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Kölner Portraits vom Mittelalter bis zur Romantik - neuer Bildband beschäftigt sich mit besonderen Schätzen des Wallraf-Richartz-Museums

Köln | „Porträts faszinieren. Sie ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters an; sie wecken seinen Wunsch, sich mit den Personen, die ihm im Bild begegnen, näher zu beschäftigen und sie zu ihrer Zeit und zu den Ereignissen ihres Lebens zu befragen“, schreibt die Kunsthistorikerin Thesy Teplitzky im Vorwort zu ihrem neuen Bildband, der gerade im Greven Verlag erschienen ist.

Er präsentiert den interessierten Kunstliebhabern von heute Kölner Porträts vom späten Mittelalter bis zur Romantik. Insgesamt zehn Hauptwerke aus dem Bestand des Wallraf-Richartz-Museums werden vorgestellt. Anhand dieser Kunstwerke wird es möglich, in die hiesige Geschichts- und Museumswelt einzutauchen und die Kölner Historie aus einem ganz neuen Blickwinkel zu erfahren.

Der reich illustrierte Band stellt Porträts aus fünf Jahrhunderten vor, die auf verschiedensten Wegen in den Besitz des renommierten Kölner Museums gelangt sind. Im Vordergrund stehen – neben den Bildnissen selbst – die Lebensgeschichten der Dargestellten, die zumeist eine herausragende Rolle im kulturellen und wirtschaftlichen Gefüge der Stadt Köln spielten.

So trifft der Leser etwa auf den Kunsthändler Everhard Jabach, der von den bedeutendsten Malern des 17. Jahrhunderts porträtiert wurde, Stadtbaumeister Johann Peter Weyer, dessen stadtplanerische Leistungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute das Gesicht Kölns prägen, und nicht zuletzt auf den Kanoniker Ferdinand Franz Wallraf, aus dessen umfangreichen Sammlungen der Grundbestand fast aller Kölner Museen hervorging.

Eine besondere Würdigung erfahren die Glanzlichter des Wallraf-Richartz-Museums – die Selbstbildnisse berühmter Maler: ein verstecktes Porträt Albrecht Dürers, das früheste bekannte Selbstporträt des Peter Paul Rubens und eines der letzten von Rembrandt.

Die Autorin Thesy Teplitzky hat durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit einen engen Bezug zu den Kölner Museen und insbesondere zum Wallraf-Richartz-Museum. Sie hat bereits mehrere Publikationen zu kunsthistorischen Themen verfasst, dazu zählt auch „Geld, Kunst, Macht. Eine Kölner Familie zwischen Mittelalter und Renaissance“.

In ihrem Bildband legt Teplitzky Wert darauf, mit einer „überlegten, an den tatsächlichen Zeit- und Lebensumständen der Porträtierten orientierten Erforschung“ der historischen Wirklichkeit möglichst nahe zu kommen und so sinnvolle und dennoch spannende Geschichten ihren Lesern zu erzählen. Jedes der insgesamt zehn Kapitel des Buches ist in sich abgeschlossen und kann auch separat gelesen und betrachtet werden.

Zum Buch: Thesy Teplitzky: Kölner Porträts vom späten Mittelalter bis zur Romantik, Lebensbilder, Stadtgeschehen, Museumsgeschichte, Greven Verlag, 184 Seiten, 29,90 Euro.

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