Kultur Literatur

buch_seelenfeindin_PR_19032017

Psycho-Thriller „Seelenfeindin“: Spannende Verwirrung

Köln | Ihre aktuelle Patientin bringt die Psychiaterin Nadja Schönberg an die Grenzen ihres Könnens: Was ist Wahrheit, was Lüge? Mit „Seelenfeindin“ legt Sabine Trinkaus ihren fünften Krimi vor – und verwirrt den Leser bis zum Schluss so, wie es ihrer Ärztin geschieht.

Die muss sich mit der erfolgreichen TV-Journalistin Konstanze Friedrichs messen, die sich von ihrem Ex-Freund verfolgt und tödlich bedroht fühlt. Ein schwieriger Fall, und um Durchblick zu gewinnen, überschreitet Schönberg – sie hat gerade eine neue Stelle angetreten – die Regeln, die ihr Berufsstand vorschreibt.

Trifft sich zum Beispiel mit Friedrichs Ex-Freund. Was den Fall weiter kompliziert – denn der erzählt die Schlüsselszenen der gescheiterten Beziehung genau anders herum. Und ebenfalls durchaus glaubhaft. Was also ist passiert mit dem brutal ermordeten Haushund, dessen Leiche verschwunden ist, bevor die Polizei kam? Wie lief die Auseinandersetzung um das Kind – von ihm gewollt, von ihr abgetrieben?

Und schließlich: Wie ähnlich sind sich Schönberg und Friedrichs etwa in Karrieredenken und ihrer Auffassung von einer glücklichen Beziehung, mit oder ohne Kind?

Man muss sich in den Thriller hineinlesen, Rückblende und Gegenwart gehen – auch typografisch – ineinander über, ebenso Handlung und der Blick in die eigene Seele der Ich-Erzählerin Schönfeld. Was anfangs ganz schön verwirrend ist. Zumal Schönberg noch an einen alten, tödlichen Behandlungsfehler erinnert wird und selber in einer unbefriedigenden Beziehung steckt.

Klingt kompliziert, ist aber logisch, stringent und vor allem spannend aufgebaut – um so überraschender dann die blutige Auflösung. Aber auch die ist glaubhaft – zumindest für den Leser.

Sabine Trinkaus: „Seelenfeindin“ – emons:thriller, emons Verlag, Köln 2017, 332 Seiten, 14,95 Euro

Zurück zur Rubrik Literatur

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Literatur

literatur_haeuser_ehu_22052017

Köln | Ein Motto gibt es für das 17. Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ nicht. Zu breitgefächert ist das Angebot der 27 Veranstaltungen, die vom 21. bis 25. Juni 27 Lesungen in intimen Atmosphäre bieten: Klassiker und Neuerscheinungen, Poetry Slam und szenische Lesungen, Belletristik und ein bisschen Lyrik, dargeboten von 45 Künstlern. Der Vorverkauf beginnt heute um 10 Uhr.

Reformatorin_ehu

Köln | Passend zum Lutherjahr erscheint im emons-Verlag der historische Roman „Die Reformatorin von Köln“. Bettina Lausen entwickelt darin – verpackt in eine Liebesgeschichte (oder umgekehrt) – das pralle Bild einer Stadt, die ihre ersten Kontakte mit den revolutionären Gedanken des Kirchenrevolutionärs erlebt.

Köln | Mit dem Kölner Statistischen Jahrbuch 2016 verrät die Stadt auf rund 300 Seitendas Informationsbedürfnis von Stadt und Öffentlichkeit mit Grundlagendaten zu aktuellen Fragestellungen ab. Im Jahrbuch sind auch Kennzahlen aus allen Lebensbereichen: vom Arbeitsmarkt über Bevölkerung und Haushalte, Kultur und Freizeit bis hin zu Finanzen, Sicherheit und Ordnung, enthalten. Sie sind jeweils in zehn Themen-Kapitel eingeteilt. Die Jahrbücher können vollständig und nach Themen sortiert und auf der Internetseite der Stadt Köln heruntergeladen werden.

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets