der 1979 ins französische Exil gegangenen Kaiserin Farah Diba initiiert und ihrem Cousin, dem Architekten Kamran Diba gebaut wurde, zum Zeitpunkt seiner Eröffnung 1977 eine Sensation.
Bis heute beherbergt es die wohl größte Sammlung der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und den USA – 1500 Arbeiten von fast jedem wichtigen Künstler zwischen französischem Impressionismus und US-amerikanischer Pop Art, Meisterwerke von Claude Monet, Van Gogh, Picasso, Alberto Gicometti, Marx Ernst und Magritte, Henry Moore, Jackson Pollock und Andy Warhol etc. Nach der Iranischen Revolution 1979 aber wurde diese spektakuläre Sammlung jahrzehntelang im wahrsten Sinne des Wortes unter Verschluss gehalten; für das Publikum unzugänglich und unsichtbar, lagerten die Arbeiten im Keller. (ARTE widmete dem Museum 2009 einen einstündigen Beitrag)
Alireza Varzandeh selbst verließ Mitte der 80er Jahre seine Heimat und suchte in Deutschland Zuflucht. Von 1987 studierte er an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln, wo er seitdem lebt. Besonders ist Varzandeh in Köln auch als Bühnen- und Kostümbildner hervorgetreten. Mehrfach wurde er dafür mit dem Kölner Theaterpreis geehrt. 1999 gründete er mit der Regisseurin Inka Neubert das INTEATA, um der Kölner Theaterlandschaft neue Impulse zu geben.
Köln ist in den jetzt in Frankfurt ausgestellten Arbeiten auch im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar, so zum Beispiel in dem Bild „Neumarkt (Sommerregen), 2012
Eine Auswahl der gegenwärtig in Frankfurt zu sehenden Arbeiten findet sich auf der Website der Galerie Barbara von Stechow.
In Köln wurden Arbeiten u.a. in der Galerie Dagmar Schmidla gezeigt.
----------------------------------------------------------
Galerie Barbara von Stechow, Feldbergstraße 28, 60323 Frankfurt am Main, www.galerie-von-stechow.com
 

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

Köln | Mit einer kleinen Verkaufsausstellung ehrt die Wiesbadener Photogallerie Kleinschmidt Fine Artists den Kölner Architekturphotographen Karl Hugo Schmölz (1917-1986). Niemand hat so wie der lange Zeit fast in Vergessenheit geratene Photograph den Wiederaufbau des kriegszerstörten Kölns in den 50er Jahren dokumentiert. Lange verkannt, gilt Karl Hugo Schmölz heute auch als einer der Großen der Architekturphotographie.

tintorettoehu_09_10_17

Köln | Im Oktober startete das Wallraf-Richartz-Museum mit „Tintoretto – A Star was Born“ die Ausstellung zum 500. Geburtstag des italienischen Malergenies. Neun Wochen später, sollen bereits mehr als 50.000 Kunstinteressierte die Jubiläumsschau gesehen haben. „Wir sind sehr zufrieden, wie toll diese großartige Sonderausstellung vom Publikum angenommen wird“, freut sich Museumsdirektor Marcus Dekiert und erläutert: „Die Besucher reisen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Europa an. Vor allem viele Italiener kommen ins Wallraf, um mit uns diesen wunderbaren, venezianischen Maler zu feiern.“

New York | Der unbekannte Bieter, der im November Leonardo da Vincis Gemälde Salvator mundi für rund 450 Millionen US-Dollar ersteigert hat, soll ein Prinz aus Saudi-Arabien sein. Das berichtet die New York Times. Der Prinz sei in der Öffentlichkeit wenig bekannt, aber ein Freund des saudischen Thronfolgers, schreibt die Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe.

KARNEVAL NACHRICHTEN

Weihnachtsmärkte in Köln 2017

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS