Kultur Kunst

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Die neue Holzfigur von Peter Nettesheim: Der Kölner Künstler stellt schon seit Jahren im Schlosspark Stammheim aus.

Schlosspark Stammheim: 18. Skulpturenpark mit 20 neuen Arbeiten

Köln | Mit 20 neuen Arbeiten wurde traditionell am Pfingstsonntag der Skulpturenpark im Schlosspark Stammheim eröffnet. Im 18. Jahr sind insgesamt 74 Kunstwerke in Kölns wohl schönstem Park zu besichtigen – ganzjährig und bei freiem Eintritt.

Fotostrecke: Ein Blick auf den Skulpturenpark in Stammheim >

Empfangen werden die Besucher von einer – außer Konkurrenz – neuen Holzplastik Peter Nettesheims. Der Mitbegründer des Skulpturenparks ergänzt seine schon teilweise verwitterte Figurengruppe durch eine lebensgroße Mutter, die ihren Sohn huckepack trägt. Der genießt es sichtlich, kann er doch so mit seinem Smartphone spielen.

Kunst inmitten der Natur

Der alte Baumbestand des Parks lädt dazu ein, sich mit seiner Kunst auf dieses Umfeld einzulassen. Lioba Wagner etwa zieht die Blicke der Besucher mit einem roten Glasfasergewebe in eine Baumkrone. Ursula Buchegger pflanzt mit grünen und weißen Trinkhalmen eine verzauberte Wiese in den Park. Und weil es keinen Teich gibt, füllt Hermann J Kassel die Lücke mit einem Seerosen-Bild von Monet – und statt auf dem Wasser spiegelt sich das Sonnenlicht auf der Glasscheibe.

Die filigrane Metallplastik von Keren Shalev mit dem Titel „Illusionäre/reale Begegnung am Ufer“ könnte ein Bootswrack aus dem nahen Rhein sein. Dieter A. Boeminghaus und Peter Henn greifen mit „Vermessen“ eine nur wenige Steinwürfe entfernte preußische Telegrafenstation auf.

Nistkasten im Bauhaus-Stil

100 Jahre Bauhaus dürfen auch hier nicht fehlen. Von Frank Altmann ist die „Versuchsanordnung, um herauszufinden, was Spatzen von der Moderne halten“: ein weißer, kantiger Nistkasten mit sparsamen bunten Markierungen. Das Duo Wlodek Stopa & Jacek Stopa prangert die „Rücksichtslosigkeit der Natur“ an: Mit rotem Zement haben sie die Risse aufgefüllt, die die Wurzeln eines Baumes in den Asphalt eines Weges gesprengt haben. Radfahrer dürften ihnen da sicher zustimmen...

Auch Politisches ist dabei. Eveline Markstein hat 29 Schiffchen gefaltet und auf Eisenstangen gestellt: 28 weiße umringen ein dunkles aus Beton. „Hope“ nennt sie ihre Arbeit und verweist auf die 28 EU-Mitgliedsstaaten, von denen viele nicht willens sind, sich der Flüchtlinge anzunehmen, die übers Mittelmeer Not und Bürgerkriegen in Afrika und Nahost nach Europa entkommen wollen.

Ehemaliges Arbeiterwohnheim bleibt Schandfleck

Gerhard Bonse fotografiert seit Langem Obdachlose in Köln. Einige der Porträts zeigt er nun mit knappen Texten in Stammheim. Zielsicher vor dem ehemaligen Arbeiterwohnheim der Bayerwerke, das seit Jahren vor sich dahingammelt und zusehends verfällt. Inzwischen gehört es der Stadt, ist denkmalgeschützt und sollte mal ein Wohnheim für Studenten, mal eins für Senioren werden. Ob den Worten der „guten Hoffnung“ auf eine neue Nutzung von Eröffnungsredner Christian Joisten, SPD-Fraktionsführer im Stadtrat, Taten folgen, bleibt abzuwarten.

Erfinder und Organisator des Skulpturenparks ist die Initiative Kultur Raum Rechtsrhein (KRR). Rund 100 Künstler hatten sich in diesem Jahr auf ihre bundesweite Ausschreibung beworben, 20 wählte eine Jury aus. Jeder von ihnen erhält 300 Euro Aufwandsentschädigung – da Material und Transport oft erheblich mehr kosten, zeigt dies, welchen hohen Stellenwert inzwischen eine Teilnahme am Skulpturenpark in der Kunstszene hat.

Das Geld kommt vom Kulturamt, dazu noch einmal derselbe Betrag von 6.000 Euro projektbezogener Zuschuss. Hans Metzmacher vom KRR hofft, nach Jahren der Pause bald wieder einen Sponsor zu finden, damit zumindest die – von einer Jury ausgesuchten – drei besten Arbeiten prämiert werden können.

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