Kultur Kunst

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Ein sichtlich angetrunkener Dionysos beherrscht das Zentrum des nach ihm benannten Mosaiks.

Museum geschlossen – doch Dionysos-Mosaik und Poblicius-Denkmal können weiter besichtigt werden

Köln | Seit Jahresbeginn ist das Römisch-Germanische Museum im Rahmen der geplanten Generalsanierung geschlossen. Ein kleines Trostpflaster: Dionysos-Mosaik und Grabmal des Poblicius können weiter „von innen“ besichtigt werden. Keiner muss sich mit dem Plattdrücken seiner Nase an der großen Schaufensterscheibe begnügen.

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Vor den Toren des römischen Köln ließ sich der wohlhabende Geschäftsmann Poblicius begraben.

Möglich macht das der Einbau einer Brandschutztür als Notausgang, wie es die Schutzbestimmungen vorschreiben. 13.000 Euro ließ sich die Stadt das kosten – sicher kein rausgeschmissenes Geld. Der Rest des Museums bleibt für Besucher gesperrt. Dort beginnen die Vorbereitungen für die Räumung des Museums und den teilweise Umzug in die Interim-Ausstellungsräume im Belgischen Haus nahe dem Neumarkt.

Führungen sind bis zum Jahreswechsel 2020/21 möglich

Hausherr Marcus Trier geht davon aus, dass die Führungen bis etwa zum Jahreswechsel 2020/21 angeboten werden können. Bis dahin sollen die Planungen und Ausschreibungen für die beschlossene Generalsanierung des Museums abgeschlossen sein. Danach müssen auch die beiden Exponate sorgfältig „verpackt“ werden, damit ihnen bei den Arbeiten nichts passiert.

Ab kommenden Dienstag können die beiden „Herzkammern des Museums“ – so Hausherr Marcus Trier – jeweils ohne Anmeldung in Gruppen von maximal 25 Personen besucht werden. Die Führungen dauern jeweils rund 20 Minuten und kosten 3 Euro für Erwachsenen 1 Euro für Kinder. Sie beginnen von Dienstag bis Sonntag jeweils um 10, 11, 15, 15.30, 16 und 16.30 Uhr. Zusätzliche Führungen sind nach Anmeldung möglich.

Die zwei Prunkstücke des Kölner Museums

Das Dionysos-Mosaik wurde 1941 beim Bau eines Schutzbunkers entdeckt – an der Stelle, wo es heute zu besichtigen ist. Es war Teil einer etwa 3.500 Quadratmeter großen Prachtvilla und ist wohl das bedeutendste nördlich der Alpen. Sein Auffindungsplatz bestimmte gleichsam auch den Bau des Museums an dieser Stelle. Weltweit bekannt wurde es 1999, als die führenden Politiker beim G8-Treffen in Köln darauf tafelten.

Die ersten Teile des Grabmals des Poblicius wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts am Chlodwigplatz entdeckt. Hier hatte ich der ehemalige Veteran der 5. Legion und später wohl erfolgreiche Geschäftsmann in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts das monumentale Grabmal setzen lassen. Um es mit seinen 10 Metern Höhe im Römisch-Germanischen Museum präsentieren zu können, mussten die Baupläne geändert werden.

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