Kultur Kunst

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Um 1618 entwarf Peter Paul Rubens mit wenigen Strichen diese antike Opferszene. © Dauerleihgabe / Wallraf-Richartz-Museum

Rückkehr nach Köln – Aus der Zeichnung wird ein Gemälde

Köln | Die Schätze aus der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums sind auch in anderen Museen begehrt. Zwei Zeichnungen von Peter Paul Rubens waren jetzt nach Frankfurt [report-k berichtete] und München ausgeliehen. Ihre Rückkehr ist Anlass für die kleine Kammerausstellung mit dem Titel „Rubens & Co.: Zeichnende Meister aus Flandern“.

Im Jahr 1600 reiste Peter Paul Rubens (1577-1640) nach Rom und geriet der in den Bann antiker Statuen. Besonders angetan hatten es ihm ein Kentaur, von Cupido gezähmt“ und die erst hundert Jahre zuvor entdeckte „Laokoon-Gruppe“. In minutiösen Zeichnungen hielt er vor allem das Muskelspiel der Figuren fest.

Die aktuelle Kammerausstellung zeigt, wie Rubens diese Studien als Vorlage zu seinen Gemälden nutzte – den Kentauren verwandelte er sogar für ein „Ecce Homo“-Bild in einen Christus – als kleine Kopie hängt es daneben. Zwar ist die eigentliche Barock-Abteilung des Museums aktuell wegen Umgestaltung geschlossen, doch finden sich in den Nachbarsälen drei Rubens-Gemälde mit Bezug zu den ausgestellten Zeichnungen: „Juno und Argus“, „Die heilige Familie“ und „Die Stigmatisation de s Heiligen Franziskus“.

28 Exponate – überweigend aus der eigenen Sammlung – zeigen nicht nur die Vielfalt des Antwerpener Künstlers. Mit wenigen Strichen skizziert er eine antike Opferzeremonie, andere Zeichnungen sind kunstvoll laviert, dass sie fast schon „fertige“ Kunstwerke sind. Diese Studien verließen im Übrigen nie Rubens’ Werkstatt, wurden dort bis zu seinem Tod gehütet. Zu sehen ist aber auch, wie andere Künstler sich aus dem Formenschatz von Rubens bedienten.

„Rubens & Co.: Zeichnende Meister aus Flandern“ – bis 9. September Wallraf-Richartz-Museum, Di-So 10-18 Uhr, erster und dritter Donnerstag eines Monats bis 22 Uhr. Eintritt: 9/5,50 Euro. Begleitheft: 5 Euro

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