Kultur Literatur

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„Eleven“: Leon Sachs legt seinen zweiten Politthriller vor

Köln | aktualisiert | 10 Selbstmordattentate in Großbritannien, 150 Tote – und das ausgerechnet am Gedenktag für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ein elfter Anschlag wird verhindert. Dann droht auch noch ein Anschlag auf den Premierminister. Aber von wem und warum? In seinem zweiten Politthriller nach „Falsche Haut" entwickelt Leon Sachs ein bizarres, spannendes Szenarium.

Denn – das sei hier ausnahmsweise verraten – keine islamistischen Terroristen stecken dahinter. Auch wenn das die Öffentlichkeit glauben soll. Vielmehr verstecken sich dahinter politische und private Feldzüge, kunstvoll verwirrt und verstrickt.

Wer benutzt wen? Die Verwicklungen reichen bis zum Premierminister. Geheimdienste und Polizei geraten sich ins Gehege, Sachs liefert hier gleichsam einen Blick hinter die Kulissen. Es geht um verpasste Aufklärung, um Eitelkeiten, um Schuldzuweisungen und das Verleugnen von Schuld. Um Whistleblower. Natürlich um Karrieren.

Gebrochene Charaktere bestimmen das Geschehen

Bestimmt wird das Geschehen von ehemaligen Sicherheitskräften und Geheimagenten. Einst in derselben Abteilung im Nahen Osten und Afghanistan tätig, stehen sie sich nun gegenüber. Gebrochene Charaktere, glaubhaft in ihrer Entwicklung geschildert.

Immer wieder verweist Sachs auf ganz aktuelles Zeitgeschehen, was seiner Geschichte einen realistischen Rahmen gibt. Er beschreibt genau und treffend, ohne sich in Details zu verlieren. Kapitel um Kapitel dröselt er die Hintergründe auf, lässt dem Leser immer einen kleinen Vorsprung gegenüber seinen Protagonisten.

Zum Schluss weht ein Hauch von Jackie Chan und James Bond durch die Seiten. Bevor sich dann ein kitschiges Happy End ankündigt, biegt der Autor noch einmal scharf ab – Richtung Deutschland.

Fortsetzung folgt? Wir warten...

Leon Sachs: „Eleven“ – Emons Verlag, Köln 2017, 383 Seiten 15,40 Euro LEVEN“

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