Kultur Kunst

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Die Kuratorin und stellvertretende Direktorin des MOK Dr. Petra Rösch weiß Spannendes zu den Ausstellungsstücken zu berichten. (Foto: Brand)

Museum für Ostasiatische Kunst widmet sich Tee und Trunkenheit

Köln | Der Tee hat in China eine Jahrhunderte alte Tradition. Dass der Wein im Reich der Mitte eine viel längere Geschichte und lange Zeit große kulturelle Bedeutung hatte, ist weniger bekannt. Nun beschäftigt sich eine Ausstellung im Museum für Ostasiatische Kunst mit den beiden vermeintlich so gegensätzlichen Genussmitteln, die beide auf ihre Weise chinesische Künstler und Dichter zu großen Werken inspirierten. „Trunken an Nüchternheit“ heißt die Kabinettausstellung, die noch bis zum 03. Mai zu sehen ist – und auch zu schmecken. Zum Besuch der Ausstellung kann eine chinesischen Tee-Zeremonie gebucht werden.

Bevor Tee in China überhaupt bekannt wurde, trank man am Hofe vor allem Wein, weiß die Kuratorin und Stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Petra Rösch. Er regte Künstler und Dichter zu den größten Kunstwerken an. Bereits vor 5000 Jahren trank man im Land des Lächelns Wein, brachte ihn den Vorfahren als Opfergabe dar. Das hochprozentige Getränk wurde zwar als Wein bezeichnet, war jedoch in Wirklichkeit ein starker, heller Alkohol, aus vergorenen Früchten oder Getreide, also eher ein Schnaps. Der eigentliche Traubenwein kam erst viel später nach China. Im 8. Jahrhundert löste der Tee den Wein ab, wurde von da an als das „elegantere“ Getränk betrachtet.

Die Ausstellung zeigt exquisite chinesische Teekeramik, als auch Malerei und Kalligrafie, die von der Wertschätzung des Tee- und Weintrinkens in China zeugen. Der Museumsdienst bietet kostenlose öffentliche Führungen sonntags um 12 Uhr und am KölnTag um 17.30 Uhr an. Darüber hinaus beinhaltet das Begleitprogramm unter anderem Chinesische Teezeremonien, deutsch-türkische Führungen und einen Vortrag von Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer am 6. Februar 2020 um 18 Uhr: „Vom trunkenen Alten: Rausch und Abstinenz im alten China“.

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