Kultur Kunst

08062018_KaetheKollwitz1

Jan Kollwitz setzt die bildhauerische Tradition seiner berühmten Urgroßmutter fort – wenn auch mit Keramik statt Bronze.

Käthe-Kollwitz-Museum: Enkel zeigt japanische Keramiken

Köln | Kein leichtes Los, den Namen einer berühmten Vorfahrin zu tragen. Doch Jan Kollwitz, Urenkel von Käthe Kollwitz, trägt das Schicksal gelassen – und hat sich in der internationalen Kunstwelt als Keramiker längst einen eigenen Namen geschaffen. Das Käthe-Kollwitz-Museum zeigt jetzt über 50 Arbeiten, die er in japanischer Tradition geschaffen hat.

Jan Kollwitz hat in zwei Jahren vor Ort nicht nur die japanische Sprache und bei einem Meister die japanische Keramik gelernt. Sondern auch eng damit verbunden japanische Gelassenheit und Weisheit, gespeist aus dem Zen-Buddhismus. „Das Entscheidende an einem Gefäß ist die Ausstrahlung“, hat ihm der Meister beigebracht.

Eine Aussage, mit der er zunächst nichts anfangen konnte, wie er zugibt. Und der 58-Jährige erklärt: „Wenn man zuviel Ego-Energie in die Arbeit steckt, kommt nichts Gescheites dabei heraus. Der Stress überträgt sich auf die Objekte.“. Gelassenheit also beim Formen der schlichten, zeitlos elegant-schönen Tassen, Schalen, Vasen, Dosen oder Vorratsgefäße.

Zutaten und Werkzeuge kommen auch aus Japan

08062018_KaetheKollwitz2

Eine Auswahl von Kollwitz’ über 50 Arbeiten, die im Käthe-Kollwitz-Museum ausgestellt werden.

Gelassenheit vor allem beim Brennen der Tonformen. Denn dass dabei ein Drittel die Höllenhitze nicht übersteht, gehört dazu. Den Ofen hat er sich in seinem Atelier – es steht im ostholsteinischen Cismar an der Ostsee – von einem japanischen Ofenbauer errichten lassen. Einmal im Jahr wird er angeheizt, vier Tage dauert ein Brand, alle drei Minuten muss neues Holz eingeworfen werden – eine Arbeit, die er sich mit seinem Freund teilt.

Und dann heißt es, auf den Zufall vertrauen – denn der bestimmt, wie die Objekte hinterher aussehen. Hitze und Asche reagieren mit den Mineralien, die der Ton enthält. Dabei entsteht zum einen eine unregelmäige Glasur, zum anderen die Farben. Blau wird es, wo die Hitze am stärksten war, sonst sind es Braun- und Grautöne in allen Schattierungen. Auch das alles unregelmäßig.

Über den Ofenbau gibt es im Übrigen ein Buch. Geschrieben von Bestsellerautor und Kollwitz-Freund Christoph Peters. „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ heißt und wird während der Ausstellung auch vom Schriftsteller im Rahmen einer japanischen Teezeremonie vorgestellt.

Die Verkaufsausstellung dauert nur zehn Tage. Die Stücke kosten ab 60 Euro. Am teuersten ist ein gut 70 Zentimeter gro0es Vorratsgefäß für 14.000 Euro.

„Japan beginnt an der Ostsee: Jan Kollwitz – 30 Jahre japanische Keramik“ – bis 17. Juni. Käthe Kollwitz-Museum, Neumarkt 18-24, 50667 Köln, Tel. 0221 / 227-28 99 / 26 02, Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa, So und feiertags 11-18 Uhr, Eintritt: 5/2 Euro.

Am 13. Juni, 18.30 Uhr, hält Jan Kollwitz er einen Vortrag über seine Arbeit (Eintritt: 7,50/4,50 Euro). Am 17. Juni, 18.30 Uhr laden er und Chrisoph Peters zu einer Lesung und einer japanischen Teezeremonie (12/8 Euro)

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

museenkoeln_ehu_14052019

Köln | Wie die Japaner Papier zu kleinen Vögeln falten?. Einem Restaurator über die Schulter schauen. Nach Edelsteinen schürfen? Das können Kölnerinnen und Kölner am kommenden Sonntag.

maak_ehu_pr_14042019

Köln | Deutschlands Museen sind im „100-Jahre-Bauhaus-Fieber“. Auch das Kölner Museum für Angewandte Kunst ist angesteckt. „2 von 14“ heißt die Sonderausstellung und holt mit den Cousinen Margarete und Marianne Heymann zwei zu Unrecht vergessene jüdische Künstlerinnen zurück ins Licht der Öffentlichkeit.

durham-2-Kopie_ehu_09042019

Köln | Nichts wie hin in den Skulpturenpark am Zoo: Nur noch bis Ende Mai ist dort die Skulptur „Paglaccio non son“ von Jimmie Durham zu sehen. Dann geht sie nach Dänemark, wo der Künstler in Aarhus eine Einzelausstellung hat. Und auf Durham wartet in Venedig der „Goldene Löwe“ für sein Lebenswerk.

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >