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Dieses Foto stellte der Musiker Nicolai Liesner als Porträtfoto von sich selbst der Redaktion zur Verfügung.

Beim „Musik aus dem Westen“-Wettbewerb des „WDR“ dabei – Kölner Newcomer im Interview

„Ich denke, wenn Corona nicht gewesen wäre, hätte ich dieses Jahr mit ersten Einnahmen durch Auftritte rechnen können.“ Interview mit dem Kölner Nachwuchs Musiker Nicolai Liesner

Köln| Der 20-Jährige Nicolai Liesner ist ein junger Musiker aus Köln. Mit seiner Single „Game Called Love“ bewarb er sich beim „Musik aus dem Westen“-Wettbewerb von „WDR 2“. Hier können Zuhörer jede Woche aus drei Newcomern den Besten auswählen. Ab dem 22. Februar nimmt auch Liesner‘s Song an dem Wettbewerb teil, denn er wurde vom „WDR“ ausgewählt. Der Preis: Sollte er gewinnen, wird seine Musik nach der Wettbewerbswoche weiter im „WDR“-Radio gespielt. Franziska Balzer sprach mit Liesner über seine Musik und seine Erfahrung als Musiker in Zeiten der Corona-Pandemie.

Warum hast du angefangen Musik zu machen?

Nicolai Liesner: Ich war schon früher sehr musikalisch und habe viele Instrumente ausprobiert. Insbesondere die Gitarre hat mich damals begeistert. Deshalb war ich in meiner Jugend mehrere Jahre in einer Band. Als diese Zeit vorbei war, konnte ich aber nicht aufhören meine Ideen im Kopf irgendwie zu Musik zu machen. So habe ich dann angefangen meine eigene Musik zu schreiben, zu komponieren und zu produzieren.

Welchem Genre würdest du deine Musik zuordnen?

Ich habe mich früher sehr viel mit EDM (Eletronic Dance Music) beschäftigt und auch Songs in diesem Genre gemacht. Jetzt bewege ich mich eher im Bereich der Popmusik, arbeite aber immer noch gerne mit EDM- Elementen. Interessant finde ich im Moment aber vor allem die amerikanische HipHop-Szene.

Was inspiriert Dich am meisten?

Meine Inspiration ziehe ich meistens aus meiner Gefühlswelt aber auch aus der Musik selbst. Dieses Gefühl, wenn ich an einem Song sitze und merke, dass ich diese Melodien und Klänge liebe, bringt mich in eine Art Trance. Meistens sitze ich dann so lange an diesem einen Song, bis er für mich fertig klingt. Erst dann kann ich meinen Kopf für andere Dinge frei machen.

Du produzierst deine Musik selber. Warum?

Zu Beginn habe ich immer nur instrumentale Songs produziert und war eigentlich dauerhaft auf der Suche nach Sängern, die Lust hatten sich an meiner Musik zu beteiligen. Doch ich merkte schnell, dass die Lösung für das Problem gar nicht weit weg ist. Also habe ich mir von meinen Eltern ein Mikrofon gewünscht und damit angefangen meine eigenen Vocals aufzunehmen. Heute arbeite ich natürlich mit anderen Künstlern zusammen und es werden noch mehrere Songs kommen, in denen ich nicht alleine singe. Aber die Musik und das Konzept dahinter, werden immer meine eigenen Kreationen bleiben. Warum ich die ganze Arbeit auf mich nehme ist ganz einfach: Es ist ein wundervolles Gefühl, andere Menschen mit meiner Musik glücklich zu machen und sagen zu können: Das ist alleine mein Werk.

Dein neustes Lied heißt "Game Called Love", worum geht es in diesem Lied?

"Game Called Love" ist ein Song, der das Gefühl widerspiegelt, sich in eine Person zu verlieben. Heutzutage ist es kompliziert Menschen noch richtig kennen zu lernen, aber wenn man es schafft, fühlt man sich wie in einem Videospiel. Man kämpft Level für Level um Aufmerksamkeit und kleine Gesten um sich irgendwann sicher zu sein, die richtige Person gefunden zu haben. Wer möchte nicht gerne am Ende des letzten Levels stehen und zusammen mit dieser Person zurückblicken auf Abenteuer, Erlebnisse, aber auch Rückschläge. Einfach ein tolles Gefühl.

Wie ist Deine aktuelle Situation als Musiker in der Corona-Krise?

Es hat sich für mich eigentlich nicht viel geändert. Ich sitze immer noch Tag für Tag in meinem Home-Studio und arbeite an neuen Tracks. Vielleicht arbeite ich in dieser Zeit sogar noch effizienter als sonst.

Kannst Du in dieser Zeit von Deiner Musik leben?

Nein, leider nicht, das liegt aber nicht an Corona. Meine Fanbase ist leider noch nicht groß genug, damit ich alleine von Streams und Verkäufen leben kann und Auftritte hatte ich noch nicht. Ich denke, wenn Corona nicht gewesen wäre, hätte ich dieses Jahr mit ersten Einnahmen durch Auftritte rechnen können.

Können Streams das reale Auftreten vor Publikum ersetzen?

In meiner Zeit als Bandmitglied konnte ich viele Erfahrungen mit Auftritten auf einer Bühne und mit Publikum sammeln. Deshalb kann ich ganz klar sagen: Nein, Streams können das Auftreten vor realem Publikum auf keinen Fall ersetzen. Aber vor allem in dieser Zeit ist es einfach schön, trotzdem Wertschätzung von Fans zu erfahren.

Du nimmst an der Aktion von „WDR 2 –Künstler aus dem Westen" teil. Warum?

Ich glaube, dass diese Aktion eine große Chance für mich ist neue Fans zu bekommen und trotz Corona in meiner Karriere als Musiker Fortschritte zu machen. Mein Ziel ist es, dieses Jahr in jedem Monat einen Song zu veröffentlichen und so viele Menschen wie möglich, in dieser schweren Zeit mit meiner Musik glücklich zu machen.

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