Kultur Kunst

klopsztanga1542012d

Letzte Vorbereitungen im Kölner Schauspielhaus für den Auftakt zu Klopsztanga - Polen Grenzenlos NRW 2012

Klopsztanga – Kultur aus Polen zu Gast NRW - Auftakt im Kölner Schauspielhaus

Köln | Klopsztanga – heißt im schlesischen Dialekt Teppichstange. Die Macher des „Fest mit Polen“ verorten hier einen „magischen Ort“ und haben den polnischen Kulturaustausch mit NRW in diesem Jahr unter diesen Titel gestellt. Ein Ort aus der Kindheit, ersten Küssen oder der ersten heimlichen Zigarette. Das Kulturfestival bietet heute im Schauspielhaus Musik, Fotografie und viel Videokunst. Köln ist ein Ort in NRW im Rahmen von „Polen grenzenlos NRW“ und der polnische Gegenbesuch. Denn 2011 war NRW in 13 polnischen Städten präsent.

Das Fest mit Polen im Schauspielhaus

Zunächst beeindrucken die großen inszenierten Fotos im Schauspielhaus. Sie zeigen Menschen die sich vor TV Geräten entblößen, oder statt Wasser aus der Brause in der Badewanne ihr Haar berieseln lassen, dieses aus roten Kanistern über sich gießen. Aber sie sind gar nicht Teil der Ausstellung, sondern zeigen Szenen aus Inszenierungen des Kölner Schauspielhauses. Das ist irritierend und es wäre besser gewesen diese wenigstens mit einem Vorhang zu verhängen. Die Fotos aus Polen sind in kleineren Rahmen nicht so plakativ gehängt. Es sind Reportage-Fotos die uns in die polnische Realität entführen und in ihrer monothematischen Ausrichtung Momente verdichten. Sie zeigen nicht ein modernes, gestyltes Land, sondern ein Land im Umbruch. Da ist der Arbeiter der etwas zerstört und vielleicht Platz für Neues zu schaffen, das verlassene Schwimmbad mit Kinderbecken, eine Grafik deren Farbe an der Hauswand bereits abblättert, oder Kunst im öffentlichen Raum, kontrastiert durch eine sie umgebende alt wirkende Industriestadtschaft. Es sind Bilder aus der Kohleregion in Oberschlesien, die Ausstellung trägt den Titel „Ein Blick in die Kohle“. Die Fotografien stammen von Arkadiusz Gola, Piotr Wöjcik und Andrezej Tobis. Seit 1991 arbeitet Gola als Fotoreporter für schlesische Zeitungen in Kölns Partnerstadt Katowice. Mehrere Ausstellungen, zahlreiche Preise und Ankäufe durch das Schlesische Museum und das Museum der Geschichte von Katowice dokumentieren die Qualität seiner künstlerischen Arbeit.

Auf mehreren Fernsehgeräten oder mit Beamern wird Videokunst gezeigt. In Videosequenzen sehen wir als Hunde verkleidete Menschen auf der Bühne und real existierende Hunde im Zuschauerraum interagieren, oder den Abriss eines Hauses. Spannend und irritierend. Die akustische Dimension und Dialog findet bei der Videokunst via Kopfhörer statt. In der Schlosserei wurden polnische Filme die das Thema Solidarnosc aufgriffen gezeigt und es gab einen Poetry Slam der Kulturen. Später am Abend gab es Klezmer aus den Karpaten mit der Transkapela und Pop mit Julia Marcell.

Die Vorbereitungen im Schauspielhaus dauerten bis zur letzten Sekunde an. Da wurden im Foyer noch mit Maßband und Wasserwaage die letzten Fotos angebracht, oder Flyer ausgeteilt. Schade ist, dass die Kataloge des Instytut Adama Mickiewicza nur in polnischer Sprache ausliegen. In Köln ist das Festival noch an 14 weiteren Orten aktiv, aber auch im Rahmen der c/o pop und erstreckt sich bis in den November diesen Jahres.

