Kultur Literatur

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Hermann-Josef Emons (l.) und Achim Mantscheff greifen nur für ein Foto zu möglichen Mordinstrumenten.

7. „Crime Cologne“ mit 42 Krimi-Autoren aus neun Ländern

Köln | 42 Krimi-Autoren aus 9 Ländern bei 40 Lesungen – das bietet das 7. „Crime Cologne“-Festival vom 1. bis 7. Oktober. Nch dem Erfolg im Vorjahr wieder im Programm „Dine & Crime“, bei dem sich kulinarischer mit kriminalistischem Genuss verbindet. Der Vorverkauf hat begonnen.

„Im ersten Jahr gab es eine Lesung mit nur zwei Zuhörern“, erinnert sich Festivalleiter Achim Mantscheff. Doch inzwischen hat sich „Crime Cologne“ nicht nur in Köln, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus fest etabliert. Und Festival-Erfinder und Verleger Hermann-Josef Emons versichert: „Letztes Jahr hatten wir kein Minus.“

Die Liebhaber mörderischer Literatur warten schon gespannt, wer diesmal dabei ist und seinen neuen Krimis vorstellt. Fast Dauergast Arne Dahl ist wieder dabei (wenn auch „verspätet“), Melanie Raabe, Chris Carter und das englische Erfolgsduo Nicci French und Mick Herron. Aus den Niederlanden kommen Anita Terpstra und Jobien Berkouwer. Angehende Autoren aufgepasst: Profi Martin Schüller wird Tipps und Tricks verraten, wie man in einem Krim Spannung erzeugt.

Zu den besonderen Spielorten zählen in diesem Jahr der sonst nicht-öffentliche Sancta-Clara-Keller. Vielleicht liegt’s an der passenden Umgebung zum düsteren Ouevre, dass die Veranstaltungen im Bestattungshaus Kuckelkorn und im Institut für Rechtsmedizin schon ausverkauft sind. Buchhandlungen, Cafés und Theater sind die anderen Veranstaltungsorte.

Mit der 4. Verleihung des „Crime Cologne Awards“ wird das Festival im Museum Ludwig eröffnet. Die Jury hat drei Autoren für den Preis nominiert, der mit 3.000 Euro – gestiftet von der Stadt – dotiert ist. Zur Wahl stehen Oliver Bottini („Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“), Jan Costin Wagner („Sakari lernt, durch Wände zu gehen“) und Hannah Coler mit ihrem Debüt-Roman „Cambridge 5 – Zeit der Verräter“. Der Sieger wird erst an diesem Abend bekannt gegeben.

Mussten die Veranstalter anfangs noch bei den Verlagen Klinken putzen, um einen Autor nach Köln zu locken, fragen diese inzwischen schon selber nach, so ein sichtlich zufriedener Emons. Weil aber nicht alle zur gewünschten Zeit kommen, geht das Festival bis zum 20. November mit „Crime Cologne Spezial“ und neun Lesungen in die „Verlängerung“.

Um die Autorentermine unter einen Hut zu bekommen, arbeitet man erstmals mit den Kollegen vom ein Jahr älteren „Crime Aachen“ zusammen. Dessen Organisator Olaf Müller ist nicht nur Leiter des Kulturbetriebs Aachen, sondern schreibt selber Krimis. Er wird seinen „Rurschatten“ vorstellen.

Den Schlusspunkt der „Spezial“-Ausgabe setzt Christoph Gottwald. Der hat nach langer Buchpause, in der er vor allem fürs Fernsehen arbeitete, an seinem 4. Krimi gearbeitet. „Melatenblond“ heißt er und wird das – vorläufige – Ende der „Tödlicher Klüngel“-Trilogie sein. Mit dem ersten Roman hatten er und Verleger Emons vor rund 30 Jahren den Regional- und Lokal-Krimis den Weg bereitet. Und Emons ist überzeugt: Auch wenn die Realität manchmal krimineller ist als die Literatur – der Krimi wird immer seine Leser findne.

Karten: 17 Euro, „Dine & Crime“: 37 Euro, bei Kölnticket. Mehr Informationen: crime-cologne.eu

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