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Noch bis zum 28. September 2014 im MAKK zu sehen: Die Design-Ausstellung „Design braucht Haltung“ zum 20-jährigen Jubiläum der Ecosign Hochschule für nachhaltiges Design Köln.

Kölner Ecosign wird 20 Jahre alt: Ausstellung im MAKK

Köln | Die Kölner Ecosign Hochschule für nachhaltiges Design wird 20 Jahre alt. Zum Geburtstag widmet das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) der Hochschule eine Ausstellung im zweiten Obergeschoss. Unter dem Titel „Design braucht Haltung“ ist die Werkschau vom 28. August bis einschließlich 28. September 2014 zu sehen.

Fotostrecke: Impressionen von der Ausstellung >>

Thematisch ist die Ausstellung, die Werke ehemaliger und aktueller Studierender zeigt, in neun Abschnitte. Beleuchtet werden dabei nicht nur verschiedene Designkategorien von Produktdesign bis Kommunikationsdesign, sondern auch soziokulturelle Themen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Prämierte Ausstellungstücke

So gibt es etwa das erst kürzlich mit dem "Red Dot Award 2014" ausgezeichnete multifunktionale Kindermöbel  „Archipel“ für die öffentlichen Raum. Eine Abschlussarbeit der Ecosignerin Claudia Hüskes. Die Serie zeichnet sich dadurch aus, das jedes bewegliche Element frei mit anderen kombinierbar ist und sowohl stille Beschäftigung als auch Aktivität zusammenbringt. Dabei kommt die in schlichtem Rot und Weiß gehaltene Möbelserie ohne einen Tropfen Leim aus, wird durch eine spezielle Verzapfung zusammengehalten.

Wesentlich abstrakter wird es dann mit der Abschlussarbeit von Daniel Hyngar, der sich in einem Buch mit dem Nichts-Begriff in der Philosophie beschäftigt und sich in 17 Kurzgeschichten, abgetrennt durch Typographie, die mit dem Begriff des Nichts spielt, dem Thema anhand von alltäglichen Situationen nähert.

Kritische Auseinandersetzung mit Konsumentenverhalten

Eine Arbeit zum Thema Pluralität, die zum Nachdenken anregt, sind die „Universalprodukte“ von Stefan Pannes, der sich mit dem Verlust der Biodiversität und der zunehmenden Monotonie im Ladenregal beschäftigte. Herausgekommen sind dabei das „Einheitsbier“, die „Einheitsmilch“ oder auch das „Universalgemüse“, allesamt in weißer Umverpackung und bedruckt in schwarzen Lettern.
Auch nachhaltige Wirtschaftskonzepte werden präsentiert. So etwa der „Pfandring“ von Paul Ketz, der inzwischen in mehreren deutschen Städten zum Einsatz kommt und der es ermöglicht, Pfandflaschen getrennt von restlichem Müll an öffentlichen Müllbehältern zu sammeln, wo sie dann von Flaschensammlern mitgenommen werden können ohne vorher den Müll danach durchsuchen zu müssen.

1994 gegründet

Die Ecosign wurde 1994 von Karin-Simone Fuhs gegründet.  Für Fuhs, die war die Eröffnung der Akademie eine logische Konsequenz aus ihren Erfahrung, die sie während ihres Kunst- und Designstudiums gesammelt hatte. Im Oktober 1994 hatte sie mit einem Startkapital von 200.000 DM die Ecosign gegründet, um den Gedanken der Nachhaltigkeit im Design stärker zu verankern. Als prägend empfand sie dabei die Erlebnisse, die sie während ihrer Kindheit in Kairo machte und die sie bereits früh mit sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Missständen konfrontierten.
Mittlerweile hat sich die Ecosign als feste Größe unter den Designschulen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit etabliert, betreibt mehrere Kooperationen mit anderen Hochschulen in Finnland, Spanien, Kalifornien, aber auch im Inland. Rund 50 Dozenten kümmern sich um die aktuell 230 Studierenden. Philosophie der Ecosign ist es, nicht nur zweckdienlich auszubilden, sondern während des Studiums auch auf die gesamte Person und Persönlichkeit eines jeden Studierenden einzugehen. Der Bezug zum wissenschaftlichen Arbeiten wird dabei neben der kreativen Förderung großgeschrieben.  
   

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