Das Fest mit Polen war der Auftakt für das Festival in Nordrhein-Westfalen. Die Eröffnung wurde im großen Saal des Schauspielhauses von einem Konzert der Gruppe Baaba begleitet. Die zelebrierte „Polish TV-Tunes vs. 60´s Songs about Iron and Steel“. Kulturministerin Ute Schäfer bei der Eröffnung: „Zu Brücken der Verständigung zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen soll die am Sonntag beginnende polnische Kultursaison in NRW beitragen. Kunst bringt die Menschen zusammen - jenseits sprachlicher und kultureller Hürden. Im vergangenen Jahr konnten wir eine großartige Präsentation nordrhein-westfälischer Kultur in Polen erleben. Jetzt sind unsere polnischen Freunde zum Gegenbesuch gekommen. Die Saison Polen grenzenlos NRW 2012 "Klopsztanga" findet mit insgesamt 60 Veranstaltungen bis Juni 2012 in zwanzig Städten Nordrhein-Westfalens statt. Der Kulturaustausch ist Teil des Polen-NRW-Jahres 2011/12. Er wird mit rund 1,5 Millionen Euro vom Land NRW gefördert. Auf Initiative des Landes NRW sollen damit die Beziehungen zwischen NRW und Polen vertieft und ausgebaut werden.“ Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes freute sich, dass die Eröffnung des Festivals in der international orientierten Stadt Köln mit der seit 1991 bestehenden Städtepartnerschaft zu Kattowice gefeiert wird. Małgorzata Omilanowska, Vize-Minister für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen betonte im Kölner Schauspielhaus, dass das Festival ein Geschenk an alle Generationen und ein Dankeschön für „Tam Tam“, das NRW-Festival 2011 in Polen sei. Omilanowska lobte die besonderen Beziehungen zwischen NRW und Polen und den Austausch von Wissenschaft und Kunst.

Infos zum vielfältigen Programm findet man unter www.klopsztanga.de

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

SelinaPfruener_byJanSobierajski_16062019

Köln | „Munaqabba – über Frauen in Vollverschleierung in Deutschland“ heißt eine Ausstellung im Atelierzentrum Ehrenfeld, die ab 21. Juni gezeigt wird, die von vielen Frauen scharf kritisiert wird und die sich in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit und Förderer unter anderem die Stadt Köln und das NRW-Kulturministerium wandten. (report-K.de berichtete >) Die Kritik an der Ausstellung reißt nicht ab. Diese Internetzeitung sandte Fragen an das Atelierzentrum in Ehrenfeld und artrmx und an die Künstlerin Selina Pfrüner. Lesen Sie hier die Antworten und mehr über die anhaltende Kritik.

munaqabba_vusial_pixabay_13619

Köln | „Munaqabba –über Frauen mit Vollverschleierung in Deutschland“ heißt eine Ausstellung der Fotografin Selina Pfrüner die vom 21. bis 30. Juni 2019 im Atelierzentrum Ehrenfeld (AZE) gezeigt wird. In einem offenen Brief hinterfragen mehr als 50 Personen den Sinn und die Intention der Ausstellung und befürchten eine Werbeveranstaltung für die "Vollverschleierung". Den offenen Brief richteten die Aktivisten an die Förderer der Ausstellung: das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und das Kulturamt der Stadt Köln und fragen nach dem politischen Mandat die Ausstellung zu fördern. Report-K fragte beim AZE und den Förderern nach.

ehu_kunstpark_09062019

Köln | Mit 20 neuen Arbeiten wurde traditionell am Pfingstsonntag der Skulpturenpark im Schlosspark Stammheim eröffnet. Im 18. Jahr sind insgesamt 74 Kunstwerke in Kölns wohl schönstem Park zu besichtigen – ganzjährig und bei freiem Eintritt.

Fotostrecke: Ein Blick auf den Skulpturenpark in Stammheim >

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >