Kultur Kunst

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Lito Kattou und einer ihrer „Spirit Animal“-Tiger in der Kölner artothek.

Lito Kattou lässt in der artothek die Tiger los

Bei der letztjährigen artcologne gewann die zypriotische Künstlerin Lito Kattou den „ArtCologne Award für New Positions“. Der ist nicht nur mit 10.000 Euro dotiert. Dazu gehört auch eine Ausstellung in der artothek. Die wurde jetzt eröffnet.

Die auf der Kunstmesse gezeigte skulpturale Installation der jungen Künstlerin – 1990 in Nikosia geboren – überzeugte die Jury durch ihre „Kombination aus mythologischen Referenzen und der digitalen Welt“, Sie entführe in eine „irritierende, befremdliche, kafkaeske, aus Monstern bestehende Welt“, die sich durch „eine Spannung zwischen Fiktion und Realität, Fläche und Dreidimensionalität“ auszeichnet. Gelobt wurde auch ihr Gefühl für Materialität.

Kattous aktuelle Ausstellung in der artothek setze sie sich mit der unberührten Natur auseinander, einer Natur ohne den patriarchalen Zugriff auf die Materie, stattdessen ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralien.

Glühende Lava leuchtet von den Wänden

Diesen wortreichen Interpretationen muss man nicht folgen, es bleiben auch so eindrucksvolle Exponate. Zum einen sind da unterschiedlich große farbgewaltige Digitalprints, die die abgebildete glühende Lava lebendig werden lassen. Die ungebremste Naturgewalt scheint selbst die kleinen Formate zu sprengen. Auf Kunstseide gedruckt und mit einem Härter in faltige Formen gebracht, zeichnen andere Arbeiten die schrundige Oberfläche des erstarrten Vulkangesteins nach. Kattou ließ sich dazu von tätigen Vulkanen auf griechischen Inseln inspirieren.

Unberührt von menschlicher Hand sind diese Naturbilder allerdings nicht: Kattou „durchstreicht“ sie mit Klebeband, auf das sie kleine Insekten und Pflanzen gezeichnet und diese mit wiederholtem „Sample Crash“ überschrieben hat.

Hinzu kommen zwei Tiger, zusammengeschweißt aus Kupferplatten. Kraftvoll und sprungbereit hängen sie an dünnen Ketten in fragilen schwarzen Stahlrahmen. Die werden – leicht zu übersehen – bei dem einen „Spirit Animal“ von steinzeitlichen Pfeilspitzen aus Feuerstein geziert, beim andren von kleinen Schmuckstücken. Hier nun kann der Betrachter seinen Fantasien und Assoziationen zur Mythologie des Tigers freien Lauf lassen.

Lito Kattou: „Empty Afternoons“ – bis 12. April. artothek, Haus Saaleck, Am Hof 50, 50667 Köln, Tel. 0221 / 221 22 332, Di-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr. Eintritt frei.

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