Kultur Literatur

Sachs_Eleven_ehu_05_10_17

„Eleven“: Leon Sachs legt seinen zweiten Politthriller vor

Köln | aktualisiert | 10 Selbstmordattentate in Großbritannien, 150 Tote – und das ausgerechnet am Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ein elfter Anschlag wird verhindert. Dann droht auch noch ein Anschlag auf den Premierminister. Aber von wem und warum? In seinem zweiten Politthriller nach „Falsche Haut" entwickelt Leon Sachs ein bizarres, spannendes Szenarium.

Denn – das sei hier ausnahmsweise verraten – keine islamistischen Terroristen stecken dahinter. Auch wenn das die Öffentlichkeit glauben soll. Vielmehr verstecken sich dahinter politische und private Feldzüge, kunstvoll verwirrt und verstrickt.

Wer benutzt wen? Die Verwicklungen reichen bis zum Premierminister. Geheimdienste und Polizei geraten sich ins Gehege, Sachs liefert hier gleichsam einen Blick hinter die Kulissen. Es geht um verpasste Aufklärung, um Eitelkeiten, um Schuldzuweisungen und das Verleugnen von Schuld. Um Whistleblower. Natürlich um Karrieren.

Gebrochene Charaktere bestimmen das Geschehen

Bestimmt wird das Geschehen von ehemaligen Sicherheitskräften und Geheimagenten. Einst in derselben Abteilung im Nahen Osten und Afghanistan tätig, stehen sie sich nun gegenüber. Gebrochene Charaktere, glaubhaft in ihrer Entwicklung geschildert.

Immer wieder verweist Sachs auf ganz aktuelles Zeitgeschehen, was seiner Geschichte einen realistischen Rahmen gibt. Er beschreibt genau und treffend, ohne sich in Details zu verlieren. Kapitel um Kapitel dröselt er die Hintergründe auf, lässt dem Leser immer einen kleinen Vorsprung gegenüber seinen Protagonisten.

Zum Schluss weht ein Hauch von Jackie Chan und James Bond durch die Seiten. Bevor sich dann ein kitschiges Happy End ankündigt, biegt der Autor noch einmal scharf ab – Richtung Deutschland.

Fortsetzung folgt? Wir warten...

Leon Sachs: „Eleven“ – Emons Verlag, Köln 2017, 383 Seiten 15,40 Euro LEVEN“

Zurück zur Rubrik Literatur

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Literatur

ehu2_20_11_17

Köln | Köln mag keine katholische Stadt mehr sein. Doch katholische Feste bestimmen immer noch den Jahresablauf – ob gesetzlich gefeiert oder nicht. Doch warum es sie gibt, ist heute vielen unbekannt. Dem hilft das kleine Bändchen „Bräuche in Köln gelebt“ von Michael Euler-Schmidt ab, das jetzt im Marzellen-Verlag erschienen ist.

Pistor_Makroenchen_Mord_und_Mandelduft_ehu_20_11_17

Köln | Man nehme: 1 schrullige alte Konditorin, 3 Ex-Bankräuber, die sich um die Beute streiten, 1 netten Kriegsflüchtling, 2 Tote, 1 Weihnachtsmann, 1 Familienzerwürfnis, 1 zerstrittenen Weihnachtsmarkt-Verein, jede Menge Plätzchen (je mehr, desto besser). Heraus kommt Elke Pistors neuer schmackhafter Krimi „Makrönchen, Mord & Mandelduft“.

unwort5112013

Darmstadt | Bis Anfang November sollen rund 500 Einsendungen mit etwa 320 verschiedenen Vorschlägen beim Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft für das „Unwort des Jahres 2017“ eingegangen sein. Die bislang mehrfach eingeschickten Wörter seien unter anderem alternative Fakten, Fake News, Softwareupdate, Bio Deutsche(r) und Nafri. Das „Unwort des Jahres 2017“ wird am 16. Januar 2018 um 10 Uhr auf einer Pressekonferenz an der TU Darmstadt verkündet.

Theater Köln - Premieren 2017

theaterkritik_kasten300px_neu

Diese Theaterstücke feierten in Köln aktuell Premiere. Die Kritiken:

Eine Reise zu einer Scheißinsel: „Shit Island“ in der Orangerie

--- --- ---

"Inside AfD" - im Theater Tiefrot

--- --- ---

Uraufführung im Schauspiel: „Alles, was ich nicht erinnere“

--- --- ---

„American Psychosis“ in der Studiobühne Köln

--- --- ---

"Wilhelm Tell" im Schauspielhaus

--- --- ---

Urania-Theater: Eröffnung mit „Mutter Courage und ihre Kinder

--- --- ---

Möglicherweise gab es einen Zwischenfall“ im Freien Werkstatt-Theater

--- --- ---

„Feierei“: Theatergruppe c.t.201 feiert in der Studiobühne ihren 25. Geburtstag

--- --- ---

Wie Kraut und Rüben“ am Horizont Theater

--- --- ---

„Romeo und Julia“ begeistern im Schauspiel

--- --- ---

Theater der Keller: Fassbinders „Katzelmacher“ messerscharf aktualisiert

--- --- ---

Alle sehen doppelt: „Amphitryon“ im Metropol Theater

--- --- ---

„Occident Express“ hält im Schauspiel

--- --- ---

Theater im Bauturm: Liebeserklärung an Trude Herr

--- --- ---

Theater der Keller dramatisiert den Roman „Bilquiss“

--- --- ---

Horizont-Theater bringt mit „Liebeslügen oder Treue ist auch keine Lösung“ Sex and the City nach Köln

--- --- ---

Freies Werkstatt-Theater zeigt „Der talentierte Mr. Ripley“

--- --- ---

Schauspiel mit „Peer Gynt“ in die neue Spielzeit

--- --- ---

Spiel mit Geschlechterrollen: Schauspiel zeigt „Frau Schmitz“

--- --- ---

„Old School“ weckt im Schauspiel die Reiselust

--- --- ---

Freies Wertkstatt-Theater: Premiere für „Last Night in Sweden – oder Donald Trump und die Kunst des Wrestlings“

--- --- ---

Orangerie zeigt „Das Gespenst des Joaquín Murieta“

--- --- ---

Theater der Keller startet mit Houellebecqs „Unterwerfung“ in die neue Spielzeit

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS