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Kunst und Kultur verzeichnet in der Corona-Pandemie massive Umsatzverluste

Berlin | Die Corona-Pandemie hat im deutschen Kunst- und Kultursektor enorme Schäden hinterlassen.

Das ergibt sich aus einem aktuellen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, über das die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Samstagausgaben) berichten. So habe die Kulturwirtschaft im Jahr 2020 dreimal größere Umsatzeinbußen hinnehmen müssen als die Kreativwirtschaft, heißt es.

Die Umsätze seien dort um 19 Prozent zurückgegangen, während die der Kreativwirtschaft um sechs Prozent fielen. "Am gravierendsten waren die Teilmärkte Filmwirtschaft, Darstellende Kunst und Kunstmarkt betroffen, die auf das Umsatzniveau von vor 17 Jahren zurückgefallen sind", so das Gutachten. "Insgesamt sind die Umsätze der Kultur- und Kreativwirtschaft um 22,4 Milliarden Euro zurückgegangen. Einzelne Teilbranchen wurden so auf ein Umsatzniveau zurückgeworfen, das so zuletzt vor dem Jahr 2003 erzielt wurde." Insgesamt sind laut Gutachten 260.000 Unternehmen und über 1,8 Millionen Erwerbstätige im Kultur- und Kreativsektor tätig. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte vor diesem Hintergrund das Krisenmanagement der Bundesregierung.

"Kultur ist nach 16 Monaten ein blinder Fleck in der Pandemiebekämpfung", sagte er dem RND. "In der Prioritätenliste der Bundesregierung tauchten das kulturelle Leben und die Veranstaltungsbranche nicht auf. Trotz der Hilfen stehen viele vor einem Scherbenhaufen. Künftig braucht es eine bessere soziale Absicherung der Kulturschaffenden, um die Branche krisenfest zu machen."

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