Kultur Kunst

sander_pinakothek_016062020

AUGUST SANDER, BAUERNKINDER, IGLESIENTE (?), 1927
Foto: Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne, München
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln/VG Bild-Kunst Bonn 2020

Kölner Künstler in München, New York, Nürnberg, Winterthur und Wolfsburg

Köln | Es freut auch Köln. Mit den Lockerungen der Corona-Einschränkungen sind nun auch deutschlandweit nun auch wieder mehr Arbeiten Kölner Künstler zu sehen. Eine kleine Übersicht.

Eine Einladung aus Nürnberg erhielt die Kölner Künstlerin Cosima von Bonin. Zusammen mit Claus Richter bespielt sie "die frisch sanierten Räume" der Kunsthalle Nürnberg. "Eine gemeinschaftliche Einladung erschien naheliegend, gehört doch die Kollaboration zum generellen Arbeitsprinzip von Cosima von Bonin und Claus Richter", erklärt die Nürnberger Kunsthalle. "Gerade Cosima von Bonin verfolgt seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn Ende der 1980er Jahre eine Strategie der kollektiven, in Netzwerken organisierten Kunstproduktion." Vertreten ist Cosima von Bonin auch in der Ausstellung "Forever Young - 10 Jahre Museum Brandhorst", mit der das Münchner Museum einen Überblick über seine Ankäufe der letzten zehn Jahre gibt.

Dem Kölner Photo-Pionier August Sander (1876 - 1964) widmet die Pinakothek der Moderne in München eine kleine Kabinettsausstellung "Sardinien 1927" und zeigt ihn dann gleich auch noch einmal in der größeren Ausstellung "Gegenüber - Portraits von August Sander bis Rineke Dijkstra". 1927, also noch vor der Veröffentlichung seines epochalen Meisterwerks "Menschen des 20. Jahrhunderts" begleitete der Kölner Photokünstler seinen Schriftsteller-Freund Ludwig Mathar nach Italien. Mehrere Wochen verbrachten sie auf der damals noch wenig bereisten und armen Mittelmeerinsel Sardinien. Die photographische Ausbeute erwarben Ann und Jürgen Wilde 1975 aus dem Nachlass des Schriftstellers; in München sind nun zwei Dutzend Originalabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde zu sehen. Das Ehepaar ist in Köln nicht unbekannt: Anfang der 1970er Jahre eröffneten die Wildes in Köln eine der ersten auf das damals kunsthistorisch wenig anerkannte Medium Photographie spezialisierten kommerziellen Galerien in Deutschland. 2010 ging ihre mehrere Tausend Originalabzüge umfassende Sammlung an die Pinakothek der Moderne in München, die immer wieder Teile in kleinen Einzelausstellungen zeigt.

Keine Ausstellung, aber einen interessanten Einblick in seine Sammlung bietet das Kunstmuseum Wolfsburg. Der Kölner Objektkünstler Georg Herold ist dort mehrfach vertreten. Die wissenschaftliche Volontärin Regine Epp präsentiert im Internet (#kunstmuseumfromhome) einige der "Kaviarbilder", mit denen der Künstler u.a. bekannt wurde. Das Video ist auf Youtube zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=qS_nwcm9GNM

Auch Starkünstler Gerhard Richter ist wieder in zahlreichen Ausstellungen deutschlandweit präsent
Einzelne Arbeiten hängen in Ausstellungen in Hamburg ("Unfinished Stories. Geschichten aus der Sammlung", Hamburger Kunsthalle), Hannover ("Elementarteile. Grundbausteine des Sprengel Museum") und Krefeld ("Highlights 1965- 2017", Kaiser Wilhelm Museum), Eine eigene Ausstellung "100 Selbstbildnisse" widmet das Kunstmuseum im schweizerischen Winterthur dem Maler. Noch bis auf Weiteres geschlossen ist die große Gerhard Richter-Retrospektive im New Yorker Metropolitan Museum (Met Breuer). Richter-Fans können sich mit der im Kölner Verlag der Buchhandlung Walther König erschienenen deutschsprachige Ausgabe des Katalogs trösten.

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