Kultur Literatur

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Michael Domas fügt der Kölner Literaturszene mit „poetry trifft Poesie“ ein weiteres Puzzlesteinchen hinzu.

Lyrik im Dialog: „poetry trifft Poesie“

Köln | Köln ist eine Literaturstadt. Dafür stehen nicht nur das Literaturhaus und publikumswirksame Festivals wie CrimeCologne, LitCologne oder „Literatur in den Häusern der Stadt“. Es gibt auch eine überaus rege, nicht ganz so bekannte poetry-Slam-Szene wie etwa „Reim in Flammen“. Die hat jetzt mit „poetry trifft Poesie“ ein neues Puzzlesteinchen bekommen.

Erfinder ist Michael Domas, selber Dichter mit Vorliebe für Liebeslyrik und kölsche Tön. „Ich liebe das Wort“, erklärt er sein Engagement. Er selber textet „klassische“ Poesie, spielt mit deren Formen und Gesetzen und wendet diese mit diebischem Vergnügen und viel Witz hin und her. Gleichzeitig hat er ein Faible für seine poetry-Kollegen, die sich um derlei meist nichtnichtscheren.

Moderne Slam-Texte „unterhalten“ sich mit den Klassikern der Dichtkunst

Was also lag näher, beides in einen Dialog treten zu lassen. Das Prinzip der neuen Veranstaltungsreihe: Ein Vertreter der Slam-Szene liest seine Texte, Domas ergänzt, konterkariert oder „interpretiert“ sie mit eigenen Arbeiten oder denen der großen Dichter wie Rilke, Goethe, Kästner oder Walter von der Vogelweide. Gegenseitige Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Seine bisherige Erfahrung: „Ich bin überrascht, welchen Zuspruch Lyrik allen Unkenrufen zum Trotz hat – und wie gut das Publikum auch die alten Meister kennt.“ Wobei er natürlich versucht, auch da noch Unbekanntes zu finden.

Lukas Knoben hat er schon eingeladen, Luca Swieter steht auf der Warteliste. Zunächst aber kommt der Kölner Slammer Alexander Bach zu Michael Domas in die Veranstaltungs-Bar „Zum goldenen Bock“ zum solidarischen Wettstreit zwischen Poesie und poetry.

„poetry trifft Poesie“: Mittwoch, 4. Oktober, 19.30 Uhr, „Zum goldenen Bock“, Lübecker Str. 28, 50678 Köln. Eintritt 5/4 Euro

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