Kultur Literatur

port_buecher_12062018

Portugiesische Autorinnen und Illustratorinnen zu Gast bei den Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen 2018 in Köln

Portugal zu Gast in Köln – Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen 2018

Köln | Vom 10. bis 22. Juni ist Portugal in Köln bei den Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen 2018 zu Gast. Stadtbibliothek, Kulturdezernat, die öffentlichen katholischen Bibliotheken, die SK-Stiftung Kultur und die Kölner Stadtbibliothek veranstalten die internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen seit 22 Jahren. In diesem Jahr ist das Gastland Portugal mit bekannten Autorinnen und Illustratorinnen.

Unter ihnen ist die Autorin und Verlagsgründerin Isabel Minhós Martins die mit dem Buch „Hier kommt keiner durch“ gemeinsam mit Illustrator Bernardo P. Carvalho einen großen Erfolg feierte und damit den deutschen Jugendliteraturpreis 2017 erhielt. Martins erzählte in Köln wie das Buch, dass in der portugiesischen Originalfassung runde Ecken hat, zustande kam. Ein Buch sollte entstehen, dass interaktiv ist, wie ein Tablet oder Smartphone und sich mit der Frage nach Grenzen beschäftigen. 50 Figuren wurden visualisiert und strukturiert. Jede Seite kann eine Grenze darstellen, schließlich muss der Buchkörper am Ende beschnitten werden und damit im Bund des Buches eine Grenze. Den Verlag gründeten vor 20 Jahren Menschen die selbstständig Bücher verlegen wollten. Damals so Martins publizierten die Verlage traditionelle Illustration und der Freundeskreis war es leid immer zu erklären wie man für Kinder zeichnet.

Catarina Sobral zeichnete unter anderem „Mein Opa“. Die Filmerin, die auch Bücher macht, erzählte von den Vorteilen des Buches, bei dem sie als Macherin mehr Kontrolle als im Film habe, weil die Bilder nicht animiert oder mit Ton versehen seien. Und sie liebt die härteren Zeichenmaterialien, wie Bleistift anstatt den soften Pinsel. Maria Ana Peixe Dias und Ines Teixeira do Rosário überzeugen als Biologinnen mit einem Buch zur Natur. Sie machen mit Kindern auch Workshops in Köln und bringen mit dem Buch ihre Faszination für die Natur und Tiere auf den Punkt. Etwas, wie die Autorinnen sagen, alle Kinder auf dieser Welt interessieren. Sie wollen mit ihrem Buch ein Bewußtsein für die Umwelt und die Tiere zu schaffen.

Seit 1996 werden Autoren und Illustratoren nach Köln eingeladen und erzählen von ihrer Arbeit oder lesen aus ihren Büchern in ihrer Sprache. Die Texte werden dann übersetzt. Die Kölner Kinder sollen auch den Klang der Sprache hören und erleben. Portugal ist zum ersten Mal Gastland.

Mehr Infos finden sich hier: www.kibubo-koeln.de

Zurück zur Rubrik Literatur

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Literatur

Köln | Kelten, Römer, Franken, Franzosen und noch viele mehr – sie alle haben ihre Spuren im Rheinland hinterlassen. Bis heute. Auch im „Rheinischen“, der Alltagssprache seiner Bewohner. Wo welches Wort herkommt, hat der Sprachforscher Peter Honnen untersucht. „Wo kommt dat her?“ heißt sein Buch – sehr wissenschaftlich und trotzdem höchst unterhaltsam.

Berlin | Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an das Wissenschaftler-Ehepaar Aleida und Jan Assmann. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Berlin mit. Das Forscherpaar habe "sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt", heißt es in der Begründung des Stiftungsrates des Friedenspreises.

buecher_pixabay_29052018

Bonn | Die Monopolkommission hat sich für die Abschaffung der Buchpreisbindung ausgesprochen. Bei der Buchpreisbindung handele es sich um einen schwerwiegenden Markteingriff, dem ein nicht klar definiertes kulturelles Ziel "Kulturgut Buch" gegenüberstehe, heißt es in einem Sondergutachten des Gremiums, welches am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Auswirkungen seien ambivalent beziehungsweise unklar.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS