Kultur Kunst

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Madhusree Dutta nimmt die Auszeichnung als „Kulturmanagerin des Jahres“ aus den Händen von Moderator Jörg Biesler entgegen. Foto: Klaus Wohlmann / Kulturrat

Kulturrat verleiht die „Kölner Kulturpreise 2018“

Köln | Im Vorjahr war beim Kölner Kulturrat noch Zittern angesagt: Finden sich für die Kulturpreise 2018 spendierfreudige Mäzene? Sie fanden sich – und dank des Baukonzerns Bauwens und der Wirtschaftsberatung Ebner Stolz konnten sie auch im 10. Jahr wieder in vier Kategorien verliehen werden. Und die Überraschung im Museum für Angewandte Kunst: Es gab fünf Preisträger.

Erstmals gab es zwei „Kulturereignisse des Jahres“. Die Leser von zwei Kölner Tageszeitungen hatten sich für das „Afrika Film Festival“ und Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ entschieden, mit der Opern-Intendantin Birgit Meyer auch überregional positive Kritiken erhielt. Für jeden gab es 2.500 Euro Preisgeld.

Als „Beste junge Initiative“ hatte sich die Jury unter Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum für das Projekt „LTK4 Klangbasierte Künste im Lutherturm“ entschieden. Es bietet seit 2017 Künstlern, Komponisten und Musikern verschiedene Veranstaltungs- und Präsentationsformen. Vor allem das künstlerische Konzept und die intensive Vernetzung von Kuratoren und Künstlern hatte überzeugt. Zur Belohnung gab es 5.000 Euro.

Madhusree Dutta ist Kulturmanagerin des Jahres

Zur Kulturmanagerin des Jahres wurde die indische Filmemacherin und Autorin gekürt. Seit 2018 ist sie Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt. „Sie hat in ihrer erst kurzen Tätigkeit wichtige Akzente bei der Dokumentation und Untersuchung des urbanen Raums gesetzt und die Akademie stärker für die Stadtgesellschaft geöffnet“, so die Jury. Die Auszeichnung lässt sich auch als Spitze gegen Kölns Kulturpolitik verstehen. Die hatte trotz Zusage von einer Million Euro den Etat bis 2021 auf 600.000 Euro jährlich gekürzt. Zumindest die Preisträgerin ist jetzt um 5.000 Euro reicher.

Den Ehrenpreis für „Personen oder Einrichtungen, die der Kölner Kultur bedeutende Impulse gegeben haben“ erhielt Helge Malchow. Er war 35 Jahre bei Kiepenheuer & Witsch tätig, von 2002 bis 2018 als Verleger. Ihm sei es gelungen. In der Literatur das zu entdecken, was die Köpfe in diesem Land in Bewegung bringt.

Im 1998 gegründeten Kölner Kulturrat haben sich private Fördervereine und –institutionen zusammengeschlossen, die zusammen über 20.000 Mitglieder vertreten. Er will zu einer „einer stetigen Weiterentwicklung der Kulturarbeit der Stadt“ beizutragen.

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